Archiv für die Kategorie ‘Aktienfonds’
Die Aktienmärkte werden weiter steigen, aber…
Der letzte Blogeintrag hier bei ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog datiert vom 11. Mai 2010 und liegt damit nun schon mehr als 4 wochen zurück. Dies ist eigentlich nicht unsere Absicht und soll bzw. wird sich in Zukunft wieder verbessern, aber in diesem Fall war es durchaus auch nicht ganz unbeabsichtigt, mal längere Zeit nichts zu schreiben. Denn wir haben ein “Sommerloch” an der Börse erwartet und dieses “Sommerloch” sehen wir derzeit auch. So schwankt zum Beispiel der DAX zwischen 5.700 Punkten auf der Unterseite und 6.300 Punkte auf der Oberseite und dieser enge Tradingmarkt ist nicht unbedingt ideal, um ihn mit ETF abzubilden. Denn grundsätzlich sind ETF eben immer noch Fonds (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds) und in Fonds investiert man besser langfristig, auch wenn dies einige institutionelle Investoren anders sehen und mit ETF traden, was bei größeren Investitionen ja durchaus auch sinnvoll sein kann (denn 10% Gewinn bei einem Anlagevolumen von 5 Mio. Euro sind eben auch 0,5 Mio. Euro).
Doch wir können und wollen natürlich auch nicht den ganzen Sommer über “untätig” bleiben und daher werden wir uns auch in diesen lauen Sommermonaten nun hin und wieder zu Wort melden. Vorwiegend natürlich dann, wenn es an der Börse einen oder mehrere schwache Tage gab, denn schwache Tage sind aus unserer Sicht Kauftage. Denn wie schon in der Überschrift des heutigen Artikels angekündigt, gehen wir davon aus, dass auf das jetzige “Sommerloch” steigende Kurse an den Aktienmärkten folgen werden und wir möchten Ihnen unsere Gründe für diese Einschätzung auch nicht vorenthalten.
Zunächst einmal ist festzustellen: Aufgrund der Bankenrettungs- und Konjunkturpakete sehen die Staatshaushalte vieler westlicher Industrienationen, allen voran jene der USA und Grobritannien, alles anders als gut aus. Zugleich jedoch sehen die Bilanzen privater Großkonzerne wie Daimler, Siemens oder Wal-Mart sehr gut aus. Während wir jedoch in den letzten Monaten eine regelrechte Kursrallye an den Anleihemärkten gesehen haben, die die Rendite auf US-Staatsanleihen auf Rekordtiefstände gedrückt hat, haben sich die Aktienmärkte nach einer ersten kräftigen Erholung zuletzt eher seitwärts entwickelt. Damit stehen die fundamentalen Entwicklungen (kranke Staatshaushalte, gesunde privatwirtschaftliche Unternehmen) jedoch im krassen Widerspruch zu den Entwicklungen an den Aktienmärkten (Kursrallye an den Anleihemärkten, Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten). Diese “Fehlentwicklung” muss und wird sich daher über kurz oder lang auflösen und zwar entweder, indem die Staatshaushalte gesunden oder aber indem Investoren Geld aus den Anleihemärkten abziehen und die privatwirtschaftlichen Unternehmen in eine Krise geraten oder die Aktienmärkte steigen. An eine schnelle Gesundung der Staatshaushalte glauben wir nicht, an eine Krise der privatwirtschaftlichen Unternehmen quasi über Nacht auch nicht, so dass Investoren über kurz oder lang Geld aus den Anleihemärkten abziehen und in die Aktienmärkte investieren. Da die Anleihemärkte deutlich größer sind als die Aktienmärkte, würde schon ein Abfluß von nur 5% bis 10% der Gelder aus den Anleihemärkte und eine Umschichtung in die Aktienmärkte zu starken Kurssteigerungen führen. Und dies würde auch fundamental Sinn machen, denn aufgrund der nahezu weltweit extrem niedrigen Leitzinsen schwimmen sowohl die Unternehmen als auch die Märkte selbst in Geld. Daher haben wir aktuell eine ähnliche Situation wie 1998/1999 nach Asienkrise, LTCM-Krise und Russlandkrise sowie der Angst vor dem angeblich bevorstehenden “Y2K Crash”, als die Federal Reserve (FED) unter Greenspan die Leitzinsen ebenfalls sehr lange sehr niedrig hielt. Was folgte war die bekannte “Dotcom Bubble”, eine “Asset Inflation” in bis dahin kaum gekanntem Ausmaß.
