Archiv für die Kategorie ‘China’
Zwei Immobilien ETF gefunden!
Kürzlich hatten wir Ihnen an dieser Stelle ja ein sehr interessantes Interview mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt aus dem “Handelsblatt” vorgestellt. In diesem Interview hatte Herr Erhardt eine unseres Erachtens nach hochinteressante Investmentidee: Wegen des zunehmenden Reichtums in China hat dort nämlich eine sogenannte “Landflucht” eingesetzt, sprich es ziehen immer mehr Chinesen vom Land in die Stadt. Dadurch steigt natürlich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Städten und somit auch die Preise (nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage steigt die Nachfrage derzeit deutlich an, während es ja stets einige Zeit dauert bis neue Wohnungen gebaut werden können, weshalb das Angebot mit dieser Nachfragesteigerung nicht mithalten kann). Daher bietet sich für mittel- bis langfristig orientierte Investoren ein Investment in chinesische Wohnimmobilien an.
Darum haben wir uns, wie angekündigt, auf die Suche nach entsprechenden ETF gemacht. Zwar gibt es keinen 100%ig passenden ETF, also leider keinen ETF der rein auf chinesische Wohnimmobilien setzt, aber doch immerhin zwei ETF, die auf Aktien von asiatischen Immobiliengesellschaften setzen. Da wäre zum Einen der iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia Property Yield Fund mit der ISIN: DE000A0LGQJ9, der jedoch in US$ kotiert ist. Dieser setzt in erster Linie auf die Länder Australien, HongKong (China) und Japan. Der China Anteil (HongKong) liegt dabei bei fast 50%.
Jens Erhardt wird vorsichtig… und hat eine gute Investmentidee!
Kürzlich haben wir Ihnen hier im Blog ein Interview mit dem bekannten Vermögensverwalter Gottfried Heller mit dem “Handelsblatt” präsentiert. Darin äußerte sich Herr Heller, seines Zeichens ein Freund des “Börsenaltmeisters” André Kostolany, sehr positiv was die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten angeht. Zwar sei kurzfristig eine etwa 10%ige Korrektur jederzeit möglich, der generelle Aufwärtstrend bleibe aber noch längere Zeit intakt. Das Timing zur Ansage einer “Korrektur”, sofern es dann dabei bleiben wird, hätte besser kaum sein können, denn just seit diesem Interview hat der Dow Jones mehr als 500 Punkte oder ca. 5% und der DAX knapp 400 Punkte oder mehr als 6% korrigiert. Nimmt man Herrn Heller beim Wort und geht die Korrektur in diesem Tempo weiter, wäre spätestens Mitte Februar ein sehr guter Einstiegszeitpunkt erreicht…
Doch es gibt auch warnende Stimmen! So hat das “Handelsblatt” nur wenige Tage nach dem o.g. Interview mit Herrn Gottfried Heller ein weiteres sehr interessantes Interview, diesmal mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt, veröffentlicht. Und Herr Erhardt sieht die Märkte komplett anders als Herr Heller. So gibt Herr Erhardt in diesem Interview unumwunden zu, zuletzt die Aktienquote in seinen Fonds deutlich gesenkt zu haben. Denn anders als Herr Heller erwartet er nach Auslaufen der staatlichen Stützungspakete keinen selbsttragenden Aufschwung, zumindest nicht in den Industrieländern. Daher habe er die Aktienquote reduziert und die Anleihequote erhöht, wobei er jedoch auf Unternehmensanleihen von erstklassigen Unternehmen setze. Bei der Asset Allocation empfehle er aktuell 50% Aktien, 20% Anleihen und 10% Gold (die restlichen 20% Cashreserven). Interessante Aktien seien Bauwerte wie Bilfinger Berger oder Hochtief, die noch längere Zeit von den staatlichen Konjunkturpaketen profitieren dürften. Auch ausgewählte deutsche Nebenwerte wie Aurubis, Lanxess, STO oder Symrise seien interessant.
