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Zwei Immobilien ETF gefunden!

Mittwoch, 3. Februar 2010, 21:19
Autor: ETFSuche

Kürzlich hatten wir Ihnen an dieser Stelle ja ein sehr interessantes Interview mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt aus dem “Handelsblatt” vorgestellt. In diesem Interview hatte Herr Erhardt eine unseres Erachtens nach hochinteressante Investmentidee: Wegen des zunehmenden Reichtums in China hat dort nämlich eine sogenannte “Landflucht” eingesetzt, sprich es ziehen immer mehr Chinesen vom Land in die Stadt. Dadurch steigt natürlich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Städten und somit auch die Preise (nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage steigt die Nachfrage derzeit deutlich an, während es ja stets einige Zeit dauert bis neue Wohnungen gebaut werden können, weshalb das Angebot mit dieser Nachfragesteigerung nicht mithalten kann). Daher bietet sich für mittel- bis langfristig orientierte Investoren ein Investment in chinesische Wohnimmobilien an.

Darum haben wir uns, wie angekündigt, auf die Suche nach entsprechenden ETF gemacht. Zwar gibt es keinen 100%ig passenden ETF, also leider keinen ETF der rein auf chinesische Wohnimmobilien setzt, aber doch immerhin zwei ETF, die auf Aktien von asiatischen Immobiliengesellschaften setzen. Da wäre zum Einen der iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia Property Yield Fund mit der ISIN: DE000A0LGQJ9, der jedoch in US$ kotiert ist. Dieser setzt in erster Linie auf die Länder Australien, HongKong (China) und Japan. Der China Anteil (HongKong) liegt dabei bei fast 50%.

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In gleich zwei Artikeln vom 26. Oktober 2009 hat sich “Börse Online” zuletzt mit sogenannten Schwellenländer-ETF befasst. Dabei stellte Autorin Julia Groth in dem Artikel “Schwellenländer-ETFs: Je ferner, desto teurer” zunächst fest, dass die Gesamtkostenquoten für Exchange Traded Funds oft deutlich höher lägen als in Europa, wobei diese Abweichungen nur zum Teil gerechtfertigt seien.

So möge in China vieles billiger sein als in Deutschland, Investoren aber würden dort mehr bezahlen als hier, denn ETF auf chinesische Indizes zählten mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von durchschnittlich 0,65% zu den teuersten überhaupt. ETF auf deutsche Aktienindizes hingegen seien mit einer Gesamtkostenquote von “nur” 0,21% vergleichweise günstig.

Indexfonds, die exotische Branchen oder Regionen abbildeten, seien nach Auswertung der Fondsratingagentur Lipper dabei fast immer teurer als ETF auf Standardindizes entwickelter Märkte und das obwohl bei diesen passiven Anlageverhikeln keine Fondsmanager mühsam die besten Aktien ausfindig machen müssten wie es bei aktiv gemanagten Produkten der Fall sei. Die Anbieter setzten hier wohl auf einen “Gewöhnungseffekt”, da Anleger es ja gewohnt seien für exotischere Produkte mehr zu zahlen, glaubt Detlef Glow von Lipper.

Etwas anders sieht dies der Londoner Lipper-Analyst Ed Moisson. Bei Exotenfonds seien die tatsächlichen Kosten durchaus höher als bei Standardprodukten, da es hier einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und höhere Depotgebühren gebe. So werde in manchen Ländern über eine Börsenzulassungsgebühr der Markteintritt erschwert und auch nachdem ein ETF gestartet sei fielen mitunter noch Zusatzgebühren, wie z.B. Stempelsteuern, an, welche die Anbieter auf den ETF umlegen müssten, so Alexander Mertz, Leiter Fondsmanagements bei iShares.

Auch sei bei den Exoten in der Regel der Spread zwischen An- und Verkaufskurs höher, was die Anbieter gerne mit der geringeren Liquidität erklärten. Doch dies sei nur die halbe Wahrheit, da der Spread keineswegs allein durch Angebot und Nachfrage, sondern auch durch die Preispolitik der Emittenten bestimmt werde, so Sasa Perovic vom Fondsratinghaus Scope. Jeder Anbieter können den Spread künstlich senken oder erhöhen, was bei exotischeren ETF besonders stark zum tragen käme, da hier der Konkurrenzdruck deutlich geringer sei.

