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2011 war ein schwieriges Jahr für die ETF-Branche

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 17:12
Autor: ETFSuche

Wie die Deutsche Bank mitteilte, war das Wachstum der ETF-Branche in den Monaten Januar bis November des Jahres 2011 noch niedriger ausgefallen als von Experten angenommen. Lediglich um 3,5 Prozent sei die Branche bislang gewachsen, teilte das Kreditinstitut am Montag mit.

Grund dafür, dass die Deutsche Bank ihre Gewinnerwartungen im ETF-Sektor nach unten korrigieren musste, seien vor allen Dingen die Schuldenberge in den Vereinigten Staaten und in Europa. Dazu kommt noch die breite Kritik an den börsennotierten Indexfonds. Man korrigierte die Wachstumsprognosen von bis zu zehn Prozent auf fünf Prozent, nachdem man in den ersten elf Monaten des Jahres 2011 insgesamt nur ein Wachstum von 3,5 Prozent notieren konnte.

Christos Constandinides, Analyst bei der Deutschen Bank, hielt fest, dass vor allem der Markt in Europa auf die Auswirkungen der Schuldenkrise und die grundsätzliche Art der Replikation der börsennotierten Indexfonds negativ reagiert hatte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hätten sich die Mittelzuflüsse beinahe halbiert. Waren 2010 noch etwa 30,6 Milliarden Euro geflossen, handelte es sich 2011 nur noch um knapp 17,6 Milliarden Euro.

Dabei war Europa noch vor einem Jahr die Region mit dem  höchsten Wachstum im Bereich der ETFs weltweit gewesen. 2011 sieht es indes so aus, dass Asien und die Vereinigten Staaten an Europa vorbeiziehen werden. Der Kontinent wird wohl das geringste Plus aufweisen. So wurde beispielsweise in Asien die Investition in ETFs im laufenden Jahr von 10,7 Milliarden Dollar im Jahr 2010 auf rund 18,5 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt.

Die Schuldenkrise in einigen Ländern der Euro-Zone hatte bei den Finanzmärkten für einige Unruhe gesorgt. Dazu kam die Kritik an bestimmten Formen der ETFs von Seiten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des Finanzstabilitätsrats. Sie kritisierten die ETFs, die durch Swap-Derviategeschäfte die Wertentwicklung nachvollziehen wollen. Dies sei ein risikoreiches Vorgehen, das jedoch zahlreichen Anlegern gar nicht bewusst ist.

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