Archiv für die Kategorie ‘Länderindizes’
Die Aktienmärkte werden weiter steigen, aber…
Der letzte Blogeintrag hier bei ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog datiert vom 11. Mai 2010 und liegt damit nun schon mehr als 4 wochen zurück. Dies ist eigentlich nicht unsere Absicht und soll bzw. wird sich in Zukunft wieder verbessern, aber in diesem Fall war es durchaus auch nicht ganz unbeabsichtigt, mal längere Zeit nichts zu schreiben. Denn wir haben ein “Sommerloch” an der Börse erwartet und dieses “Sommerloch” sehen wir derzeit auch. So schwankt zum Beispiel der DAX zwischen 5.700 Punkten auf der Unterseite und 6.300 Punkte auf der Oberseite und dieser enge Tradingmarkt ist nicht unbedingt ideal, um ihn mit ETF abzubilden. Denn grundsätzlich sind ETF eben immer noch Fonds (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds) und in Fonds investiert man besser langfristig, auch wenn dies einige institutionelle Investoren anders sehen und mit ETF traden, was bei größeren Investitionen ja durchaus auch sinnvoll sein kann (denn 10% Gewinn bei einem Anlagevolumen von 5 Mio. Euro sind eben auch 0,5 Mio. Euro).
Doch wir können und wollen natürlich auch nicht den ganzen Sommer über “untätig” bleiben und daher werden wir uns auch in diesen lauen Sommermonaten nun hin und wieder zu Wort melden. Vorwiegend natürlich dann, wenn es an der Börse einen oder mehrere schwache Tage gab, denn schwache Tage sind aus unserer Sicht Kauftage. Denn wie schon in der Überschrift des heutigen Artikels angekündigt, gehen wir davon aus, dass auf das jetzige “Sommerloch” steigende Kurse an den Aktienmärkten folgen werden und wir möchten Ihnen unsere Gründe für diese Einschätzung auch nicht vorenthalten.
Zunächst einmal ist festzustellen: Aufgrund der Bankenrettungs- und Konjunkturpakete sehen die Staatshaushalte vieler westlicher Industrienationen, allen voran jene der USA und Grobritannien, alles anders als gut aus. Zugleich jedoch sehen die Bilanzen privater Großkonzerne wie Daimler, Siemens oder Wal-Mart sehr gut aus. Während wir jedoch in den letzten Monaten eine regelrechte Kursrallye an den Anleihemärkten gesehen haben, die die Rendite auf US-Staatsanleihen auf Rekordtiefstände gedrückt hat, haben sich die Aktienmärkte nach einer ersten kräftigen Erholung zuletzt eher seitwärts entwickelt. Damit stehen die fundamentalen Entwicklungen (kranke Staatshaushalte, gesunde privatwirtschaftliche Unternehmen) jedoch im krassen Widerspruch zu den Entwicklungen an den Aktienmärkten (Kursrallye an den Anleihemärkten, Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten). Diese “Fehlentwicklung” muss und wird sich daher über kurz oder lang auflösen und zwar entweder, indem die Staatshaushalte gesunden oder aber indem Investoren Geld aus den Anleihemärkten abziehen und die privatwirtschaftlichen Unternehmen in eine Krise geraten oder die Aktienmärkte steigen. An eine schnelle Gesundung der Staatshaushalte glauben wir nicht, an eine Krise der privatwirtschaftlichen Unternehmen quasi über Nacht auch nicht, so dass Investoren über kurz oder lang Geld aus den Anleihemärkten abziehen und in die Aktienmärkte investieren. Da die Anleihemärkte deutlich größer sind als die Aktienmärkte, würde schon ein Abfluß von nur 5% bis 10% der Gelder aus den Anleihemärkte und eine Umschichtung in die Aktienmärkte zu starken Kurssteigerungen führen. Und dies würde auch fundamental Sinn machen, denn aufgrund der nahezu weltweit extrem niedrigen Leitzinsen schwimmen sowohl die Unternehmen als auch die Märkte selbst in Geld. Daher haben wir aktuell eine ähnliche Situation wie 1998/1999 nach Asienkrise, LTCM-Krise und Russlandkrise sowie der Angst vor dem angeblich bevorstehenden “Y2K Crash”, als die Federal Reserve (FED) unter Greenspan die Leitzinsen ebenfalls sehr lange sehr niedrig hielt. Was folgte war die bekannte “Dotcom Bubble”, eine “Asset Inflation” in bis dahin kaum gekanntem Ausmaß.
