Archiv für die Kategorie ‘Indien’
Ein (vorerst) letztes Wort zur Solarbranche und wie Indexfonds funktionieren…
Nachdem wir gestern im Zuge unserer Bewertung des Bundestagswahlergebnis dazu rieten bei den Aktien bzw. ETF der “Erneuerbaren Energien” Ruhe zu bewahren und nicht sofort in Panik zu verkaufen, da es insbesondere unter den Projektierern wie Payom Solar und/oder Phoenix Solar auch Gewinner geben dürfte, kam dann kurz darauf die Payom Solar mit folgender Adhoc Meldung heraus. Darin heißt es, dass die Payom Solar die Analystenschätzungen bereits im 3. Quartal 2009 übertroffen habe und auch im 4. Quartal mit einem anhaltend hohen Wachstum rechne. Die Aktie schoss daraufhin natürlich sofort um bis zu 10% nach oben und ging immerhin noch mit Gewinnen von +5% aus dem Handel. Sie sehen also, dass wir wohl auch hier richtig liegen dürften und bleiben daher positiv für die Solarbranche gestimmt…
Doch das soll es erstmal zur Solarbranche gewesen sein und daher kommen wir zu einem interessanten Artikel aus der “Financial Times Deutschland“, FTD.de. Hier heißt es unter der Überschrift “Wie Indexfonds funktionieren“, dass Indexfonds auch unter Vermögensverwaltern immer mehr Zuspruch finden – schon allein, weil sie günstig seien und das Privatanleger den Profis nacheifern können. So seien Indexfonds nicht nur günstig, sondern bildeten anders als aktiv gemanagte Fonds einen Markt nahezu 1:1 ab, weshalb immer mehr Vermögensverwalter Indexfonds für ihre Strategie nutzen würden, um so noch gezielter in bestimmte Märkte investieren zu können. Im Folgenden wird dann anhand der Vermögensverwaltung Dr. Seibold Capital sowie des Wealth Managements der Schweizer Großbank UBS erläutert, warum diese verstärkt auf ETF setzen.
BRIC is back und “Die Welt” schliesst sich uns an…
Wie wir zuletzt aus Branchenkreisen erfahren haben, ist das Thema BRIC, also Investments in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China wieder zurück. So verzeichneten Händler zuletzt eine hohe Nachfrage nach ETF auf die Emerging Markets im Allgemeinen und auf die BRIC Staaten im Besonderen. Da die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China aktuell nur eine Richtung kennen und permanent zulegen, sind ETF, die in diesen Ländern anlegen, entsprechend stark gefragt, so ein Händler. Zu den beliebtesten ETF zählen dabei der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets mit der ISIN: FR0010429068 sowie der Lyxor ETF Brazil mit der ISIN: FR0010408799, heißt es.
Ein anderer Market Maker hingegen berichtete, dass insbesondere die Nachfrage nach BRIC ETF von institutionellen Investoren groß sei. Ferner setzten diese Anleger auch auf ETF auf Asien allgemein ohne Japan, wie z.B. den iShares MSCI Far East ex Japan mit der ISIN: DE000A0HGZS9. Allerdings sei es zuletzt auch so gewesen, dass es zu Wochenbeginn zu einer verstärkten Nachfrage nach diesen ETF gekommen sei, gegen Ende der Woche dann jedoch vor allen Dingen bei China ETF auch zunehmend Gewinnmitnahmen zu verzeichnen gewesen seien. Als typisches Beispiel für den Verlauf der Handelswoche wurde dabei der db x-trackers FTSE/XINHUA China 25 ETF mit der ISIN: LU0292109856 genannt.
Dank ETF breit in BRIC Staaten investieren!
Nachdem sich der Bankensektor nach dem ganzen hin und her der letzten Tage etwas beruhigt hat, können wir heute mal auf andere ETF eingehen und stellen Ihnen daher sogenannte BRIC ETF vor. Wahrscheinlich haben die meisten von Ihnen schon einmal von BRIC gehört, nichtsdestotrotz lesen natürlich auch Börsenanfänger diesen Blog und daher wollen wir es an dieser Stelle auch kurz erklären: BRIC steht schlicht und einfach für die 4 Länder Brasilien, Russland, Indien und China und damit die vier wichtigsten Emerging Markets. Dabei gelten Brasilien und Russland als Rohstofflieferanten der Welt (Brasilien als Lieferant nachwachsender Rohstoffe, sprich dem Agrarsektor, Russland hingegen als wichtiger Lieferant von Energierohstoffen, sprich Öl und Gas), Indien als “Denkfabrik der Welt” dank des dort starken IT-Sektors (z.B. Bangalore) und China als “Werkbank der Welt”. “Erfunden” wurde der Begriff “BRIC” im Jahre 2003 vom Chefsvolkwirt von Goldman Sachs, Jim O’Neill. Laut dem Strategen von Goldman Sachs werden diese vier Länder spätestens bis zum Jahr 2050 die heute großen westlichen Industriestaaten wie z.B. Deutschland in der Wirtschaftskraft überholen und daher sollten die Aktienmärkte dieser Länder sehr stark von dieser Entwicklung profitieren.
Die großen Profiteure der Weltwirtschaftskrise – jetzt auf China und Indien setzen?
Nachdem wir uns zuletzt schon mit den Banken beschäftigt und uns in diesem Zusammenhang einige Banken ETF angesehen haben, wollen wir die aktuelle Weltwirtschaftskrise mal unter regionalen Gesichtspunkten betrachten. Tut man dies, so ist selbst für einen Laien leicht zu erkennen, dass die Krise ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika hatte, da die dortige “Laissez-faire”-Politik der Regierungvon (Ex)-US-Präsident George W. Bush dazu führte, dass die Banken zu wenig restriktiv in Ihrer Kreditvergabe waren. Doch auch insgesamt haben die Amerikaner selbst sowie der Staat USA deutlich über ihre Verhältnisse gelebt, so dass wir dort nun eine sehr gefährliche Mixtur aus zu niedrig kapitalisierten Banken, hohen privaten Schulden sowie einer hohen Staatsverschuldung sehen.

- USA: Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP
Um hier die Gleichgewichte wiederherzustellen war es in einem ersten Schritt nötig, die Banken zu retten, was die Amerikaner getan haben. Der zweite und dritte Schritt muss nun aber sein, die hohe Verschuldung der einfachen Amerikaner sowie die hohe Verschuldung des Staates abzubauen. Auch hier haben die Amerikaner richtige und wichtige Maßnahmen ergriffen, u.a. die von der Federal Reserve (FED) betriebene Nullzinspolitik. Denn dadurch, dass der Leitzins bei nahezu 0% liegt, können die Schuldner ihre Schulden abtragen, da hier nicht der gefährliche Zinseszinseffekt zum Tragen kommt. Insofern ist die expansive Zinspolitik der FED zu begrüßen.
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