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Archiv für August 2011

Rosige Zukunftsaussichten für ETF-Märkte

Mittwoch, 31. August 2011, 15:15
Autor: ETFSuche

Trotz der aktuellen Krise auf den weltweiten Finanzmärkten und stetig sinkenden Börsenkursen, zeichnet sich laut einer Studie des US-Vermögensverwalters BNY Mellon ein Trend ab, der wieder Grund zur Hoffnung gibt. Schätzungen des Finanzdienstleisters ergeben, dass der US-Markt für ETFs (Exchange-Traded Funds), also börsennotierte Indexfonds, und vergleichbare Produkte wie ETNs (Exchange-Traded Notes) seinen Wert bis zum Jahr 2015 in etwa verdoppeln wird. Damit bilden ETFs zur aktuellen Stunde einen der zukunftsträchtigsten und verlässlichsten Bereiche in der Finanzbranche.

In der Tat wuchsen die ETF-Märkte seit den frühen neunziger Jahre beständig an und verzeichneten nur während der Finanzkrise im Jahr 2008 einen markanteren Rückgang. 2009 erreichte der Markt weltweit ein Volumen von rund 1 Billion US-Dollar. Den Löwenanteil halten seit jeher die USA als Geburtsland der ETFs. Das europäische Volumen ist hingegen vergleichsweise niedrig: 2009 lag es bei rund 160 Mrd. Euro. BNY Mellon erwartet, dass die ETF-Märkte in den kommenden vier Jahren den Sprung von den bisher etwas mehr als 1 Billion US-Dollar auf rund 2 Billionen US-Dollar schaffen.

Die Studie prognostiziert hierbei ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 16 Prozent. Damit haben die börsennotierten Indexfonds durchaus stattliche Zukunftsaussichten. In der Tat liegt die Wachstumsrate laut dem US-Vermögensverwalter aber deutlich hinter dem Wert von 27 Prozent, der den Markt zwischen 2005 und 2010 neue Höhen erklimmen ließ. Die Studie führt dies auf den allgemein bekannten Umstand zurück, dass größere Industrien langsamer wachsen. Außerdem seien viele Anleger kurz davor, ihre Sättigungsgrenze zu erreichen.

Dennoch stellt der ETF-Markt einen wachsenden Ast der Finanzbranche dar, der noch über große Aufnahmekapazitäten für neue Anbieter und Anleger verfügt. Die Liste an ETFs wird nicht grundlos jeden Tag länger: Momentan sind weltweit rund 2700 börsengehandelte Indexfonds notiert, allein 835 davon an der Frankfurter Börse. Bei einem Wert, der sich den 2 Billionen annähert, können Nutzer schon mit weniger Marktanteilen einen ansehnlichen Gewinn erwirtschaften.

Neue Angebote müssen sich jedoch von bisherigen Produkten unterscheiden, um bei den Anlegern anzukommen. Aktiv geführte ETFs, Short-ETFs und solche, die an Rohstoffe wie das zurzeit hoch im Kurs stehende Gold gebunden sind, haben hierbei die besten Erfolgschancen.

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In turbulente Zeiten an den Finanzmärkten suchten Investoren seit jeher möglichst sichere Anlagemöglichkeiten. Sie fanden diese im Gold und nach diesem bewährten Verhaltensmuster greifen auch jetzt Anleger zu diesem Edelmetall, da die Aktienkurse an den internationalen Börsen auf Berg- und Talfahrt gehen.

Dies wurde vor kurzem auch von vielen Beobachtern der Märkte, wie beispielsweise Analysten der Commerzbank Corporates & Markets, mit Nachdruck bestätigt. Als wichtiger Indikator wird dabei der Zufluss in Gold-ETs gesehen. So erhöhte sich der Goldbestand beim  bedeutendsten Gold-ETF weltweit, dem SPDR Gold Trust, im Laufe der vergangenen Woche um insgesamt 26,7 Tonnen.

