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ETF-Anleger weiterhin skeptisch

Freitag, 20. Januar 2012, 13:26
Autor: ETFSuche

Trotz den jüngsten Kursanstiegen am europäischen Aktienmarkt blieben ETF-Anleger in der vergangenen Woche weiter skeptisch und sollten damit auch Recht behalten, wie Michael Görgens, Leiter des ETF-Handels bei der Börse Stuttgart erklärt.

Die Abstufung mehrerer Euroländer durch die Ratingagantur Standard & Poors (S&P), darunter mit Frankreich auch eines der wichtigsten Zugpferde Europas, beschäftigte am Freitag die Märkte massiv. Die positive Grundstimmung der Aktienmärkte wurde demnach noch vor dem Wochenende wieder getrübt und es kam zu vermehrten Verkäufen auf den europäischen Aktienmärkten.

Die Verkäufe von börsengehandelten Fonds stiegen sowohl in Deutschland, als auch europaweit wieder an. Görgens bestätigt, dass zusätzlich auch taktisch agierende Anleger auf fallende Kurse gesetzt haben.  Bei den Leitindizes Dax und EuroStoxx 50 gab es einen deutlichen Anstieg von Käufen von Short-ETFs. Investoren in den Schwellenländern ließen sich von den Herabsetzungen europäischer Ratings hingegen nicht beeindrucken und kauften weiterhin mit Überschwang. Im Gegensatz zum Dax wurde hier die gute Stimmung weiter aufrechterhalten und so konnten außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielt werden, so Görgens weiter.

Der vorherrschende Trend unter ETF-Anlegern weiterhin Positionen bei Rohstoffen abzubauen blieb unterdessen aufrecht. Görgens beschreibt die Situation bei Fondprodukten auf dem Anleihenmarkt mit gemischten Gefühlen: “Durch das neue Allzeithoch, das der Bund-Future im Wochenverlauf generierte, setzte ein Teil der Investoren auf eine Gegenbewegung.” Andere Broker gingen hingegen davon aus, dass die Aufwärtsbewegung anhalten könnte. Aus den Statistiken des Börsenbetreibers lässt sich indes erkennen, dass am Anleihenmarkt insgesamt die Käufer in der Überzahl lagen.

“Deutlich” mehr Käufe als Verkäufe von ETFs bedeutet, dass mindestens ein Verhältnis von 70:30 von Käufen zu Verkäufen vorgelegen haben muss. Als “etwas” mehr Käufe wird in der Brokersprache ein Verhältnis zwischen 70:30 und 55:45 bezeichnet. Ausgeglichen ist dieses Verhältnis zwischen 55:45 und 45:55. Das gleiche Prinzip lässt sich demnach natürlich ebenso bei einem Überhang von Verkäufen zu Käufen anwenden.

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