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Die Aktienmärkte werden weiter steigen, aber…

Montag, 14. Juni 2010, 21:27
Autor: ETFSuche

Der letzte Blogeintrag hier bei ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog datiert vom 11. Mai 2010 und liegt damit nun schon mehr als 4 wochen zurück. Dies ist eigentlich nicht unsere Absicht und soll bzw. wird sich in Zukunft wieder verbessern, aber in diesem Fall war es durchaus auch nicht ganz unbeabsichtigt, mal längere Zeit nichts zu schreiben. Denn wir haben ein “Sommerloch” an der Börse erwartet und dieses “Sommerloch” sehen wir derzeit auch. So schwankt zum Beispiel der DAX zwischen 5.700 Punkten auf der Unterseite und 6.300 Punkte auf der Oberseite und dieser enge Tradingmarkt ist nicht unbedingt ideal, um ihn mit ETF abzubilden. Denn grundsätzlich sind ETF eben immer noch Fonds (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds) und in Fonds investiert man besser langfristig, auch wenn dies einige institutionelle Investoren anders sehen und mit ETF traden, was bei größeren Investitionen ja durchaus auch sinnvoll sein kann (denn 10% Gewinn bei einem Anlagevolumen von 5 Mio. Euro sind eben auch 0,5 Mio. Euro).

Doch wir können und wollen natürlich auch nicht den ganzen Sommer über “untätig” bleiben und daher werden wir uns auch in diesen lauen Sommermonaten nun hin und wieder zu Wort melden. Vorwiegend natürlich dann, wenn es an der Börse einen oder mehrere schwache Tage gab, denn schwache Tage sind aus unserer Sicht Kauftage. Denn wie schon in der Überschrift des heutigen Artikels angekündigt, gehen wir davon aus, dass auf das jetzige “Sommerloch” steigende Kurse an den Aktienmärkten folgen werden und wir möchten Ihnen unsere Gründe für diese Einschätzung auch nicht vorenthalten.

Zunächst einmal ist festzustellen: Aufgrund der Bankenrettungs- und Konjunkturpakete sehen die Staatshaushalte vieler westlicher Industrienationen, allen voran jene der USA und Grobritannien, alles anders als gut aus. Zugleich jedoch sehen die Bilanzen privater Großkonzerne wie Daimler, Siemens oder Wal-Mart sehr gut aus. Während wir jedoch in den letzten Monaten eine regelrechte Kursrallye an den Anleihemärkten gesehen haben, die die Rendite auf US-Staatsanleihen auf Rekordtiefstände gedrückt hat, haben sich die Aktienmärkte nach einer ersten kräftigen Erholung zuletzt eher seitwärts entwickelt. Damit stehen die fundamentalen Entwicklungen (kranke Staatshaushalte, gesunde privatwirtschaftliche Unternehmen) jedoch im krassen Widerspruch zu den Entwicklungen an den Aktienmärkten (Kursrallye an den Anleihemärkten, Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten). Diese “Fehlentwicklung” muss und wird sich daher über kurz oder lang auflösen und zwar entweder, indem die Staatshaushalte gesunden oder aber indem Investoren Geld aus den Anleihemärkten abziehen und die privatwirtschaftlichen Unternehmen in eine Krise geraten oder die Aktienmärkte steigen. An eine schnelle Gesundung der Staatshaushalte glauben wir nicht, an eine Krise der privatwirtschaftlichen Unternehmen quasi über Nacht auch nicht, so dass Investoren über kurz oder lang Geld aus den Anleihemärkten abziehen und in die Aktienmärkte investieren. Da die Anleihemärkte deutlich größer sind als die Aktienmärkte, würde schon ein Abfluß von nur 5% bis 10% der Gelder aus den Anleihemärkte und eine Umschichtung in die Aktienmärkte zu starken Kurssteigerungen führen. Und dies würde auch fundamental Sinn machen, denn aufgrund der nahezu weltweit extrem niedrigen Leitzinsen schwimmen sowohl die Unternehmen als auch die Märkte selbst in Geld. Daher haben wir aktuell eine ähnliche Situation wie 1998/1999 nach Asienkrise, LTCM-Krise und Russlandkrise sowie der Angst vor dem angeblich bevorstehenden “Y2K Crash”, als die Federal Reserve (FED) unter Greenspan die Leitzinsen ebenfalls sehr lange sehr niedrig hielt. Was folgte war die bekannte “Dotcom Bubble”, eine “Asset Inflation” in bis dahin kaum gekanntem Ausmaß.

Alles in allem also sehr gute Aussichten für die Aktienmärkte! Und besonders für den DAX, denn viele deutsche Unternehmen profitieren zusätzlich noch von der Krise des Euro. Daher sollte man insbesondere deutsche Aktien jetzt verstärkt in sein Portfolio aufnehmen und wer hier kein Stockpicking betreiben kann oder will, der sollte an schwachen tagen einen DAX ETF ins Auge fassen. Wir empfehlen hier den ETFlab DAX ETF mit der ISIN: DE000ETFL011, den iShares DAX ETF mit der ISIN: DE0005933931 sowie den Source DAX ETF mit der ISIN: DE000A0X80V0. Aber wie gesagt, an schwachen Tagen, am Besten unter 5.800 Punkten im DAX.

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Nachdem der Dow Jones zuletzt von 10.725 Punkte um knapp 8% auf 9.908 Punkte und der DAX von 6.048 Punkte um ca. 10% auf 5.434 Punkte korrigert hat, konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen stabilisieren. Die große Frage, die sich nun alle stellen lautet: War das eine normale Korrektur, die damit beendet ist? Oder hat eine neue, längere Baisse an den Märkten begonnen und wir sehen derzeit nur eine kurzfristige Erholung auf die zuletzt gesehenen Kursverluste…

Nun, unsere grundsätzlich positive Einschätzung kennen Sie. Aber ist diese auch haltbar? Fundamental sicherlich, denn die Wirtschaft erholt sich derzeit und die Bewertungen sind derzeit niedrig. Doch was sagt uns der Chart? Schauen wir uns dazu einmal den 1-Jahres-Chart des Deutschen AktienindeX DAX an!

DAX, Chart, 1 Jahr

DAX, Chart, 1 Jahr
Quelle: http://www.ProRealTime.com

Wie man dem Chart entnehmen kann, hat der DAX seit März 2009 einen steilen Aufwärtstrend aufs Parkett gelegt. Dieser wurde jedoch in der Korrekturphase Ende Januar 2010 verlassen. Allerdings gibt es seit November 2009 einen zweiten, (sekundären) Aufwärtstrend, der dem DAX bei 5.405 Punkten Unterstützung bietet. Und mit 5.434 Punkten hat der DAX diesen Support in der Korrekturphase zuletzt ziemlich punktgenau halten können.

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