In einem weiteren Artikel mit der Überschrift “Schwellenländer-ETFs: Abhängig von wenigen Aktien“beschäftigt sich Autorin Julia Groth dann mit der Zusammensetzung von Schwellenländer-ETF. So hätten bei diesen ETF einzelne Titel oft ein überproportional hohes Gewicht, was zu einer erhöhten Volatilität führe.

Exemplarisch beschreibt Autorin Julia Groth dies am brasilianischen Aktienmarkt, der derzeit alle anderen Börsenplätze in den Schatten stelle. So habe der Morgan Stanley Capital International Brazil (MSCI Brazil) in den letzten Monaten mehr als 100% zugelegt und die entsprechenden ETF so in die Höhe katapultiert. Aktiv gemanagte Produkte kämen bei dieser Kursentwicklung kaum mit. So gewann der DWS Brazil beispielsweise bis Ende September “nur” 93,3%.

Dies liege jedoch nicht daran, dass die DWS-Manager schlechte Arbeit geleistet hätten, so Frau Groth weiter, sondern daran, dass der MSCI Brazil “derartig schief gebaut” sei, dass es aktiv gemanagten Fonds nahezu unmöglich sei ihn in guten Zeiten zu schlagen. So bringe es der Ölkonzern Petrobras auf eine Gewichtung in Höhe von 25% und der Bergbaukonzern Vale (vormals Companhia Vale do Rio Doce, CVRD) immerhin noch auf eine Gewichtung in Höhe von ca. 17% im MSCI Brazil. Und diese beiden Unternehmen seien in erster Linie verantwortlich für die starke Kursrally des MSCI Brazil und somit der ETF auf den MSCI Brazil. Aktive Fonds hingegen könnten, selbst wenn sie wollten, dies gar nicht darstellen. Denn laut Investmentgesetz dürften aktive Fondsmanager nicht mehr als 10% an einem einzelnen Titel kaufen; was auf den ersten Blick ein Vorteil für Indexfonds sei.

Allerdings nur auf den ersten Blick, denn Anleger würden mit einem Länder-ETF auf Brasilien so ja gar nicht den brasilianischen Markt kaufen, sondern größtenteils nur die Aktien von Petrobras und Vale. Und diese Einzeltitel können den ETF bei schlechter Kursentwicklung dann genauso schnell extrem abstürzen lassen, wie sie ihn zuvor nach oben katapultierten.

Frau Groth will dabei ETF keineswegs schlecht reden und weist deshalb darauf hin, dass solche “Gewichtungsprobleme” in erster Linie – bei den allerdings immer beliebter werdenden – Schwellenländer-ETF auftreten würden. Gerade hier aber hielten Branchenexperten aktiv gemanagte Fonds für die bessere Alternative – auch, aber nicht nur wegen dieser angesprochenen “Klumpenrisiken”. So würde Detlef Glow von der Fondsratingagentur Lipper für langfristige Engagements in solchen “Emerging Markets” immer einen aktiven Fonds bevorzugen, denn je ineffizienter die Märkte seien, umso eher könne ein aktiver Fondsmanager sie auch schlagen.

Darüber hinaus spreche auch das politische Risiko solcher Schwellenländer für aktiv gemanagte Fonds. Denn wenn eine Regierung plötzlich ein Gesetz ändere oder im Zuge eines Putsches entmachtet werde, so könnten von einem auf den anderen Tag ganze Branchen ins Wanken geraten. Aktiv gemanagte Fonds könnten solchen Risiken oft ausweichen, Indexfonds nicht, gibt Analyst Christian Michel von der Ratingagentur Feri Eurorating daher zu bedenken. Hinzu käme der Umstand, dass in solchen Ländern oft wenig Handel stattfinde. Fehle es an den Börsen an Handelsteilnehmern und verkauften zugleich mehrere ETF-Anleger zugleich ihre Anteile, so würden dadurch die Aktienkurse sehr schnell unter Druck geraten, so Detlef Glow von Lipper.

