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Archiv für die Kategorie ‘USA’

Nachdem der Dow Jones zuletzt von 10.725 Punkte um knapp 8% auf 9.908 Punkte und der DAX von 6.048 Punkte um ca. 10% auf 5.434 Punkte korrigert hat, konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen stabilisieren. Die große Frage, die sich nun alle stellen lautet: War das eine normale Korrektur, die damit beendet ist? Oder hat eine neue, längere Baisse an den Märkten begonnen und wir sehen derzeit nur eine kurzfristige Erholung auf die zuletzt gesehenen Kursverluste…

Nun, unsere grundsätzlich positive Einschätzung kennen Sie. Aber ist diese auch haltbar? Fundamental sicherlich, denn die Wirtschaft erholt sich derzeit und die Bewertungen sind derzeit niedrig. Doch was sagt uns der Chart? Schauen wir uns dazu einmal den 1-Jahres-Chart des Deutschen AktienindeX DAX an!

DAX, Chart, 1 Jahr

DAX, Chart, 1 Jahr
Quelle: http://www.ProRealTime.com

Wie man dem Chart entnehmen kann, hat der DAX seit März 2009 einen steilen Aufwärtstrend aufs Parkett gelegt. Dieser wurde jedoch in der Korrekturphase Ende Januar 2010 verlassen. Allerdings gibt es seit November 2009 einen zweiten, (sekundären) Aufwärtstrend, der dem DAX bei 5.405 Punkten Unterstützung bietet. Und mit 5.434 Punkten hat der DAX diesen Support in der Korrekturphase zuletzt ziemlich punktgenau halten können.

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Wie gestern Abend ca. eine halbe Stunde nach Handelsende an der Wall Street bekanntgegeben wurde, hat die US-Notenbank Federal Reserve (FED) mit Wirkung zum heutigen Freitag, dem 19. Februar 2010, ihren Diskontsatz um 0,25% von zuvor 0,5% auf nun 0,75% angehoben. Wir möchten heute an dieser Stelle analysieren, was dieser Schritt der US-Notenbank unseres Erachtens wirklich bedeutet und welche Auswirkungen er auf die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten haben dürfte. Um dies tun zu können, werden wir Ihnen jedoch zunächst darlegen, was der Diskontsatz eigentlich ist…

Nun, der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem eine Bank Wechsel an die Zentralbank verkaufen kann, um sich so kurzfristig Liquidität zu beschaffen. Der Diskontsatz liegt normalerweise 1% über dem Leitzins, der sogenannten FED Funds Rate. Im Zuge der Finanzkrise jedoch hatte die FED den Abstand zwischen Diskontsatz und Leitzins auf 0,5% reduziert, um so Liquidität in das Finanzsystem zu pumpen und den Bankensektor zu stützen. Denn da sich die Banken untereinander mißtrauten, liehen sie sich kaum noch gegenseitig Geld, so dass die Notenbank einspringen mussten.

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Heute wollen wir an dieser Stelle, da der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück kürzlich diese Diskussion losgetreten hat, untersuchen ob die derzeitige Geldmengenausweitung langfristig tatsächlich zu einer höheren, ja möglicherweise sogar einer “Hyperinflation” führen kann und wie man sich als Anleger daher verhalten sollte. Dabei müssen wir jedoch strikt zwischen den USA und deren Notenbank Federal Reserve (FED) und der Eurozone sowie deren Notenbank EZB unterscheiden. Denn während die FED in den USA den ganz klaren Auftrag hat, einerseits die Inflation zu begrenzen und andererseits die Wirtschaft durch ihre Zinspolitik wenn notwendig zu stimulieren, hat die EZB nur eine einzige Aufgabe und diese lautet schlicht und einfach Geldwertstabilität…

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