Alles in allem also sehr gute Aussichten für die Aktienmärkte! Und besonders für den DAX, denn viele deutsche Unternehmen profitieren zusätzlich noch von der Krise des Euro. Daher sollte man insbesondere deutsche Aktien jetzt verstärkt in sein Portfolio aufnehmen und wer hier kein Stockpicking betreiben kann oder will, der sollte an schwachen tagen einen DAX ETF ins Auge fassen. Wir empfehlen hier den ETFlab DAX ETF mit der ISIN: DE000ETFL011, den iShares DAX ETF mit der ISIN: DE0005933931 sowie den Source DAX ETF mit der ISIN: DE000A0X80V0. Aber wie gesagt, an schwachen Tagen, am Besten unter 5.800 Punkten im DAX.
Korrektur an den Aktienmärkten beendet? Wir meinen: Ja!
Nachdem der Dow Jones zuletzt von 10.725 Punkte um knapp 8% auf 9.908 Punkte und der DAX von 6.048 Punkte um ca. 10% auf 5.434 Punkte korrigert hat, konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen stabilisieren. Die große Frage, die sich nun alle stellen lautet: War das eine normale Korrektur, die damit beendet ist? Oder hat eine neue, längere Baisse an den Märkten begonnen und wir sehen derzeit nur eine kurzfristige Erholung auf die zuletzt gesehenen Kursverluste…
Nun, unsere grundsätzlich positive Einschätzung kennen Sie. Aber ist diese auch haltbar? Fundamental sicherlich, denn die Wirtschaft erholt sich derzeit und die Bewertungen sind derzeit niedrig. Doch was sagt uns der Chart? Schauen wir uns dazu einmal den 1-Jahres-Chart des Deutschen AktienindeX DAX an!
DAX, Chart, 1 Jahr

Quelle: http://www.ProRealTime.com
Wie man dem Chart entnehmen kann, hat der DAX seit März 2009 einen steilen Aufwärtstrend aufs Parkett gelegt. Dieser wurde jedoch in der Korrekturphase Ende Januar 2010 verlassen. Allerdings gibt es seit November 2009 einen zweiten, (sekundären) Aufwärtstrend, der dem DAX bei 5.405 Punkten Unterstützung bietet. Und mit 5.434 Punkten hat der DAX diesen Support in der Korrekturphase zuletzt ziemlich punktgenau halten können.
US-Notenbank Federal Reserve (FED) erhöht den Diskontsatz – was bedeutet das für die Aktienmärkte?
Wie gestern Abend ca. eine halbe Stunde nach Handelsende an der Wall Street bekanntgegeben wurde, hat die US-Notenbank Federal Reserve (FED) mit Wirkung zum heutigen Freitag, dem 19. Februar 2010, ihren Diskontsatz um 0,25% von zuvor 0,5% auf nun 0,75% angehoben. Wir möchten heute an dieser Stelle analysieren, was dieser Schritt der US-Notenbank unseres Erachtens wirklich bedeutet und welche Auswirkungen er auf die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten haben dürfte. Um dies tun zu können, werden wir Ihnen jedoch zunächst darlegen, was der Diskontsatz eigentlich ist…
Nun, der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem eine Bank Wechsel an die Zentralbank verkaufen kann, um sich so kurzfristig Liquidität zu beschaffen. Der Diskontsatz liegt normalerweise 1% über dem Leitzins, der sogenannten FED Funds Rate. Im Zuge der Finanzkrise jedoch hatte die FED den Abstand zwischen Diskontsatz und Leitzins auf 0,5% reduziert, um so Liquidität in das Finanzsystem zu pumpen und den Bankensektor zu stützen. Denn da sich die Banken untereinander mißtrauten, liehen sie sich kaum noch gegenseitig Geld, so dass die Notenbank einspringen mussten.
Zwei Immobilien ETF gefunden!
Kürzlich hatten wir Ihnen an dieser Stelle ja ein sehr interessantes Interview mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt aus dem “Handelsblatt” vorgestellt. In diesem Interview hatte Herr Erhardt eine unseres Erachtens nach hochinteressante Investmentidee: Wegen des zunehmenden Reichtums in China hat dort nämlich eine sogenannte “Landflucht” eingesetzt, sprich es ziehen immer mehr Chinesen vom Land in die Stadt. Dadurch steigt natürlich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Städten und somit auch die Preise (nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage steigt die Nachfrage derzeit deutlich an, während es ja stets einige Zeit dauert bis neue Wohnungen gebaut werden können, weshalb das Angebot mit dieser Nachfragesteigerung nicht mithalten kann). Daher bietet sich für mittel- bis langfristig orientierte Investoren ein Investment in chinesische Wohnimmobilien an.
