Archiv für die Kategorie ‘Rentenfonds’
Vorsicht vor “Steuerfalle” bei EONIA ETF!
Wie unsere Schweizer Kollegen von ETFexplorer.com bereits am 3. Oktober 2009 in ihrem Artikel “EONIA ETF werden zur Steuerfalle” berichteten, müssen Anleger, die Geld in einen der folgenden (EONIA) ETF investiert haben, höllisch aufpassen, dass sie nicht in eine “Steuerfalle” tappen:
ComStage ETF Commerzbank EONIA Index TR mit der ISIN: LU0378437684
db x-trackers EONIA Total Return Index ETF mit der ISIN: LU0290358497
db x-trackers EONIA Total Return Index ETF (Ausschüttend) mit der ISIN: LU0335044896
EasyETF EuroMTS EONIA mit der ISIN: FR0010616268
Lyxor ETF Euro Cash (EONIA) mit der ISIN: FR0010510800
2008, so ETFexplorer.com, sei die Welt der Geldmarkt ETF noch absolut in Ordnung gewesen. Damals hätten Anleger des db x-trackers EONIA Total Return Index ETF mit der ISIN: LU0290358497 eine Rendite von 3,8% erzielt, von denen nur ca. 3% als Zinseinkünfte am Tag der Thesaurierung mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden mussten. Und auch beim damals noch einzigen Konkurrenzprodukt, dem Lyxor ETF Euro Cash (EONIA) mit der ISIN: FR0010510800 habe es ähnlich ausgesehen.
Verfälschen Exchange Traded Funds wirklich das Bild?
In einem Artikel der “Financial Times Deutschland“, FTD.de, heißt es heute: “Fondsrating: Exchange-Traded Funds verfälschen das Bild“. In diesem Artikel berichtet die “Financial Times Deutschland” dann über die “langweilige” Geldanlage in Staatsanleihen und wie gut Investments, insbesondere in deutsche und amerikanische Staatsanleihen im Zuge der Finanzkrise doch zuletzt gelaufen seien, da einerseits die Notenbanken die Leitzinsen stark gesenkt hätten und andererseits viele Anleger in “sichere Häfen” wie eben deutsche und amerikanische Staatsanleihen geflüchtet seien, was wiederum einen Nachfrageschub nach diesen Staatsanleihen ausgelöst habe.
Weiterhin berichtet die “Financial Times Deutschland” in dem genannten Artikel, dass die herausragend gute Performance des Jahres 2008 die Dreijahresbilanz der europäischen Staatsanleihefonds im aktuellen Morningstar-Rating mächtig “aufpoliert” habe, denn in den beiden Jahren davor sei mit einer Investition in diese Anlageklasse kaum Geld zu verdienen gewesen. So weit, so gut, so richtig! Doch dann kommt der eigentliche “Hammer” in dem genannten Artikel.
Jetzt via ETF in Unternehmensanleihen investieren?
Generell, daran ändert sich auch vorerst nichts, favorisieren wir hier bei ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog, Investments im Aktienmarkt und sind damit seit dem Start dieses Blogs ja auch bestens gefahren. Unterstützung erhalten wir dabei derzeit von keinem Geringeren als Warren Buffett, der – wie gestern bekannt wurde – seine Investitionen in US-Aktien und hier insbesondere im US-Bankensektor noch einmal verstärkt hat, wie Sie hier nachlesen können.
Doch wir wissen natürlich auch, dass insbesondere die Aktionäre einiger Banken durch die Kursverluste im Zuge der Finanzkrise ein wenig das Vertrauen in die Aktienmärkte verloren haben. Und das die Deutschen allgemein eher etwas risikoscheu in Sachen Geldanlage waren, sind und wohl auch bleiben werden, ist ebenfalls kein Geheimnis. Daher haben wir mal nach Alternativen zu Engagements im Aktienmarkt Ausschau gehalten und sind dabei natürlich sofort auf den Anleihemarkt gestoßen.
Korrektur & Marktrotation – und was die FAZ über ETF schreibt!
Wie gestern bereits befürchtet, korrigieren die Bankaktien derzeit weiter und ziehen damit den Gesamtmarkt nach unten, so wie es genau diese Bankaktien waren, die den Markt zuletzt nach oben zogen. So heißt es in einem Marktbereicht von der Frankfurter Wertpapierbörse, dass die allgemeine Stimmung am Markt unverändert erstaunlich freundlich sei, dass Anleger aber aus Bank- und Versicherungsaktien nun eher aussteigen würden. Zugleich sehe man jedoch Mittelzuflüsse am Markt, die derzeit insbesondere in den Chemiesektor fließen würden. Auch bei ETF auf den DJ Euro Stoxx 50 sowie den MSCI Europe und den MSCI Europe Small Caps komme es verstärkt zu Mittelzuflüssen.
Darüber hinaus beobachteten Marktteilnehmer, dass Anleger aus Staatsanleihen hinaus- und in Unternehmensanleihen hineingehen würden. Dies erscheint logisch, denn am Markt für Staatsanleihen sahen wir unserer Ansicht nach zuletzt eine klare Spekulationsblase, weshalb wir die Staatsanleihe ETF ja auch in unseren Musterdepots deutlich untergewichtet haben. Nichtsdestotrotz ist die nun wieder höhere Risikobereitschaft der Investoren grundsätzlich positiv zu sehen, denn der höhere Risikoappetit dürfte über kurz oder lang dazu führen, dass verstärkt Geld in den Aktienmarkt fließen wird. Und dies wiederum hätte logischerweise steigende Aktienkurse zur Folge.
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