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Archiv für die Kategorie ‘Finanzdienstleistungen’

In unserem letzten Blogeintrag vor 2 Wochen hatten wir uns ja ausführlich mit der charttechnischen Situation des DAX beschäftigt. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass die Anfang Februar gestartete Korrektur bald vorbei sein und der DAX in Richtung 6.000 Punkte laufen sollte. Viel genauer hätten wir nicht treffen können, denn der DAX notiert aktuell nur noch wenige Pünktchen unter der 6.000 Punkte Marke. Doch wie geht es nun weiter?

Nun, wir predigen es hier schon seit langer Zeit und es bleibt dabei: Solange die Geldpolitik der Notenbanken weltweit derart expansiv ist wie derzeit noch immer, solange sollten die Aktienmärkte auch weiter haussieren. Denn die Notenbanken stellen durch ihre expansive Geldpolitik Unmengen an Liquidität zur Verfügung und dieses Geld muss irgendwo hinfließen. Zum Teil mag dieses Geld in Gold fließen, weshalb der Goldpreis aktuell kurz vor neuen Allzeithochs notiert. Zum Teil mag dieses Geld auch in Rohstoffe wie Öl fließen, weshalb auch der Ölpreis schon wieder fundamental gesehen zu teuer geworden ist, aber zu einem ganz großen Teil fließt dieses Geld eben in den Aktienmarkt und wird dies, je länger die Kursrallye dort andauert, auch immer mehr tun. Denn Gold bringt keine Zinsen und sowohl eine Immobilienblase als auch eine Rohstoffblase (insbesondere eine Ölpreisblase) sind ja gerade erst geplatzt. Zudem sind viele Aktien noch immer günstig bewertet, da die Aktienmärkte sehr stark unter der Finanzkrise gelitten haben, besonders übrigens Aktien von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen.

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Nachdem es gestern dank positiv aufgenommener Konjunkturdaten (Verbrauchervertrauen nach Version des Conference Board) noch deutlich nach oben ging, korrigieren die US-Aktienmärkte heute. Auffallend dabei ist jedoch, dass der Dow Jones Industrial Averages nahezu seine gesamten, gestern erzielten, Gewinne wieder abgeben muss, wohingegen die Technologiewerte an der Technologiebörse NASDAQ nicht nur deutlich weniger als der Dow Jones verlieren, sondern ihre gestern erzielten Gewinne auch bei weitem nicht wieder komplett abgeben müssen (NASDAQ Composite gestern +3,35%, aber heute “nur” -1,11%). Dies ist natürlich nur eine Momentaufnahme, aber sie bestätigt unsere Einschätzung, dass der nächste Rallyschub wohl von den Technologiewerten angeführt werden dürfte.

Überhaupt haben wir uns mal die Charts von Dow Jones Industrial Averages und NASDAQ Composite angesehen und diese sehen nicht schlecht aus. Doch überzeugen Sie sich selbst davon!

Dow Jones Industrial Averages, Chart, 1 Jahr

Dow Jones Industrial Averages, Chart, 1 Jahr

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Wie lange geht die Börsenparty?

Dienstag, 26. Mai 2009, 20:47
Autor: ETFSuche

Gestern schrieb ich an dieser Stelle noch von einem eher langweiligen Mai und hoffte, dass das bevorstehende ASCO Annual Meeting 2009 neuen “Drive” an die Börse bringen würde. Heute schon überschlugen sich dann die Ereignisse. Nachdem die asiatischen Börsen mit leichten Verlusten geschlossen hatten, kamen am Morgen Meldungen über neue Atomtests von Nordkorea über die Nachrichtenticker und diese “Bad News” setzten dem DAX erst einmal zu, so dass er am Morgen noch recht deutlich im Minus lag. Und um mal zu verdeutlichen, was dies bedeutete: Das Tagestief lag bei 4.802,80 Punkten, zu diesem Zeitpunkt ein Minus von 115,65 Punkten oder 2,35%. Am Nachmittag jedoch kamen dann die Daten zum US-Verbrauchervertrauen (nach Version des Conference Board), die deutlich besser als erwartet ausfielen (54,9 Punkte statt erwarteter 42,6 Punkte) und sofort schossen die US-Börsen nach oben.

Doch wie lange geht diese Börsenparty noch? Nun, Kritiker werfen ein, dass die Börse derzeit negative Nachrichten ignoriert, die Krise aber eigentlich noch nicht vorbei ist und es daher ein böses Erwachen geben wird. So führen sie zum Beispiel an, dass laut dem S&P/Case-Shiller Home Price-Index die Häuserpreise in den USA im Berichtsquartal um 19,1% gefallen seien und ohne Stabilisierung am Immobilienmarkt könne es keine Konjunkturerholung geben. Grundsätzlich ist dies auch nicht falsch, jedoch vergessen die Damen und Herren, die die aktuelle Kursrally derart kritisch sehen, dass dieser Index die Vergangenheit abbildet, die Börse aber grundsätzlich die Zukunft handelt. Oder mit anderen Worten ausgedrückt; die katastrophale Entwicklung im ersten Quartal, dass ja schon zum 31. März 2009 endete, ist längst in den aktuellen Kursen enthalten.

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Heute wollen wir an dieser Stelle, da der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück kürzlich diese Diskussion losgetreten hat, untersuchen ob die derzeitige Geldmengenausweitung langfristig tatsächlich zu einer höheren, ja möglicherweise sogar einer “Hyperinflation” führen kann und wie man sich als Anleger daher verhalten sollte. Dabei müssen wir jedoch strikt zwischen den USA und deren Notenbank Federal Reserve (FED) und der Eurozone sowie deren Notenbank EZB unterscheiden. Denn während die FED in den USA den ganz klaren Auftrag hat, einerseits die Inflation zu begrenzen und andererseits die Wirtschaft durch ihre Zinspolitik wenn notwendig zu stimulieren, hat die EZB nur eine einzige Aufgabe und diese lautet schlicht und einfach Geldwertstabilität…

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