Darum haben wir uns, wie angekündigt, auf die Suche nach entsprechenden ETF gemacht. Zwar gibt es keinen 100%ig passenden ETF, also leider keinen ETF der rein auf chinesische Wohnimmobilien setzt, aber doch immerhin zwei ETF, die auf Aktien von asiatischen Immobiliengesellschaften setzen. Da wäre zum Einen der iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia Property Yield Fund mit der ISIN: DE000A0LGQJ9, der jedoch in US$ kotiert ist. Dieser setzt in erster Linie auf die Länder Australien, HongKong (China) und Japan. Der China Anteil (HongKong) liegt dabei bei fast 50%.
Jens Erhardt wird vorsichtig… und hat eine gute Investmentidee!
Kürzlich haben wir Ihnen hier im Blog ein Interview mit dem bekannten Vermögensverwalter Gottfried Heller mit dem “Handelsblatt” präsentiert. Darin äußerte sich Herr Heller, seines Zeichens ein Freund des “Börsenaltmeisters” André Kostolany, sehr positiv was die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten angeht. Zwar sei kurzfristig eine etwa 10%ige Korrektur jederzeit möglich, der generelle Aufwärtstrend bleibe aber noch längere Zeit intakt. Das Timing zur Ansage einer “Korrektur”, sofern es dann dabei bleiben wird, hätte besser kaum sein können, denn just seit diesem Interview hat der Dow Jones mehr als 500 Punkte oder ca. 5% und der DAX knapp 400 Punkte oder mehr als 6% korrigiert. Nimmt man Herrn Heller beim Wort und geht die Korrektur in diesem Tempo weiter, wäre spätestens Mitte Februar ein sehr guter Einstiegszeitpunkt erreicht…
Doch es gibt auch warnende Stimmen! So hat das “Handelsblatt” nur wenige Tage nach dem o.g. Interview mit Herrn Gottfried Heller ein weiteres sehr interessantes Interview, diesmal mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt, veröffentlicht. Und Herr Erhardt sieht die Märkte komplett anders als Herr Heller. So gibt Herr Erhardt in diesem Interview unumwunden zu, zuletzt die Aktienquote in seinen Fonds deutlich gesenkt zu haben. Denn anders als Herr Heller erwartet er nach Auslaufen der staatlichen Stützungspakete keinen selbsttragenden Aufschwung, zumindest nicht in den Industrieländern. Daher habe er die Aktienquote reduziert und die Anleihequote erhöht, wobei er jedoch auf Unternehmensanleihen von erstklassigen Unternehmen setze. Bei der Asset Allocation empfehle er aktuell 50% Aktien, 20% Anleihen und 10% Gold (die restlichen 20% Cashreserven). Interessante Aktien seien Bauwerte wie Bilfinger Berger oder Hochtief, die noch längere Zeit von den staatlichen Konjunkturpaketen profitieren dürften. Auch ausgewählte deutsche Nebenwerte wie Aurubis, Lanxess, STO oder Symrise seien interessant.
Vor- und Nachteile von Schwellenländer-ETF am Beispiel Brasilien!
In gleich zwei Artikeln vom 26. Oktober 2009 hat sich “Börse Online” zuletzt mit sogenannten Schwellenländer-ETF befasst. Dabei stellte Autorin Julia Groth in dem Artikel “Schwellenländer-ETFs: Je ferner, desto teurer” zunächst fest, dass die Gesamtkostenquoten für Exchange Traded Funds oft deutlich höher lägen als in Europa, wobei diese Abweichungen nur zum Teil gerechtfertigt seien.
So möge in China vieles billiger sein als in Deutschland, Investoren aber würden dort mehr bezahlen als hier, denn ETF auf chinesische Indizes zählten mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von durchschnittlich 0,65% zu den teuersten überhaupt. ETF auf deutsche Aktienindizes hingegen seien mit einer Gesamtkostenquote von “nur” 0,21% vergleichweise günstig.
Indexfonds, die exotische Branchen oder Regionen abbildeten, seien nach Auswertung der Fondsratingagentur Lipper dabei fast immer teurer als ETF auf Standardindizes entwickelter Märkte und das obwohl bei diesen passiven Anlageverhikeln keine Fondsmanager mühsam die besten Aktien ausfindig machen müssten wie es bei aktiv gemanagten Produkten der Fall sei. Die Anbieter setzten hier wohl auf einen “Gewöhnungseffekt”, da Anleger es ja gewohnt seien für exotischere Produkte mehr zu zahlen, glaubt Detlef Glow von Lipper.