Durch die gesteigerte Nachfrage nach Gold steigt gemäß den Marktgesetzen natürlich auch dessen Preis. Dieser Preisaufschlag kann als Prämie für eine sichere Anlage, vergleichbar einer Versicherungsprämie, angesehen werden. Je stärker die Krise auf den Finanzmärkten, desto höher steigt nach diesem Modell auch die Prämie für einen sicheren Anlagewert. Es kann also nicht verwundern, wenn auf Grund einer großen Nervosität an den Börsen der Marktpreis des Goldes nicht nur den psychologisch bedeutsamen Wert 1.800 USD je Feinunze übersprungen hat, sondern anscheinend mühelos am vergangenen Donnerstag einen Wert von über 1.850 USD Dollar erreichte.

Dieses Rekordniveau beim Goldpreis schlägt sich auch bei einer großen Anzahl anderer wichtiger Währungen nieder. So muss für die Feinunze Gold fast 1.300 Euro bezahlt werden. Die bedrohliche Krise, in der sich diese europäische Währung momentan befindet, trägt mit großer Wahrscheinlichkeit zu dieser Entwicklung bei. Jedoch selbst bei einem solch stabilen Konstante am Finanzmarkt wie dem Schweizer Franken werden ungeahnte Höchstpreise für Gold notiert.

Aus diesen Beobachtungen beim internationalen Goldpreis kann nur geschlossen werden, dass die Ängste vor einer andauernden Krise an den Finanzmärkten und letztendlich vor einer Weltwirtschaftskrise alle bisherigen Strategien beim Investment in Frage stellen. Gold als relativ stabiler Wert wird dagegen eine hohe Nachfrage erfahren und damit wird dessen Preiskurve konstant nach oben zeigen. Dies ist selbstverständlich ein Glücksfall für Länder wie China, die auf eine verstärkte Gewinnung von Gold aus eigenen Minen zurückgreifen können.

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Was schon Honoré de Balzac treffend erkannte, hat bis heute nichts an Wahrheit eingebüßt und ist aktueller denn je. Die U.S.-Schuldenkrise und der ständig drohende Finanzkollaps in Teilen der Euro-Zone haben eine nachhaltige Verunsicherung bei den Anlegern zur Folge. Das Vertrauen in einstmals solide Volkswirtschaften und deren Währungen schwindet. So verwundert es wenig, dass in Zeiten solch allgemeiner Skepsis ein Großteil der Anleger die Flucht in beständige Werte antritt.

Gold erlebt dieser Tage eine ungeahnte Renaissance. Das krisensichere Edelmetall verzeichnete einen Preisanstieg von 480$ pro Unze – innerhalb eines Jahres. Allein im vergangenen Monat schoss der Preis um 149$ nach oben. Der fortgeschrittene Sturzflug von Dow Jones und DAX beförderten den Goldpreis binnen kürzester Zeit auf ein neues Rekordhoch von 1681$ pro Unze. Tendenz: weiter steigend.

Ein besonders prägnantes Beispiel für diesen Trend ist die Entwicklung beim weltgrößten börsennotierten Indexfonds ETF. Der Goldbestand des SPDR Gold Trust wuchs innerhalb eines Tages um 20 Tonnen auf 1281,76 Tonnen und nähert sich weiter dem bisherigen Rekordvolumen von 1320,43 Tonnen ( Juni 2010 ). Trotz der ungebremsten Umschichtung in Gold seien wir jedoch noch weit entfernt von der allseits gefürchteten Goldblase, so versichert z.B. Jeffrey Nichols, geschäftsführender Direktor von American Precious Metals Advisors. Laut seiner Prognose könne der Goldpreis im Extremfall auf bis zu 3000$ pro Unze steigen, bevor die Blase platzt. Gold ist derzeit adäquat bewertet – mit einem enormen Spielraum nach oben.

Der sichere Hafen bietet allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Liegeplätzen. Sobald das Interesse der Masse geweckt ist und der breite Run auf das Krisenmetall einsetzt, darin sind sich die Analysten einig, wäre es vorbei mit der vermeintlichen Sicherheit. Professor Nouriel Roubini (Buchautor, Dr.Doom) empfiehlt daher jedem der tatsächlich um seine Sicherheit besorgt ist, einen Vorrat an Waffen, Dosennahrung und anderen Waren aufzustocken, die man in seinem Blockhaus tatsächlich gebrauchen kann.

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