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Archiv für Februar 2012

Die ETF-Branche hat auch weiterhin einen schweren Stand

Dienstag, 14. Februar 2012, 9:58
Autor: ETFSuche

Die sogenannten börsenorientierten Indexfonds (ETFs) werden in einem Papier der ETF-Spezialistin Ursula Marchioni als nach wie vor schwieriger Sektor auf dem Finanzmarkt beschrieben. Marchioni arbeitet für die Schweizer Bank Credit Suisse und ist dort in erster Linie für ETFs zuständig. Ihrer Aussage nach, die am Montag veröffentlicht wurde, ist das Umfeld der Branche nach wie vor sehr kompliziert, weiter  äußerte sich die Finanzexpertin so: “Immer noch gibt es starke Gegenströme”. Als Gründe für die schwierige Situation gab sie in erster Linie die weltweit vorhandenen konjunkturellen Unsicherheiten und die nach wie vor nicht ausgestandene Schuldenkrise in Europa an. Diese Faktoren führten in der Folge dazu, dass sich potentielle Anleger bezüglich Investitionen in ETFs deutlich zurückhaltender zeigten.

Die Credit Suisse zählt zu den größten Anbietern der börsenindexierten Indexfonds und rangiert auf Platz vier der Rangliste. Diese wird anhand des verwalteten Vermögens aufgestellt.
Entgegen der schlechten Prognose erwartet die Bank an und für sich jedoch einen Zuwachs an Investoren, da die Vorschläge zu der künftigen Vorgehensweise mit den ETFs durch die Regulierungsbehörden der Europäischen Union wider Erwarten zurückhaltender ausgefallen sind. Viele Experten hatten mit weit strengeren Reglementierungen gerechnet. Laut Marcioni sollte gerade der eher zurückaltende Umgang der EU Finanzaufsicht ESMA dazu dienen, “die Bedenken der Investoren zu verringern”.

Der europäische Markt für ETFs ist nach Angaben der Deutschen Bank im Geschäftsjahr 2011 um ein Prozent geschrumpft, was zwei Gründe hat: zum einen sind die Kurse von Aktien und Wertpapieren als Folge der Unsicherheiten durch die europäische Finanzkrise insgesamt gesunken. Zum anderen führte diese Unsicherheit zu einem äußerst zurückhaltenden Investitionsverhalten der Anleger. Seit der Einführung der ETFs war 2011 das erste Jahr, in dem der Markt kleiner geworden ist. Im Gegensatz dazu war der Januar 2012 bislang durchaus positiv. Auch wenn die Credit Suisse keine konkreten Prognosen für 2012 abgeben wollte, erwartet das Institut doch für 2012 ein insgesamt positives Jahr für die ETF-Industrie in Europa.

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Zu Jahresbeginn wurden die börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Funds – kurz ETFs) in den USA ungewöhnlich stark nachgefragt. Damit ist das ETF-Geschäft so stark wie noch nie in einem Januar gewesen. Wie Zahlen der Deutschen Bank vom Montag zeigen, investierten Anleger unter dem Strich insgesamt 28 Mrd. Dollar frisches Kapital in die börsennotierten Indexfonds. Damit wird das Geschäft mit dem fünftstärksten monatlichen Zufluss seit Beginn der Erhebungen im Jahre 1993 belebt. Ein großer Anteil dieses Geldes sei laut Deutscher Bank an Aktien-ETFs gegangen. Vor allem der US-Aktienmarkt und globale Indizes mit zyklischen Werten profitierten von dem frischen Geld.

Auch wenn die Zuflüsse in börsennotierte Indexfonds zu Jahresanfang regelmäßig besonders stark sind, überrascht der Januar 2012 mit seiner ungewöhnlichen hohen Nachfrage. Zum Anfang eines jeden Jahres stellen Investoren ihre Portfolios neu auf und regen so das Aktiengeschäft an. Aber auch ohne diesen alljährlichen saisonalen Effekt sind die Zuwächse in diesem Januar außergewöhnlich hoch. In Fachkreisen wird dies mit der anhaltenden Kursrally am Aktienmarkt begründet. Viele neue Anleger wollen von den Möglichkeiten am Aktienmarkt profitieren und setzen auf die börsennotierten Indexfonds. Banken bieten an, die vielfältigen ETF-Angebote in einem Portfolio zu kombinieren und sie so als Sparplan oder als Einmalanlage zu nutzen.

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