Ein (vorerst) letztes Wort zur Solarbranche und wie Indexfonds funktionieren…
Nachdem wir gestern im Zuge unserer Bewertung des Bundestagswahlergebnis dazu rieten bei den Aktien bzw. ETF der “Erneuerbaren Energien” Ruhe zu bewahren und nicht sofort in Panik zu verkaufen, da es insbesondere unter den Projektierern wie Payom Solar und/oder Phoenix Solar auch Gewinner geben dürfte, kam dann kurz darauf die Payom Solar mit folgender Adhoc Meldung heraus. Darin heißt es, dass die Payom Solar die Analystenschätzungen bereits im 3. Quartal 2009 übertroffen habe und auch im 4. Quartal mit einem anhaltend hohen Wachstum rechne. Die Aktie schoss daraufhin natürlich sofort um bis zu 10% nach oben und ging immerhin noch mit Gewinnen von +5% aus dem Handel. Sie sehen also, dass wir wohl auch hier richtig liegen dürften und bleiben daher positiv für die Solarbranche gestimmt…
Doch das soll es erstmal zur Solarbranche gewesen sein und daher kommen wir zu einem interessanten Artikel aus der “Financial Times Deutschland“, FTD.de. Hier heißt es unter der Überschrift “Wie Indexfonds funktionieren“, dass Indexfonds auch unter Vermögensverwaltern immer mehr Zuspruch finden – schon allein, weil sie günstig seien und das Privatanleger den Profis nacheifern können. So seien Indexfonds nicht nur günstig, sondern bildeten anders als aktiv gemanagte Fonds einen Markt nahezu 1:1 ab, weshalb immer mehr Vermögensverwalter Indexfonds für ihre Strategie nutzen würden, um so noch gezielter in bestimmte Märkte investieren zu können. Im Folgenden wird dann anhand der Vermögensverwaltung Dr. Seibold Capital sowie des Wealth Managements der Schweizer Großbank UBS erläutert, warum diese verstärkt auf ETF setzen.
BRIC is back und “Die Welt” schliesst sich uns an…
Wie wir zuletzt aus Branchenkreisen erfahren haben, ist das Thema BRIC, also Investments in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China wieder zurück. So verzeichneten Händler zuletzt eine hohe Nachfrage nach ETF auf die Emerging Markets im Allgemeinen und auf die BRIC Staaten im Besonderen. Da die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China aktuell nur eine Richtung kennen und permanent zulegen, sind ETF, die in diesen Ländern anlegen, entsprechend stark gefragt, so ein Händler. Zu den beliebtesten ETF zählen dabei der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets mit der ISIN: FR0010429068 sowie der Lyxor ETF Brazil mit der ISIN: FR0010408799, heißt es.
Ein anderer Market Maker hingegen berichtete, dass insbesondere die Nachfrage nach BRIC ETF von institutionellen Investoren groß sei. Ferner setzten diese Anleger auch auf ETF auf Asien allgemein ohne Japan, wie z.B. den iShares MSCI Far East ex Japan mit der ISIN: DE000A0HGZS9. Allerdings sei es zuletzt auch so gewesen, dass es zu Wochenbeginn zu einer verstärkten Nachfrage nach diesen ETF gekommen sei, gegen Ende der Woche dann jedoch vor allen Dingen bei China ETF auch zunehmend Gewinnmitnahmen zu verzeichnen gewesen seien. Als typisches Beispiel für den Verlauf der Handelswoche wurde dabei der db x-trackers FTSE/XINHUA China 25 ETF mit der ISIN: LU0292109856 genannt.
China boomt dank Konjunkturpaket, mit ETF profitieren!
Nachdem wir Ihnen vorgestern an dieser Stelle die BRIC-Staaten bzw. ETF auf eben jene BRIC-Staaten vorgestellt haben, möchten wir heute die etwas spekulativere Variante vorstellen, nämlich ETF auf einen der BRIC-Staaten, nämlich China. Denn heute gab es gleich zwei hochinteressante Meldungen dazu, zum einen zum chinesischen Wirtschaftswachstum bei Handelsblatt.com (via Yahoo! Finanzen), dass nämlich im 1. Quartal 2009 bei 6,1% lag und diverse Analysten zu Prognoseanhebungen animierte und zum anderen zu der derzeit klugen chinesischen Politik, denn man versucht sich vom Dollar unabhängiger zu machen und den Renminbi zu einer Weltleitwährung zu machen, wie die Financial Times Deutschland in ihrem Online Angebot FTD.de berichtete.
