Sie befinden sich im Blogarchiv von ETFSuche.de – der ETF/ETC Blog für November 2011.

Letzte Kommentare

Trackbacks

Archiv für November 2011

Anleger von ETFs werden skeptischer

Donnerstag, 24. November 2011, 17:10
Autor: ETFSuche

ETF-Anleger werden vorsichtiger, da die Skepsis gegenüber ETFs wächst. Die Tendenz geht zu börsengehandelten Indexfonds. Diese investieren direkt in die Aktien eines Index.ETFs sind börsennotierte Indexfonds auf Derivatebasis, die ihre Wertentwicklung von Indizes über Swap-Derivategeschäfte nachvollziehen.

In den vergangenen Monaten sind die Bedenken von Investoren bezüglich dieser Indexfonds deutlich gestiegen. 35 % der privaten Anleger sowie 55 % der professionellen Anleger haben derzeit kein volles Vertrauen in die ETFs. Dies wurde am Montag durch veröffentlichte Ergebnisse einer Umfrage des Analysehauses Morningstar dokumentiert. Zuvor waren bei einer Umfrage von Morningstar im März 2011 nur 23 % der Privatanleger und 33 % der professionellen Anleger skeptisch.

Die sogenannten physisch replizierenden ETFs bilden die Wertentwicklungen von Finanzmarktindizes ab. Dies geschieht durch Investition in Indexpapiere. Wiederum andere ETFs vollziehen Indexperformances über Swap-Derivategeschäfte mit Banken nach. Die aktuellen Umfragewerte ergeben, dass momentan 90 % die physisch replizierenden ETFs favorisieren; nur 2 % tendieren zu präferierten swap-basierten Fonds. Hier lagen die Werte bei der März-Umfrage noch bei 74 % bzw. bei 8 %. Beim Rest herrschte noch Unentschlossenheit.

Die Kritik an den börsennotierten Indexfonds ist in den letzten Monaten enorm gewachsen. Hierbei wurde vor allem auf Risiken für das weltweite Finanzsystem hingewiesen, die von ETFs verursacht würden. Dies wurde unter anderem von Seiten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Internationalen Währungsfonds (IWF) und dem Finanzstabilitätsrat kritisch angemerkt.

Vor allem die Derivate- und Wertpapierleihegeschäfte innerhalb der Portfolios kamen hier nicht gut weg, da vielen Anlegern nicht bewusst sei, dass dadurch ein Kontrahentenrisiko entsteht. Wenn nämlich der Swap- beziehungsweise Wertpapierleihepartner ausfällt, so ist die Wertentwicklung des ETFs ungewiss. Besonders die Bedenken der Investoren bezüglich des Kontrahentenrisikos sind in den vergangenen Monaten sehr gestiegen. Hier sind laut Morningstar 41 % der Teilnehmer aus der aktuellen Umfrage besorgt; im März 2011 waren es lediglich 29 %. 92 professionelle Investoren und 501 Privatanleger nahmen an der Umfrage des Anlaysehauses teil, welche in den vergangenen Monaten auf der Homepage von Morningstar abstimmten. Teilnehmer der aktuellen Umfrage müssen jedoch nicht zwangsläufig die gleichen wie in der März-Umfrage sein.

Share

Bei einer Umfrage äußerten sich 77 Prozent institutioneller Investoren zufrieden mit der Regulierung der momentan geltenden EU-Fondrichtlinie UCITS, die den Investorenschutz bei den ETFs, den Exchange Traded Fonds, betrifft. Die Umfrage wurde anlässlich einer Reihe von Vorträgen zum Thema “ETFs unter der Lupe” durch das Institut db X-trackers durchgeführt, das zur Deutschen Bank gehört. Teilgenommen hatten an dieser Befragung 143 Investoren an verschiedenen Veranstaltungen der Vortragsreihe in Deutschland und Österreich.

Nur wenige von ihnen halten weitere Regulierungsmaßnahmen für nötig. Der Leiter von db X-trackers, Thorsten Michalik dazu: “Unsere Auswertungen zeigen deutlich, dass die Investoren mit dem hohen Niveau des Investorenschutze sowie der Transparenz bei den ETFs zufrieden sind.” Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) hat dies durch seine jüngste Statistik bestätigen können.