Analyst Christian Michel von Feri Eurorating hält ETF in Schwellenländern daher hauptsächlich für Dachfondsmanager und andere institutionelle Investoren, die diese weniger als langfristige Renditebringer und mehr als taktisches Instrument einsetzen würden, für geeignet. Privatanleger seien hingegen in diesen Fällen mit aktiv gemanagten Fonds oft besser beraten, denn “manchmal wisse ein Fondsmanager eben doch am Besten, wo man investieren sollte”, wird Michel zitiert.

Unseres Erachtens zwei sehr gute Artikel von Frau Groth von “Börse Online“, in der Sie sich durchaus kritisch mit sogenannten Schwellenländer-ETF auseinandersetzt und sowohl die Vor- als aber auch die Nachteile dieser ETF herausarbeitet. Einzig das Frau Groth die Performance der ETF auf den MSCI Brazil nur mit der Performance des DWS Brazil vergleicht und nicht weitere aktive Fonds in Ihren Vergleich mit einbezieht, fällt uns hier etwas negativ auf…

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Vertrauenskrise – Manager mißtrauen Börsenboom, na und?

Dienstag, 8. September 2009, 21:38
Autor: ETFSuche

Nachdem wir uns bereits gestern kritisch mit einem Artikel der “Financial Times Deutschland“, FTD.de, aueinandergesetzt haben, müssen wir das heute schon wieder tun. Und zwar geht es um den Artikel “Vertrauenskrise – Manager mißtrauen Börsenboom“, der vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde.

In diesem Artikel stellt die “Financial Times Deutschland” richtig fest, dass sich zuletzt die sogenannten “Insiderverkäufe” gehäuft haben. So verkauften Vorstände und Aufsichtsräte europäischer Unternehmen im August Aktien im Wert von 400 Mio. Euro, zuletzt erst wieder im großen Stil zu beobachten bei der Aktie der Deutschen Bank. Demgegenüber standen nur “Insiderkäufe” im Gesamtvolumen von 93 Mio. Euro.

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Wie wir zuletzt aus Branchenkreisen erfahren haben, ist das Thema BRIC, also Investments in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China wieder zurück. So verzeichneten Händler zuletzt eine hohe Nachfrage nach ETF auf die Emerging Markets im Allgemeinen und auf die BRIC Staaten im Besonderen. Da die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China aktuell nur eine Richtung kennen und permanent zulegen, sind ETF, die in diesen Ländern anlegen, entsprechend stark gefragt, so ein Händler. Zu den beliebtesten ETF zählen dabei der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets  mit der ISIN: FR0010429068 sowie der Lyxor ETF Brazil mit der ISIN: FR0010408799, heißt es.

Ein anderer Market Maker hingegen berichtete, dass insbesondere die Nachfrage nach BRIC ETF von institutionellen Investoren groß sei. Ferner setzten diese Anleger auch auf ETF auf Asien allgemein ohne Japan, wie z.B. den iShares MSCI Far East ex Japan mit der ISIN: DE000A0HGZS9. Allerdings sei es zuletzt auch so gewesen, dass es zu Wochenbeginn zu einer verstärkten Nachfrage nach diesen ETF gekommen sei, gegen Ende der Woche dann jedoch vor allen Dingen bei China ETF auch zunehmend Gewinnmitnahmen zu verzeichnen gewesen seien. Als typisches Beispiel für den Verlauf der Handelswoche wurde dabei der db x-trackers FTSE/XINHUA China 25 ETF mit der ISIN: LU0292109856 genannt.

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Wie gestern bereits befürchtet, korrigieren die Bankaktien derzeit weiter und ziehen damit den Gesamtmarkt nach unten, so wie es genau diese Bankaktien waren, die den Markt zuletzt nach oben zogen. So heißt es in einem Marktbereicht von der Frankfurter Wertpapierbörse, dass die allgemeine Stimmung am Markt unverändert erstaunlich freundlich sei, dass Anleger aber aus Bank- und Versicherungsaktien nun eher aussteigen würden. Zugleich sehe man jedoch Mittelzuflüsse am Markt, die derzeit insbesondere in den Chemiesektor fließen würden. Auch bei ETF auf den DJ Euro Stoxx 50 sowie den MSCI Europe und den MSCI Europe Small Caps komme es verstärkt zu Mittelzuflüssen.