Etwas anders sieht dies der Londoner Lipper-Analyst Ed Moisson. Bei Exotenfonds seien die tatsächlichen Kosten durchaus höher als bei Standardprodukten, da es hier einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und höhere Depotgebühren gebe. So werde in manchen Ländern über eine Börsenzulassungsgebühr der Markteintritt erschwert und auch nachdem ein ETF gestartet sei fielen mitunter noch Zusatzgebühren, wie z.B. Stempelsteuern, an, welche die Anbieter auf den ETF umlegen müssten, so Alexander Mertz, Leiter Fondsmanagements bei iShares.
Auch sei bei den Exoten in der Regel der Spread zwischen An- und Verkaufskurs höher, was die Anbieter gerne mit der geringeren Liquidität erklärten. Doch dies sei nur die halbe Wahrheit, da der Spread keineswegs allein durch Angebot und Nachfrage, sondern auch durch die Preispolitik der Emittenten bestimmt werde, so Sasa Perovic vom Fondsratinghaus Scope. Jeder Anbieter können den Spread künstlich senken oder erhöhen, was bei exotischeren ETF besonders stark zum tragen käme, da hier der Konkurrenzdruck deutlich geringer sei.
In einem weiteren Artikel mit der Überschrift “Schwellenländer-ETFs: Abhängig von wenigen Aktien“beschäftigt sich Autorin Julia Groth dann mit der Zusammensetzung von Schwellenländer-ETF. So hätten bei diesen ETF einzelne Titel oft ein überproportional hohes Gewicht, was zu einer erhöhten Volatilität führe.
Exemplarisch beschreibt Autorin Julia Groth dies am brasilianischen Aktienmarkt, der derzeit alle anderen Börsenplätze in den Schatten stelle. So habe der Morgan Stanley Capital International Brazil (MSCI Brazil) in den letzten Monaten mehr als 100% zugelegt und die entsprechenden ETF so in die Höhe katapultiert. Aktiv gemanagte Produkte kämen bei dieser Kursentwicklung kaum mit. So gewann der DWS Brazil beispielsweise bis Ende September “nur” 93,3%.
Dies liege jedoch nicht daran, dass die DWS-Manager schlechte Arbeit geleistet hätten, so Frau Groth weiter, sondern daran, dass der MSCI Brazil “derartig schief gebaut” sei, dass es aktiv gemanagten Fonds nahezu unmöglich sei ihn in guten Zeiten zu schlagen. So bringe es der Ölkonzern Petrobras auf eine Gewichtung in Höhe von 25% und der Bergbaukonzern Vale (vormals Companhia Vale do Rio Doce, CVRD) immerhin noch auf eine Gewichtung in Höhe von ca. 17% im MSCI Brazil. Und diese beiden Unternehmen seien in erster Linie verantwortlich für die starke Kursrally des MSCI Brazil und somit der ETF auf den MSCI Brazil. Aktive Fonds hingegen könnten, selbst wenn sie wollten, dies gar nicht darstellen. Denn laut Investmentgesetz dürften aktive Fondsmanager nicht mehr als 10% an einem einzelnen Titel kaufen; was auf den ersten Blick ein Vorteil für Indexfonds sei.
Allerdings nur auf den ersten Blick, denn Anleger würden mit einem Länder-ETF auf Brasilien so ja gar nicht den brasilianischen Markt kaufen, sondern größtenteils nur die Aktien von Petrobras und Vale. Und diese Einzeltitel können den ETF bei schlechter Kursentwicklung dann genauso schnell extrem abstürzen lassen, wie sie ihn zuvor nach oben katapultierten.
Frau Groth will dabei ETF keineswegs schlecht reden und weist deshalb darauf hin, dass solche “Gewichtungsprobleme” in erster Linie – bei den allerdings immer beliebter werdenden – Schwellenländer-ETF auftreten würden. Gerade hier aber hielten Branchenexperten aktiv gemanagte Fonds für die bessere Alternative – auch, aber nicht nur wegen dieser angesprochenen “Klumpenrisiken”. So würde Detlef Glow von der Fondsratingagentur Lipper für langfristige Engagements in solchen “Emerging Markets” immer einen aktiven Fonds bevorzugen, denn je ineffizienter die Märkte seien, umso eher könne ein aktiver Fondsmanager sie auch schlagen.