Alles in allem also sehr gute Aussichten für die Aktienmärkte! Und besonders für den DAX, denn viele deutsche Unternehmen profitieren zusätzlich noch von der Krise des Euro. Daher sollte man insbesondere deutsche Aktien jetzt verstärkt in sein Portfolio aufnehmen und wer hier kein Stockpicking betreiben kann oder will, der sollte an schwachen tagen einen DAX ETF ins Auge fassen. Wir empfehlen hier den ETFlab DAX ETF mit der ISIN: DE000ETFL011, den iShares DAX ETF mit der ISIN: DE0005933931 sowie den Source DAX ETF mit der ISIN: DE000A0X80V0. Aber wie gesagt, an schwachen Tagen, am Besten unter 5.800 Punkten im DAX.
KBW Bank Index mit charttechnischem Ausbruch!
Als wir vor mehr als einem Jahr zunächst an dieser Stelle und wenig später nochmals an dieser Stelle den KBW Bank Index charttechnisch analysiert haben, kamen wir zu einem positiven Ergebnis, denn dieser wichtige Index hatte damals seinen Abwärtstrend durchbrochen. Kürzlich hatten wir an dieser Stelle dann angekündigt, diesen KBW Bank Index nun erneut charttechnisch unter die Lupe nehmen zu wollen und heute ist es nun soweit. Doch bevor wir dazu kommen, haben wir Ihnen erst einmal eine Tabelle mitgebracht, aus welchen Aktien dieser KBW Bank Index eigentlich besteht und wie diese genau gewichtet sind:
| Bank of America Corp., BAC | 9,24% |
| Bank of New York Mellon, BK | 4,24% |
| BB&T Corporation, BBT | 4,33% |
| Capital One Financial Corp., COF | 3,7% |
| Citigroup, C | 7,88% |
| Comerica Inc., CMA | 3,52% |
| Commerce Bancshares Inc., CBSH | 1,96% |
| Cullen/Frost Bankers Inc., CFR | 2,05% |
| Fifth Third Bancorp., FITB | 3,95% |
| Huntington Bancshares Inc., HBAN | 3,83% |
| JPMorgan Chase & Co., JPM | 7,58% |
| KeyCorp, KEY | 2,84% |
| Marshall & Ilsley Corp., MI | 3,48% |
| M&T Bank Corporation, MTB | 4,06% |
| Northern Trust Corp., NTRS | 2,42% |
| People’s United Financial Inc., PBCT | 2,07% |
| PNC Financial Services Group, PNC | 3,17% |
| Regions Financial Corporation, RF | 4,36% |
| State Street Corporation, STT | 3,52% |
| SunTrust Banks Inc., STI | 4,34% |
| Synovus Financial Corp., SNV | 1,6% |
| U.S. Bancorp, USB | 6,33% |
| Wells Fargo & Company, WFC | 6,82% |
| Zions Bancorporation, ZION | 2,72% |
Nachdem damit nun klar ist, dass wirklich die wichtigsten amerikanischen Bankaktien in diesem Index enthalten sind, schauen wir uns nun den Chart des KBW Bank Index an.

KBW Bank Index
Quelle: Yahoo! Finance
Wie man dem Chart entnehmen kann, folgte auf den ersten, starken Anstieg des KBW Bank Index seit März 2009 eine Korrektur in Form einer sogenannten Flaggenformation. Dann folgte ein weiterer Anstieg sowie eine längere Konsolidierung in einer breiten Spanne zwischen etwa 40 Punkten auf der Unterseite sowie etwa 50 Punkten auf der Oberseite.
Aktienmärkte haussieren weiter – der expansiven Geldpolitik sei Dank!
In unserem letzten Blogeintrag vor 2 Wochen hatten wir uns ja ausführlich mit der charttechnischen Situation des DAX beschäftigt. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass die Anfang Februar gestartete Korrektur bald vorbei sein und der DAX in Richtung 6.000 Punkte laufen sollte. Viel genauer hätten wir nicht treffen können, denn der DAX notiert aktuell nur noch wenige Pünktchen unter der 6.000 Punkte Marke. Doch wie geht es nun weiter?