Darüber hinaus beobachteten Marktteilnehmer, dass Anleger aus Staatsanleihen hinaus- und in Unternehmensanleihen hineingehen würden. Dies erscheint logisch, denn am Markt für Staatsanleihen sahen wir unserer Ansicht nach zuletzt eine klare Spekulationsblase, weshalb wir die Staatsanleihe ETF ja auch in unseren Musterdepots deutlich untergewichtet haben. Nichtsdestotrotz ist die nun wieder höhere Risikobereitschaft der Investoren grundsätzlich positiv zu sehen, denn der höhere Risikoappetit dürfte über kurz oder lang dazu führen, dass verstärkt Geld in den Aktienmarkt fließen wird. Und dies wiederum hätte logischerweise steigende Aktienkurse zur Folge.

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Dank ETF breit in BRIC Staaten investieren!

Mittwoch, 22. April 2009, 20:07
Autor: ETFSuche

Nachdem sich der Bankensektor nach dem ganzen hin und her der letzten Tage etwas beruhigt hat, können wir heute mal auf andere ETF eingehen und stellen Ihnen daher sogenannte BRIC ETF vor. Wahrscheinlich haben die meisten von Ihnen schon einmal von BRIC gehört, nichtsdestotrotz lesen natürlich auch Börsenanfänger diesen Blog und daher wollen wir es an dieser Stelle auch kurz erklären: BRIC steht schlicht und einfach für die 4 Länder Brasilien, Russland, Indien und China und damit die vier wichtigsten Emerging Markets. Dabei gelten Brasilien und Russland als Rohstofflieferanten der Welt (Brasilien als Lieferant nachwachsender Rohstoffe, sprich dem Agrarsektor, Russland hingegen als wichtiger Lieferant von Energierohstoffen, sprich Öl und Gas), Indien als “Denkfabrik der Welt” dank des dort starken IT-Sektors (z.B. Bangalore) und China als “Werkbank der Welt”. “Erfunden” wurde der Begriff “BRIC” im Jahre 2003 vom Chefsvolkwirt von Goldman Sachs, Jim O’Neill. Laut dem Strategen von Goldman Sachs werden diese vier Länder spätestens bis zum Jahr 2050 die heute großen westlichen Industriestaaten wie z.B. Deutschland in der Wirtschaftskraft überholen und daher sollten die Aktienmärkte dieser Länder sehr stark von dieser Entwicklung profitieren.

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Unsere letzten Empfehlungen hier bei ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog, waren allesamt danach ausgewählt, das man mit diesen ETF kurzfristig Gewinne erzielen konnte und diese dann aber auch langfristig gehalten und damit die Anfangsgewinne weiter ausgebaut werden konnten. So zum Beispiel bei den ETF auf Banken, den ETF auf China und Indien, sowie auch den ETF auf “Regenerative Energien”. So zogen zuletzt sowohl die Bankaktien, sei es eine Commerzbank und eine Deutsche Bank in Deutschland oder auch eine Bank of America, eine Citigroup, eine Goldman Sachs, eine JP Morgan, eine Morgan Stanley in den USA oder wie sie auch alle heißen mögen, als auch die chinesischen und indischen Aktien als auch zuletzt die “Regenerative Energien” Aktien allesamt an. Den Vogel schoss dabei sicher die Solaraktie Conergy ab, die sich in kurzer Zeit verdoppeln konnte, aber auch eine Q-Cells oder Solarworld standen dem kaum nach.

Heute nun aber wollen wir mal etwas weiter in die Zukunft schauen und uns auf langfristig sehr aussichtsreiche ETF konzentrieren. Und wenn man langfristig denkt, so muss man sicherlich auch wieder das Thema “Rohstoffe” auf der Agenda haben. Denn bei einem baldigen “Wiederanziehen” der  Weltwirtschaft, insbesondere natürlich bei einem “Wiederanziehen” der  chinesischen Volkswirtschaft,  dürfte der weltweite “Hunger” auf Ressourcen wie Öl wieder zunehmen und so in der Folge die Preise für Rohstoffe wieder steigen.

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