Bei der Umfrage kam als weiteres Ergebnis heraus, dass eine große Mehrzahl der Investoren die ETFs als Anlageform sehen, welche die größte Transparenz bezüglich Kontrahentenrisiko und Strukturen aufweisen kann. Dies gilt vor allem im Gegensatz zu den klassischen Investmendfonds. Gerade das sogenannte Kontrahentenrisiko wurde vor allem durch db X-trackers eingedämmt. Dies geschah durch die Einführung eines sogenannten Sicherheitskorbs für alle ETFs für Rohstoff-, Kredit-, Alternative- und Devisen-Indizes. Die genaue Zusammensetzung dieses Sicherheitskorbes kann man tagesaktuell seit 2010 im Internet (www.dbxtrackers.com) einsehen.

Von der Deutschen Bank sind dadurch schon in einer frühen Phase des ETF-Geschäfts Standards für den Markt eingeführt worden, die die die gesetzlichen Vorgaben weit hinter sich lassen.

Im Rahmen der Umfrage wurden die Investoren auch bezüglich der Kriterien befragt, nach denen sie sich für einen ETF entscheiden würden. Am wichtigsten waren für die Befragten demnach die Kriterien “Präzises Index-Tracking” und “Sicherheit”. Mit deutlichem Abstand dazu wurden die Kriterien “Liquidität”, “Kosten” und “Transparenz” geführt. Das Schlusslicht in Sachen Entscheidungskriterien bildete die “Struktur des ETFs”, das von kaum einem der Investoren genannt wurde.

Share

ETFs trotz Tief weiterhin interessant

Mittwoch, 9. November 2011, 9:37
Autor: ETFSuche

Trotz immer steigender Beliebtheit und einem stetig wachsenden Angebot der Indexfonds blieb es im Monat Oktober verhältnismäßig ruhig auf dem Markt. Die Exchange Traded Funds(ETF)überzeugen vor allem als langfristige und kostengünstige Geldanlage im Vergleich zu anderen Investmentfonds. So urteilte bereits die European Business School in einer Studie aus dem Jahre 2009, dass sich die Exchange Traded Funds als passiv gemanagte Investitionen zu einer Konkurrenz für die herkömmlichen Investmentfonds entwickelt haben, die sich mit zunehmender Akzeptanz auf dem Markt darstellen.

Doch trotz der positiven Entwicklung des DAX mit einem abschliessenden Monatsplus von 11,6 Prozent blieb der Handel mit ETFs gemäßigt. Zurückzuführen ist diese Haltung vermutlich auf die Verunsicherung der Investoren durch die bestehende Staatskrise und durch den vorangegangenen Kurseinbruch des DAX in den vergangen zwei Monaten.

Ebenso die aktuellen politischen Geschehnisse und die Debatten um Griechenland, die Europäische Union, die Finanzkrise und das Wirtschaftssystem beeinflussen den Handel und den Markt und lassen bei den Investitoren immer wieder Zweifel aufkommen und führen eher zu kurzfristigen Investition statt zu langfristigen, wie beispielsweise den ETFs. Weiterhin bieten sich immer Möglichkeiten von Ausweichinvestitionen, wie Goldprodukten, die mehr Sicherheit darstellen und auf die besonders bei Verunsicherung zurückgegriffen wird.

Die kurzzeitige Stagnation auf der Umsatzseite der Exchange Traded Funds im Oktober diesen Jahres repräsentiert jedoch in keinster Art und Weise das weiter wachsende Interesse der Investoren an dieser Anlageklasse. Im Gegenteil, nicht nur das Angebot der Funds wird hier ständig erweitert und vergrößert, sondern im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Oktober 2011 9 Prozent mehr ETFs auf den Märkten gehandelt und in der Gegenüberstellung mit den ersten drei Quartalen des Vorjahres ist in 2011 ein Anstieg des Umsatzes von 46 Prozent zu verzeichnen gewesen. Somit verzeichnet der Oktober eher eine mittelmäßige Positionierung der Anleger in einem tendenziell positiven Marktgeschehen und spiegelt weniger die Kapazität der ETFs wider.

Share