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Archiv für die Kategorie ‘Energie’

Nachdem wir gestern im Zuge unserer Bewertung des Bundestagswahlergebnis dazu rieten bei den Aktien  bzw. ETF der “Erneuerbaren Energien” Ruhe zu bewahren und nicht sofort in Panik zu verkaufen, da es insbesondere unter den Projektierern wie Payom Solar und/oder Phoenix Solar auch Gewinner geben dürfte, kam dann kurz darauf die Payom Solar mit folgender Adhoc Meldung heraus. Darin heißt es, dass die Payom Solar die Analystenschätzungen bereits im 3. Quartal 2009 übertroffen habe und auch im 4. Quartal mit einem anhaltend hohen Wachstum rechne. Die Aktie schoss daraufhin natürlich sofort um bis zu 10% nach oben und ging immerhin noch mit Gewinnen von +5% aus dem Handel. Sie sehen also, dass wir wohl auch hier richtig liegen dürften und bleiben daher positiv für die Solarbranche gestimmt…

Doch das soll es erstmal zur Solarbranche gewesen sein und daher kommen wir zu einem interessanten Artikel aus der “Financial Times Deutschland“, FTD.de. Hier heißt es unter der Überschrift “Wie Indexfonds funktionieren“, dass Indexfonds auch unter Vermögensverwaltern immer mehr Zuspruch finden – schon allein, weil sie günstig seien und das Privatanleger den Profis nacheifern können. So seien Indexfonds nicht nur günstig, sondern bildeten anders als aktiv gemanagte Fonds einen Markt nahezu 1:1 ab, weshalb immer mehr Vermögensverwalter Indexfonds für ihre Strategie nutzen würden, um so noch gezielter in bestimmte Märkte investieren zu können. Im Folgenden wird dann anhand der Vermögensverwaltung Dr. Seibold Capital sowie des Wealth Managements der Schweizer Großbank UBS erläutert, warum diese verstärkt auf ETF setzen.

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Deutschland hat gewählt und wird eine neue, schwarz-gelbe, Regierung bekommen. Das ist das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl 2009. Doch wie ist dieses Wahlergebnis zu bewerten?

Nun, eine CDU/CSU/FDP Koalition, so sie denn zustande kommt (woran wir jedoch keinen Zweifel haben) sollte eigentlich für eine sehr wirtschaftsfreundliche Politik stehen, was generell den Aktienmärkten zu Gute kommen dürfte. Ganz besonders positiv dürfte diese neue Regierungskoalition natürlich für die Aktien der Versorger wie E.ON oder RWE sein, die daher heute auch deutlich zulegen konnten. Denn zwar stellt die neue Regierung den Atomausstieg, der unter Rot-Grün beschlossen wurde, nicht generell in Frage, aber es dürfte doch Laufzeitverlängerungen für einzelne, sichere, Kernkraftwerke geben. Nach Berechnungen von Experten könnten diese Laufzeitverlängerungen den Stromkonzernen über Jahre hinweg mehrere Milliarden Euro zusätzlicher Gewinne bescheren. Aber aufgepasst, denn diese Gewinne dürften auch unter einer schwarz-gelben Regierung nicht komplett den Aktionären der Versorger (über Kurssteigerungen und/oder Dividenden) zufließen, sondern hier will die neue Regierung einen Großteil der Zusatzgewinne für den Staat abschöpfen – kein Wunder, angesichts der aktuellen Verschuldungssituation des Staates. Daher mögen die in einer ersten Reaktion an der Börse gesehenen Gewinne nicht ganz unberechtigt sein, die Euphorie sollte aber auch nicht zu lange anhalten.

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Als wir mit dem Start dieses Blogs im März 2009 dazu rieten, auf Banken ETF zu setzen, haben wohl viele Leute gelacht und uns jeglichen Börsenverstand abgesprochen. Was folgte war eine fulminante Kursrally der Bankaktien sowie Banken ETF, die sich zum Teil innerhalb kürzester Zeit verdoppeln konnten. Daher empfahlen wir dann im Mai, auch mal ein paar Gewinne bei den Banken ETF mitzunehmen, ohne diese jedoch gänzlich zu verkaufen. Und auch dieser Ratschlag war richtig, denn im Mai/Juni sahen wir dann eine kleine Korrektur, bevor sich die Kursrally der Bankaktien fortsetzte.