Sie sehen also, dass Chinas Aufstieg zur neuen “Weltmacht” durch die Wirtschaftskrise nur leicht verzögert, aber wohl keineswegs verhindert wird. Und da China keine Schulden, sondern ganz im Gegenteil Währungsreserven in Höhe von fast 2 Billionen US$ angehäuft hat, hatte bzw. hat die chinesische Regierung (im Gegensatz zu den schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen in den USA oder bei uns in Deutschland) das Geld um Konjunkturprogramme aufzulegen, was sie ja auch bereits getan hat. Dabei sind die Chinesen sehr clever vorgegangen, so dass das chinesische Konjunkturprogramm, das in erster Linie den Binnenmarkt stützen soll, auch funktioniert. Näheres dazu erfahren Sie in der kommenden Sharewise Wunschanalyse “Profiteure des chinesischen Konjunktupakets”, die Herr Heibel nächste Woche für Sie vornehmen wird.
Dank ETF breit in BRIC Staaten investieren!
Nachdem sich der Bankensektor nach dem ganzen hin und her der letzten Tage etwas beruhigt hat, können wir heute mal auf andere ETF eingehen und stellen Ihnen daher sogenannte BRIC ETF vor. Wahrscheinlich haben die meisten von Ihnen schon einmal von BRIC gehört, nichtsdestotrotz lesen natürlich auch Börsenanfänger diesen Blog und daher wollen wir es an dieser Stelle auch kurz erklären: BRIC steht schlicht und einfach für die 4 Länder Brasilien, Russland, Indien und China und damit die vier wichtigsten Emerging Markets. Dabei gelten Brasilien und Russland als Rohstofflieferanten der Welt (Brasilien als Lieferant nachwachsender Rohstoffe, sprich dem Agrarsektor, Russland hingegen als wichtiger Lieferant von Energierohstoffen, sprich Öl und Gas), Indien als “Denkfabrik der Welt” dank des dort starken IT-Sektors (z.B. Bangalore) und China als “Werkbank der Welt”. “Erfunden” wurde der Begriff “BRIC” im Jahre 2003 vom Chefsvolkwirt von Goldman Sachs, Jim O’Neill. Laut dem Strategen von Goldman Sachs werden diese vier Länder spätestens bis zum Jahr 2050 die heute großen westlichen Industriestaaten wie z.B. Deutschland in der Wirtschaftskraft überholen und daher sollten die Aktienmärkte dieser Länder sehr stark von dieser Entwicklung profitieren.
Die großen Profiteure der Weltwirtschaftskrise – jetzt auf China und Indien setzen?
Nachdem wir uns zuletzt schon mit den Banken beschäftigt und uns in diesem Zusammenhang einige Banken ETF angesehen haben, wollen wir die aktuelle Weltwirtschaftskrise mal unter regionalen Gesichtspunkten betrachten. Tut man dies, so ist selbst für einen Laien leicht zu erkennen, dass die Krise ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika hatte, da die dortige “Laissez-faire”-Politik der Regierungvon (Ex)-US-Präsident George W. Bush dazu führte, dass die Banken zu wenig restriktiv in Ihrer Kreditvergabe waren. Doch auch insgesamt haben die Amerikaner selbst sowie der Staat USA deutlich über ihre Verhältnisse gelebt, so dass wir dort nun eine sehr gefährliche Mixtur aus zu niedrig kapitalisierten Banken, hohen privaten Schulden sowie einer hohen Staatsverschuldung sehen.

- USA: Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP
Um hier die Gleichgewichte wiederherzustellen war es in einem ersten Schritt nötig, die Banken zu retten, was die Amerikaner getan haben. Der zweite und dritte Schritt muss nun aber sein, die hohe Verschuldung der einfachen Amerikaner sowie die hohe Verschuldung des Staates abzubauen. Auch hier haben die Amerikaner richtige und wichtige Maßnahmen ergriffen, u.a. die von der Federal Reserve (FED) betriebene Nullzinspolitik. Denn dadurch, dass der Leitzins bei nahezu 0% liegt, können die Schuldner ihre Schulden abtragen, da hier nicht der gefährliche Zinseszinseffekt zum Tragen kommt. Insofern ist die expansive Zinspolitik der FED zu begrüßen.
Letzte Kommentare