Darüber hinaus spreche auch das politische Risiko solcher Schwellenländer für aktiv gemanagte Fonds. Denn wenn eine Regierung plötzlich ein Gesetz ändere oder im Zuge eines Putsches entmachtet werde, so könnten von einem auf den anderen Tag ganze Branchen ins Wanken geraten. Aktiv gemanagte Fonds könnten solchen Risiken oft ausweichen, Indexfonds nicht, gibt Analyst Christian Michel von der Ratingagentur Feri Eurorating daher zu bedenken. Hinzu käme der Umstand, dass in solchen Ländern oft wenig Handel stattfinde. Fehle es an den Börsen an Handelsteilnehmern und verkauften zugleich mehrere ETF-Anleger zugleich ihre Anteile, so würden dadurch die Aktienkurse sehr schnell unter Druck geraten, so Detlef Glow von Lipper.
Analyst Christian Michel von Feri Eurorating hält ETF in Schwellenländern daher hauptsächlich für Dachfondsmanager und andere institutionelle Investoren, die diese weniger als langfristige Renditebringer und mehr als taktisches Instrument einsetzen würden, für geeignet. Privatanleger seien hingegen in diesen Fällen mit aktiv gemanagten Fonds oft besser beraten, denn “manchmal wisse ein Fondsmanager eben doch am Besten, wo man investieren sollte”, wird Michel zitiert.
Unseres Erachtens zwei sehr gute Artikel von Frau Groth von “Börse Online“, in der Sie sich durchaus kritisch mit sogenannten Schwellenländer-ETF auseinandersetzt und sowohl die Vor- als aber auch die Nachteile dieser ETF herausarbeitet. Einzig das Frau Groth die Performance der ETF auf den MSCI Brazil nur mit der Performance des DWS Brazil vergleicht und nicht weitere aktive Fonds in Ihren Vergleich mit einbezieht, fällt uns hier etwas negativ auf…
Ein (vorerst) letztes Wort zur Solarbranche und wie Indexfonds funktionieren…
Nachdem wir gestern im Zuge unserer Bewertung des Bundestagswahlergebnis dazu rieten bei den Aktien bzw. ETF der “Erneuerbaren Energien” Ruhe zu bewahren und nicht sofort in Panik zu verkaufen, da es insbesondere unter den Projektierern wie Payom Solar und/oder Phoenix Solar auch Gewinner geben dürfte, kam dann kurz darauf die Payom Solar mit folgender Adhoc Meldung heraus. Darin heißt es, dass die Payom Solar die Analystenschätzungen bereits im 3. Quartal 2009 übertroffen habe und auch im 4. Quartal mit einem anhaltend hohen Wachstum rechne. Die Aktie schoss daraufhin natürlich sofort um bis zu 10% nach oben und ging immerhin noch mit Gewinnen von +5% aus dem Handel. Sie sehen also, dass wir wohl auch hier richtig liegen dürften und bleiben daher positiv für die Solarbranche gestimmt…
Doch das soll es erstmal zur Solarbranche gewesen sein und daher kommen wir zu einem interessanten Artikel aus der “Financial Times Deutschland“, FTD.de. Hier heißt es unter der Überschrift “Wie Indexfonds funktionieren“, dass Indexfonds auch unter Vermögensverwaltern immer mehr Zuspruch finden – schon allein, weil sie günstig seien und das Privatanleger den Profis nacheifern können. So seien Indexfonds nicht nur günstig, sondern bildeten anders als aktiv gemanagte Fonds einen Markt nahezu 1:1 ab, weshalb immer mehr Vermögensverwalter Indexfonds für ihre Strategie nutzen würden, um so noch gezielter in bestimmte Märkte investieren zu können. Im Folgenden wird dann anhand der Vermögensverwaltung Dr. Seibold Capital sowie des Wealth Managements der Schweizer Großbank UBS erläutert, warum diese verstärkt auf ETF setzen.
Banken, Biotechs, Japan und Solarwerte bleiben unsere Favoriten!
Als wir mit dem Start dieses Blogs im März 2009 dazu rieten, auf Banken ETF zu setzen, haben wohl viele Leute gelacht und uns jeglichen Börsenverstand abgesprochen. Was folgte war eine fulminante Kursrally der Bankaktien sowie Banken ETF, die sich zum Teil innerhalb kürzester Zeit verdoppeln konnten. Daher empfahlen wir dann im Mai, auch mal ein paar Gewinne bei den Banken ETF mitzunehmen, ohne diese jedoch gänzlich zu verkaufen. Und auch dieser Ratschlag war richtig, denn im Mai/Juni sahen wir dann eine kleine Korrektur, bevor sich die Kursrally der Bankaktien fortsetzte.