Genau in dieser “schwierigeren” Börsenzeit im Mai/Juni rieten wir dann, Biotech ETF und “Erneuerbare Energien ETF”, insbesondere wegen der Solarwerte, zu kaufen. Dabei spekulierten wir kurzfristig auf das ASCO Meeting und mittel- bis langfristig auf eine Übernahmewelle im Biotechsektor, da viele “Big Pharmas” keine Nachfolgemedikamente für ihre Blockbuster in der Pipeline hatten (und bis heute haben). Und tatsächlich folgten einige gute Nachrichten (z.B. Human Genome Sciences, HGSI) sowie Übernahme (der Kauf von Medarex, MEDX durch Bristol-Myers Squibb, BMY) und die Biotech ETF starteten durch. Und auch die Branche der “Erneuerbaren Energien” entwickelte sich zunächst ganz gut.

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Wie Sie, liebe Leser und Leserinnen von ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog, ja wissen, setzen wir u.a. auf die sogenannten “regenerativen Energien” wie Solarenergie, sowie Wasser- und Windkraft. Darum haben wir Ihnen an dieser Stelle ja auch zu einer Investition in diesem Bereich, am Besten aufgrund der breiteren Streuung, zu einem ETF geraten, auch wenn die Solarenergie unseres Erachtens die aussichtsreichste Teilbranche in diesem Bereich darstellt, wie ja nicht zuletzt das “Wüstenstromprojekt” Desertec gezeigt hat.

Heute nun gab es jedoch einen “Schlag” für den Solarsektor, denn die amerikanische Großbank Goldman Sachs hat sich die Solarwerte einmal genauer angesehen und kam dabei zu dem Schluss, dass deutsche Solarzellenproduzenten wie z.B. Q-Cells, aber auch Solarworld oder Sunways nicht mit den chinesischen Herstellern konkurrieren können. So seien die Produktionskosten in China um bis zu 30% billiger und dementsprechend die chinesischen Hersteller deutlich im Vorteil. Daher stuften die Analysten die Aktien von Q-Cells, Solarworld und Sunways auf SELL ab und senkten die Kursziele deutlich, bei Q-Cells von zuvor 14 Euro auf jetzt 9 Euro, bei Solarworld von zuvor 25 Euro auf jetzt 12 Euro und bei Sunways von zuvor 2,50 Euro auf jetzt 2,10 Euro.

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Heute möchten wir, liebe Leser und Leserinnen, aus gegebenem Anlass einen kurzen Blick auf die Solarbranche werfen und Sie im Anschluss über einige Neuigkeiten aus dem ETF Markt informieren. Wir haben uns also viel vorgenommen und möchten uns daher auch gar nicht mit langen Vorreden aufhalten. Kommen wir also zunächst zur Solarbranche.

Dort gab es gestern von der Solon SE Geschäftszahlen, die nicht besonders gut waren. Solon SE begründete diese Geschäftszahlen zum Einen mit einer temporären Schwäche des Geschäfts, kritisierte aber zugleich auch die Banken, die in der Kreditvergabe sehr restriktiv geworden seien. So habe die Gesellschaft sogar Probleme mit der Refinanzierung, wobei man davon ausgehe diese durch Gespräche mit den kreditgebenden Banken ausräumen zu können. Diese insgesamt alles andere als positiven Nachrichten nutzten einige Analysten dazu, die Solon Aktie abzustufen. So wurden zum Teil sogar Kursziele von nur noch 7 Euro ausgerufen. Und wie reagierte die Aktie? Nun, sie stand zwar ein wenig unter Druck, verlor aber zum Handelsende (angesichts dieser Nachrichten “nur”) rund 4%. Allerdings zog sie einige direkte Konkurrenten wie z.B. Q-Cells zumindest vorübergehend mit nach unten. So gewannen Q-Cells kurz nach Handelsstart noch ca. 2%, verloren dann jedoch zwischenzeitlich fast 5% um am Handelsende sogar wieder leicht ins Plus zu drehen.

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Liebe Leser und Leserinnen, wir haben ja den iShares MSCI Japan mit der ISIN: DE000A0DPMW9 kürzlich auf unsere Beobachtungsliste gesetzt, ohne ihn jedoch sofort zu kaufen, da wir kurzfristig eine Korrekturbewegung an den Aktienmärkten weltweit und demzufolge auch in Japan erwarteten. So hofften wir den o.g. ETF auf den japanischen Aktienmarkt etwas günstiger bekommen zu können.