Nun, wir predigen es hier schon seit langer Zeit und es bleibt dabei: Solange die Geldpolitik der Notenbanken weltweit derart expansiv ist wie derzeit noch immer, solange sollten die Aktienmärkte auch weiter haussieren. Denn die Notenbanken stellen durch ihre expansive Geldpolitik Unmengen an Liquidität zur Verfügung und dieses Geld muss irgendwo hinfließen. Zum Teil mag dieses Geld in Gold fließen, weshalb der Goldpreis aktuell kurz vor neuen Allzeithochs notiert. Zum Teil mag dieses Geld auch in Rohstoffe wie Öl fließen, weshalb auch der Ölpreis schon wieder fundamental gesehen zu teuer geworden ist, aber zu einem ganz großen Teil fließt dieses Geld eben in den Aktienmarkt und wird dies, je länger die Kursrallye dort andauert, auch immer mehr tun. Denn Gold bringt keine Zinsen und sowohl eine Immobilienblase als auch eine Rohstoffblase (insbesondere eine Ölpreisblase) sind ja gerade erst geplatzt. Zudem sind viele Aktien noch immer günstig bewertet, da die Aktienmärkte sehr stark unter der Finanzkrise gelitten haben, besonders übrigens Aktien von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen.
Korrektur an den Aktienmärkten beendet? Wir meinen: Ja!
Nachdem der Dow Jones zuletzt von 10.725 Punkte um knapp 8% auf 9.908 Punkte und der DAX von 6.048 Punkte um ca. 10% auf 5.434 Punkte korrigert hat, konnten sich die Aktienmärkte in den letzten Tagen stabilisieren. Die große Frage, die sich nun alle stellen lautet: War das eine normale Korrektur, die damit beendet ist? Oder hat eine neue, längere Baisse an den Märkten begonnen und wir sehen derzeit nur eine kurzfristige Erholung auf die zuletzt gesehenen Kursverluste…
Nun, unsere grundsätzlich positive Einschätzung kennen Sie. Aber ist diese auch haltbar? Fundamental sicherlich, denn die Wirtschaft erholt sich derzeit und die Bewertungen sind derzeit niedrig. Doch was sagt uns der Chart? Schauen wir uns dazu einmal den 1-Jahres-Chart des Deutschen AktienindeX DAX an!
DAX, Chart, 1 Jahr

Quelle: http://www.ProRealTime.com
Wie man dem Chart entnehmen kann, hat der DAX seit März 2009 einen steilen Aufwärtstrend aufs Parkett gelegt. Dieser wurde jedoch in der Korrekturphase Ende Januar 2010 verlassen. Allerdings gibt es seit November 2009 einen zweiten, (sekundären) Aufwärtstrend, der dem DAX bei 5.405 Punkten Unterstützung bietet. Und mit 5.434 Punkten hat der DAX diesen Support in der Korrekturphase zuletzt ziemlich punktgenau halten können.
US-Notenbank Federal Reserve (FED) erhöht den Diskontsatz – was bedeutet das für die Aktienmärkte?
Wie gestern Abend ca. eine halbe Stunde nach Handelsende an der Wall Street bekanntgegeben wurde, hat die US-Notenbank Federal Reserve (FED) mit Wirkung zum heutigen Freitag, dem 19. Februar 2010, ihren Diskontsatz um 0,25% von zuvor 0,5% auf nun 0,75% angehoben. Wir möchten heute an dieser Stelle analysieren, was dieser Schritt der US-Notenbank unseres Erachtens wirklich bedeutet und welche Auswirkungen er auf die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten haben dürfte. Um dies tun zu können, werden wir Ihnen jedoch zunächst darlegen, was der Diskontsatz eigentlich ist…
Nun, der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem eine Bank Wechsel an die Zentralbank verkaufen kann, um sich so kurzfristig Liquidität zu beschaffen. Der Diskontsatz liegt normalerweise 1% über dem Leitzins, der sogenannten FED Funds Rate. Im Zuge der Finanzkrise jedoch hatte die FED den Abstand zwischen Diskontsatz und Leitzins auf 0,5% reduziert, um so Liquidität in das Finanzsystem zu pumpen und den Bankensektor zu stützen. Denn da sich die Banken untereinander mißtrauten, liehen sie sich kaum noch gegenseitig Geld, so dass die Notenbank einspringen mussten.
Zwei Immobilien ETF gefunden!