Genau in dieser “schwierigeren” Börsenzeit im Mai/Juni rieten wir dann, Biotech ETF und “Erneuerbare Energien ETF”, insbesondere wegen der Solarwerte, zu kaufen. Dabei spekulierten wir kurzfristig auf das ASCO Meeting und mittel- bis langfristig auf eine Übernahmewelle im Biotechsektor, da viele “Big Pharmas” keine Nachfolgemedikamente für ihre Blockbuster in der Pipeline hatten (und bis heute haben). Und tatsächlich folgten einige gute Nachrichten (z.B. Human Genome Sciences, HGSI) sowie Übernahme (der Kauf von Medarex, MEDX durch Bristol-Myers Squibb, BMY) und die Biotech ETF starteten durch. Und auch die Branche der “Erneuerbaren Energien” entwickelte sich zunächst ganz gut.
Japan ETF – jetzt kaufen! Solarbranche – nicht verunsichern lassen!
Liebe Leser und Leserinnen, wir haben ja den iShares MSCI Japan mit der ISIN: DE000A0DPMW9 kürzlich auf unsere Beobachtungsliste gesetzt, ohne ihn jedoch sofort zu kaufen, da wir kurzfristig eine Korrekturbewegung an den Aktienmärkten weltweit und demzufolge auch in Japan erwarteten. So hofften wir den o.g. ETF auf den japanischen Aktienmarkt etwas günstiger bekommen zu können.
Nun, die erwartete Korrekturbewegung haben wir Ende letzter/Anfang dieser Woche zwar gesehen und besonders auch der japanische Aktienmarkt geriet dabei auch deutlicher unter Druck – so verlor der Nikkei-225 von seinem zwischenzeitlich erreichten Hoch bei fast 10.600 Punkten immerhin ca. 350 Punkte. Der von uns herausgesuchte ETF aber machte diese Korrekturbewegung nicht mit und präsentierte sich stabil knapp unter der Marke von 7,00 Euro. Daher ist nun nicht mehr davon auszugehen, dass wir das Glück haben werden, den ETF günstiger einkaufen zu können, so dass wir zum aktuellen Kurs von 6,92 Euro zugreifen würden.
Größter Gold ETF Investor steigt bei Aktien der US-Banken ein!
Die Börsen dieser Welt steigen unter großer Unsicherheit weiter und weiter, so könnte man die aktuelle Situation an den internationalen Aktienmärkten beschreiben. So kam heute morgen die Meldung, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im 2. Quartal erstmals wieder positiv ausgefallen sei, so dass viele Medien das Ende der Rezession ausriefen und der DAX dementsprechend zulegen konnte. Als dann auch noch die Meldung kam, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Frankreich im 2. Quartal wieder positiv ausgefallen sei, schien der Markt kein Halten mehr zu kennen.
Doch der “Wermutstropfen” ließ nicht lange auf sich warten und zwar heute in Form schwacher Konjunkturdaten (Einzelhandelsumsätze, Arbeitsmarktdaten) aus den USA und der DAX gab infolge dessen fast seine gesamten Gewinne wieder ab. Jedoch zeigt sich derzeit, dass Anleger anscheinend jeden noch so kleinen Kursrücksetzer zum Aufbau bzw. Ausbau von Positionen zu nutzen scheinen, denn jede noch so kleine Schwäche wird sofort gekauft. Eine vergleichbare Situation haben wir das letzte Mal im Zuge der “New Economy Bubble” anno 1999/2000 gesehen und die heutige Situation ist in vielen Teilen mit der damaligen vergleichbar. Denn auch damals gab es, wegen der irrationalen “Y2K Angst”, extrem niedrige Leitzinsen, so dass immer mehr Geld an die Aktienmärkte strömte, was eben zu besagter “Bubble” führte. Insofern gehen wir, wie bereits mehrfach angesprochen, auch weiterhin davon aus, dass wir uns bereits seit März 2009 wieder in einem neuen “Bullenmarkt” befinden. Dennoch haben wir uns dazu entschieden, den zuletzt vorgestellten Japan ETF noch nicht zu kaufen, denn wir hoffen hier einfach nochmal auf einen schwachen Tag!
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