Nun, die erwartete Korrekturbewegung haben wir Ende letzter/Anfang dieser Woche zwar gesehen und besonders auch der japanische Aktienmarkt geriet dabei auch deutlicher unter Druck – so verlor der Nikkei-225 von seinem zwischenzeitlich erreichten Hoch bei fast 10.600 Punkten immerhin ca. 350 Punkte. Der von uns herausgesuchte ETF aber machte diese Korrekturbewegung nicht mit und präsentierte sich stabil knapp unter der Marke von 7,00 Euro. Daher ist nun nicht mehr davon auszugehen, dass wir das Glück haben werden, den ETF günstiger einkaufen zu können, so dass wir zum aktuellen Kurs von 6,92 Euro zugreifen würden.

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Gestern sahen wir einen sehr positiven Börsentag in den USA mit Zugewinnen von mehr als 2% sowohl im Dow Jones als auch im NASDAQ Composite. Wie von uns erwartet zogen jedoch die Biotechs, abzulesen am NASDAQ Biotechnology Index, noch stärker an. So verzeichnete dieser Subindex für den Biotechnologiesektor gestern Zugewinne von mehr als 2,7% und setzte damit seine Outperformance der letzten Tage fort. Auffällig ist derzeit, dass einerseits die Biotech Blue Chips wie Celgene, Gilead Sciences und Co. den Index antreiben, andererseits jedoch auch einige Nebenwerte aus diesem Bereich wie zum Beispiel Human Genome Sciences oder Medarex “mitziehen”. Es sieht also aktuell ganz danach aus, als ob derzeit – wie von uns erwartet und frühzeitig angekündigt – massiv Kapital in den Biotechnologiesektor hineinfließt und daher fühlen wir uns mit den vorgestellten Biotech ETF auch weiterhin wohl!

Doch die kleine Kursrally am breiten Aktienmarkt und der positiv hervorstechende Biotechnologiesektor soll und darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns generell immer noch in einer Korrekturphase am Aktienmarkt befinden. Zwar war und ist es ein gutes Zeichen, dass wichtige Unterstützungen auf dem Weg nach unten einem ersten Test Stand halten konnten, aber nichtsdestotrotz bleiben wir dabei, dass wir durchaus noch 8.000 Punkte im Dow Jones und zwischen 4.650 Punkte (Best Case) bzw. 4.500 Punkte (Worst Case) im DAX sehen könnten und auch sollten. Denn die Kursrally, die wir ausgehend von den Tiefstständen Anfang/Mitte März zuvor gesehen haben, muss nun erst einmal “verdaut” werden. Und die Sommermonate mit ihren in der Regel eher dünnen Umsätzen sind geradezu prädestiniert dafür. Daher bleibt es auch dabei, dass wir derzeit sehr vorsichtig agieren und eine hohe Cashquote vorhalten und uns mehr oder weniger fast ausschließlich auf den Biotechnologiesektor konzentrieren. Denn der hat die Kursrally seit Anfang/Mitte März nicht vollumfänglich mitgemacht und bietet daher dem breiten Markt gegenüber Chancen.

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Der ETF Markt ist derzeit in Bewegung. So will die britische Bank Barclays ihre ETF Tochter iShares, die klare Nummer 1 auf dem ETF Markt, für 5 Mrd. Euro verkaufen, um so zu Staatshilfen der englischen Regierung zu vermeiden. Und Interessenten gibt es wohl auch genug, allen voran die amerikanische JP Morgan. Zugleich sprach Thorsten Michalik, Chef der ETF Tochter der Deutschen Bank, db x-trackers, gegenüber Euro am Sonntag davon, dass “2009 das Jahr der ETF werde”. Denn neben Anleihen seien zuletzt nur noch die ETF einigermaßen gut gelaufen, während z.B. das Geschäft mit den Zertifikaten nach der Lehman Brothers Pleite eingebrochen sei.

Dabei stellen Marktbeobachter jedoch auch fest, dass sich auch bei den ETF die Nachfrage deutlich verlagert. Wurden bisher zumeist Aktien ETF von den Anlegern gekauft, gab es hier eine deutliche Verschiebung zu den sogenannten Renten ETF, also ETF auf Anleihen. Kein Wunder, denn natürlich wollen die Anleger von den Anleihen profitieren, jedoch auch hier nicht nur auf eine einzelne Anleihe setzen, sondern die Investments streuen. Schließlich ist in der heutigen Zeit ja nicht mehr ausgeschlossen, dass auch eine große Firma wie General Motors oder eben Lehman Brothers pleite geht.

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