Kürzlich hatten wir Ihnen an dieser Stelle ja ein sehr interessantes Interview mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt aus dem “Handelsblatt” vorgestellt. In diesem Interview hatte Herr Erhardt eine unseres Erachtens nach hochinteressante Investmentidee: Wegen des zunehmenden Reichtums in China hat dort nämlich eine sogenannte “Landflucht” eingesetzt, sprich es ziehen immer mehr Chinesen vom Land in die Stadt. Dadurch steigt natürlich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Städten und somit auch die Preise (nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage steigt die Nachfrage derzeit deutlich an, während es ja stets einige Zeit dauert bis neue Wohnungen gebaut werden können, weshalb das Angebot mit dieser Nachfragesteigerung nicht mithalten kann). Daher bietet sich für mittel- bis langfristig orientierte Investoren ein Investment in chinesische Wohnimmobilien an.
Darum haben wir uns, wie angekündigt, auf die Suche nach entsprechenden ETF gemacht. Zwar gibt es keinen 100%ig passenden ETF, also leider keinen ETF der rein auf chinesische Wohnimmobilien setzt, aber doch immerhin zwei ETF, die auf Aktien von asiatischen Immobiliengesellschaften setzen. Da wäre zum Einen der iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia Property Yield Fund mit der ISIN: DE000A0LGQJ9, der jedoch in US$ kotiert ist. Dieser setzt in erster Linie auf die Länder Australien, HongKong (China) und Japan. Der China Anteil (HongKong) liegt dabei bei fast 50%.
Jens Erhardt wird vorsichtig… und hat eine gute Investmentidee!
Kürzlich haben wir Ihnen hier im Blog ein Interview mit dem bekannten Vermögensverwalter Gottfried Heller mit dem “Handelsblatt” präsentiert. Darin äußerte sich Herr Heller, seines Zeichens ein Freund des “Börsenaltmeisters” André Kostolany, sehr positiv was die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten angeht. Zwar sei kurzfristig eine etwa 10%ige Korrektur jederzeit möglich, der generelle Aufwärtstrend bleibe aber noch längere Zeit intakt. Das Timing zur Ansage einer “Korrektur”, sofern es dann dabei bleiben wird, hätte besser kaum sein können, denn just seit diesem Interview hat der Dow Jones mehr als 500 Punkte oder ca. 5% und der DAX knapp 400 Punkte oder mehr als 6% korrigiert. Nimmt man Herrn Heller beim Wort und geht die Korrektur in diesem Tempo weiter, wäre spätestens Mitte Februar ein sehr guter Einstiegszeitpunkt erreicht…
Doch es gibt auch warnende Stimmen! So hat das “Handelsblatt” nur wenige Tage nach dem o.g. Interview mit Herrn Gottfried Heller ein weiteres sehr interessantes Interview, diesmal mit dem Vermögensverwalter Herrn Jens Erhardt, veröffentlicht. Und Herr Erhardt sieht die Märkte komplett anders als Herr Heller. So gibt Herr Erhardt in diesem Interview unumwunden zu, zuletzt die Aktienquote in seinen Fonds deutlich gesenkt zu haben. Denn anders als Herr Heller erwartet er nach Auslaufen der staatlichen Stützungspakete keinen selbsttragenden Aufschwung, zumindest nicht in den Industrieländern. Daher habe er die Aktienquote reduziert und die Anleihequote erhöht, wobei er jedoch auf Unternehmensanleihen von erstklassigen Unternehmen setze. Bei der Asset Allocation empfehle er aktuell 50% Aktien, 20% Anleihen und 10% Gold (die restlichen 20% Cashreserven). Interessante Aktien seien Bauwerte wie Bilfinger Berger oder Hochtief, die noch längere Zeit von den staatlichen Konjunkturpaketen profitieren dürften. Auch ausgewählte deutsche Nebenwerte wie Aurubis, Lanxess, STO oder Symrise seien interessant.
Branchen ETF im Kreuzfeuer der Kritik!?
Heute möchten wir einen Artikel der “Financial Times Deutschland“, FTD.de, aufgreifen, der sich kritisch mit dem Thema Branchen ETF auseinandersetzen will. Im dem Artikel von Frau Julia Groth, der die Überschrift “Indexfonds: Immer dem Trend hinterher” trägt, heißt es: “Branchen-ETFs versprechen Rendite, machen Anlegern aber auch viel Arbeit. Denn kaum ein Wirtschaftssektor gehört mehrere Jahre in Folge zu den Gewinnern. Privatanleger erkennen die Trends häufig zu spät und rennen so hinterher.”
