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Indexfonds bieten nach Aktiencrash gute Chancen zum Einstieg

Donnerstag, 15. September 2011, 15:18
Autor: ETFSuche

Die Stuttgarter Börse berichtet über einen lebhaften Handel mit börsennotierten Indexfonds (sog. ETF, Exchange Trader Funds) nach den jüngsten Kursrückgängen Anfang September.

Es sind wohl überdurchschnittlich viele Privatanlager, die nun die Chance für einen Einstieg nutzen oder ihre Investments weiter ausbauen. Die Exchange Trader Funds gehen auf eine Idee aus den 1970er Jahren zurück. Die ETFs werden an der Börse notiert und bilden einfach einen bestimmten Index, z.B. den deuschen Dax, ab. ETFs werden passiv verwaltet, d.h. die zuständigen Fondmanager treffen keine Investmentsentscheidungen auf Basis der eigenen Meinung oder Analyse, sondern investieren gemäß der jeweiligen Zusammensetzung des zugrunde liegenden Indizes.

Anleger profitieren bei ETFs auch von niedrigen Managementgebühren, die in der Regel nicht mehr als 1% betragen. Inzwischen sind ETFs nicht nur auf Börsenindizes, sondern für verschiedene Anlageklassen verfügbar, z.B. auf den Geldmarkt, auf Rohstoffe, auf Immobilien.
Das Handelsvolumen mit ETF an der Stuttgarter Börse hat in der ersten Septemberwoche 137 Millionen Euro erreicht. In einer durchschnittlichen Woche wurden im Jahr 2011 lediglich 109 Millionen Euro umgesetzt. In der Rekordwoche waren 55 Prozent der Transaktionen Kauforder.

Viele Anleger kaufen momentan in fallende Märkte hinein und spekulieren mittel- und langfristig auf eine deutliche Indexerholung. Wie die ETF-Händler aus Stuttgart berichten, waren fast ausschließlich deutsche Indexfonds gefragt. Langfristig orientierte Anlager kauften insbesondere den iShares DAX und den x-trackers DAX.

Einige gehebelte ETFs, die eine überproportionale Kursentwicklung der Indizes nachvollziehen, standen ebenfalls auf vielen Kaufzetteln. Demgegenüber versuchen viele Anleger aber auch vom hohen Goldpreis zu profitieren. ETFs auf Aktien der Goldminenbetreiber werden derzeit ebenfalls stark nachgefragt.

Aus anderen Märkte ziehen sich die deutschen Anleger jedoch auffällig zurück. ETFs auf nordamerikanische Aktien wurden im September vorwiegend verkauft. Ebenso wenig beliebt sind derzeit die ETFs auf Unternehmensanteile und auf Indizes aus Schwellenländern. Hier hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vormonat deutlich abgekühlt.

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Interessante Ergebnisse in McKinsey-Studie zur ETF-Branche

Mittwoch, 7. September 2011, 16:30
Autor: ETFSuche

Die Unternehmensberatung McKinsey führt momentan eine sehr interessante Studie über die ETF-Branche durch. Bei ETF handelt es sich um Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden können. Sie werden über Sekundärmärkte erworben und veräußert. Das, und auch zunehmender Kostendruck sind auch Gründe dafür warum der ETF-Wachstum so groß ist.

Früher ging es in der ETF-Branche noch darum den Markt für sich zu nutzen, heutzutage geht es vielmehr darum den Anteil, den man bereits besitzt, weiter auszubauen. Neue Anbieter dagegen müssen die Lücken füllen.

Schon seit die ersten US-ETFs 1994 eingeführt wurden, ist ein ständiges Wachstum von 30 Prozent zu verzeichnen. Den größten Vormarsch erlebte die Branche im nordamerikanischen und europäischen Markt mit ungefähr 90 Prozent.
Allerdings gibt es bei so einem großen und schnellen Wachstum auch Rückschläge. Zwischen den Jahren 2000 bis 2007 war es noch ein geringer Teil der die benötigte Marke nicht erreichte, wenige Jahre später jedoch, waren es deutlich mehr.

Fondsmanager werden jetzt durch unattraktiver gewordener Renditen immer mehr dazu getrieben, sich nach kostengünstigeren Varianten um zusehen. ETFs sind in diesem Fall sehr beliebt und dieser Trend breitet sich auch vor allem durch eine zunehmende Regulierung des Staates aus, um die Kosten zu senken wie auch in Großbritannien und Australien.

Das Ganze hat allerdings auch seine Schattenseiten, so werden viele Privatanleger, auch wenn es kostengünstiger ist, aufgrund von der Transparenz und Liquidität das Interesse verlieren. Andererseits kann es mehr Investoren für den ETF-Markt begeistern.

Dadurch das Aufsichtsbehörden jetzt auch immer mehr Druck ausüben, werden Berater dazu gezwungen sein nicht mehr so viel Wert auf ihre Provisionen zu legen, sondern dem Kunden die kostengünstigste und passendste Alternative zu suchen.

Durch rolloptimierte Produkte oder auch durch aktiv gemanagter ETF-Folios können sich auch Neueinsteiger in diesem Markt durch Nischen behaupten. Insgesamt ergibt die Studie der Unternehmensberatung McKinsey, dass das Potenzial noch gewaltig ist.

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