Dann schießt sich die Autorin auf Branchen ETF ein, da “kaum ein Wirtschaftssektor mehrere Jahre in Folge zu den Gewinnern gehören würde” und “Anleger, die auf Branchen ETF setzten, ihr Portfolio ständig nachjustieren müssten.” Institutionelle Anleger nutzten Sektoren ETF in aller Regel daher nur als Beimischung, weil sich mit diesen gezielter investieren lasse als mit breit gestreuten Länder oder Regionen ETF. Da jedoch, wenn es einer Branche nicht gut gehe, fast alle Aktien dieser Branche fallen würden, sollten Privatanleger vorsichtig sein. Zumal Privatanleger oftmals dem Trend nur hinterher laufen und daher zu spät investieren würden.
Aller Kritik zum Trotz bleiben ETF eine gute Sache!
Zuletzt schiesst sich die Presse, wohl auch da Fondsgesellschaften wie ComInvest, Deka oder DWS gute Werbekunden sind, zunehmend auf Exchange Traded Funds (ETF) ein. Wir haben in diesem Blog diese zum Teil ja auch sehr berechtigte Kritik, wie Sie heute z.B. auch “Die Welt Online” in Ihrem Artikel “Katerstimmung nach der Party” äußert, immer aufgenommen, denn wir waren ja selbst die Ersten, die an dieser Stelle kritisierten, dass viele Banken die ETF als Ersatz für den nach der Lehman Pleite zusammengebrochenen Zertifikatemarkt sieht und zum Teil wirklich absurde Produkte auflegt. Doch irgendwann muss es mit dieser Kritik dann auch mal gut sein; zumal das Produkt ETF ja nichts dafür kann, dass manche Banken es “mißbrauchen”. Denn wie “Die Welt Online” in ihrem Artikel “Die ETF-Idee: Billig und leicht zu verstehen” genauso richtig schreibt, ist die Grundidee der ETF leicht zu verstehen und ETF sind aufgrund ihres passiven Charakters auch billig, im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds.
Doch damit genug zu den Artikeln der “Die Welt Online” und zu unseren Empfehlungen. Hier hatten wir Ihnen gestern nahe gelegt, den Banken ETF ComStage ETF Dow Jones STOXX® 600 Banks TR mit der ISIN LU0378435399 unter 40 Euro (nach)zukaufen und ohne uns selbst loben zu wollen war dieser Einstieg recht gut getimed. Denn heute stiegen die großen US-Leitindizes Dow Jones und NASDAQ Composite, unter anderem auch getrieben von Bankaktien wie der Aktie der Bank of America, deutlich. Und demzufolge dann auch der ComStage ETF Dow Jones STOXX® 600 Banks TR, der damit wieder über der 40 Euro Marke notiert.
Banken ETF – die nächste (Kauf)Chance!
Nachdem wir uns ja gestern ausführlich mit den Auswüchsen des ETF Marktes befasst haben, unsere Leser und Leserinnen sich aber konkrete ETF Empfehlungen wünschen, wollen wir heute seit längerer Zeit wieder einen konkreten ETF empfehlen. Allerdings ist dies kein unbekannter ETF, sondern ein ETF, den regelmäßige Leser und Leserinnen schon kennen dürften. Zuletzt hatten wir uns mit konkreten ETF Empfehlungen bewusst zurückgehalten, da wir eine Konsolidierung des Marktes erwarteten und diese ist ja dann auch eingetreten. Nachdem die Märkte zuletzt aber wie erwartet korrigiert haben, sollte sich nun der Aufwärtstrend weiter fortsetzen und einer der favorisierten Sektoren für die weitere Kursrally waren, sind und bleiben die Banken.
Bevor wir jedoch zu dem entsprechenden ETF kommen, noch kurz ein Verweis zu einer Meldung, die soeben von unseren Kollegen von DasInvestment.com verbreitet wurde. Und zwar berichten die Kollegen, dass eines der größten Brokerhäuser der Welt, Charles Schwab, ins ETF Geschäft einsteigt. Schwerpunkt der ersten vier ETF, die Charles Schwab an der New York Stock Exchange einführt, ist dabei der Heimatmarkt des Unternehmens, die USA. Ein ETF bildet dabei den breiten US-Aktienmarkt ab, einer die US-Standardwerte, einer US-Nebenwerte und der vierte investiert in globale Aktien. Im Dezember soll dann ein ETF auf Aktien aus Schwellenländern, ein ETF auf internationale Nebenwerte, ein ETF auf Standardwerte sowie je eine Growth- und Value-Variante des US-Standardaktien-ETF folgen.
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