Archiv für Oktober 2009
Vor- und Nachteile von Schwellenländer-ETF am Beispiel Brasilien!
In gleich zwei Artikeln vom 26. Oktober 2009 hat sich “Börse Online” zuletzt mit sogenannten Schwellenländer-ETF befasst. Dabei stellte Autorin Julia Groth in dem Artikel “Schwellenländer-ETFs: Je ferner, desto teurer” zunächst fest, dass die Gesamtkostenquoten für Exchange Traded Funds oft deutlich höher lägen als in Europa, wobei diese Abweichungen nur zum Teil gerechtfertigt seien.
So möge in China vieles billiger sein als in Deutschland, Investoren aber würden dort mehr bezahlen als hier, denn ETF auf chinesische Indizes zählten mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von durchschnittlich 0,65% zu den teuersten überhaupt. ETF auf deutsche Aktienindizes hingegen seien mit einer Gesamtkostenquote von “nur” 0,21% vergleichweise günstig.
Indexfonds, die exotische Branchen oder Regionen abbildeten, seien nach Auswertung der Fondsratingagentur Lipper dabei fast immer teurer als ETF auf Standardindizes entwickelter Märkte und das obwohl bei diesen passiven Anlageverhikeln keine Fondsmanager mühsam die besten Aktien ausfindig machen müssten wie es bei aktiv gemanagten Produkten der Fall sei. Die Anbieter setzten hier wohl auf einen “Gewöhnungseffekt”, da Anleger es ja gewohnt seien für exotischere Produkte mehr zu zahlen, glaubt Detlef Glow von Lipper.
Etwas anders sieht dies der Londoner Lipper-Analyst Ed Moisson. Bei Exotenfonds seien die tatsächlichen Kosten durchaus höher als bei Standardprodukten, da es hier einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und höhere Depotgebühren gebe. So werde in manchen Ländern über eine Börsenzulassungsgebühr der Markteintritt erschwert und auch nachdem ein ETF gestartet sei fielen mitunter noch Zusatzgebühren, wie z.B. Stempelsteuern, an, welche die Anbieter auf den ETF umlegen müssten, so Alexander Mertz, Leiter Fondsmanagements bei iShares.
Auch sei bei den Exoten in der Regel der Spread zwischen An- und Verkaufskurs höher, was die Anbieter gerne mit der geringeren Liquidität erklärten. Doch dies sei nur die halbe Wahrheit, da der Spread keineswegs allein durch Angebot und Nachfrage, sondern auch durch die Preispolitik der Emittenten bestimmt werde, so Sasa Perovic vom Fondsratinghaus Scope. Jeder Anbieter können den Spread künstlich senken oder erhöhen, was bei exotischeren ETF besonders stark zum tragen käme, da hier der Konkurrenzdruck deutlich geringer sei.
In einem weiteren Artikel mit der Überschrift “Schwellenländer-ETFs: Abhängig von wenigen Aktien“beschäftigt sich Autorin Julia Groth dann mit der Zusammensetzung von Schwellenländer-ETF. So hätten bei diesen ETF einzelne Titel oft ein überproportional hohes Gewicht, was zu einer erhöhten Volatilität führe.
Exemplarisch beschreibt Autorin Julia Groth dies am brasilianischen Aktienmarkt, der derzeit alle anderen Börsenplätze in den Schatten stelle. So habe der Morgan Stanley Capital International Brazil (MSCI Brazil) in den letzten Monaten mehr als 100% zugelegt und die entsprechenden ETF so in die Höhe katapultiert. Aktiv gemanagte Produkte kämen bei dieser Kursentwicklung kaum mit. So gewann der DWS Brazil beispielsweise bis Ende September “nur” 93,3%.
Dies liege jedoch nicht daran, dass die DWS-Manager schlechte Arbeit geleistet hätten, so Frau Groth weiter, sondern daran, dass der MSCI Brazil “derartig schief gebaut” sei, dass es aktiv gemanagten Fonds nahezu unmöglich sei ihn in guten Zeiten zu schlagen. So bringe es der Ölkonzern Petrobras auf eine Gewichtung in Höhe von 25% und der Bergbaukonzern Vale (vormals Companhia Vale do Rio Doce, CVRD) immerhin noch auf eine Gewichtung in Höhe von ca. 17% im MSCI Brazil. Und diese beiden Unternehmen seien in erster Linie verantwortlich für die starke Kursrally des MSCI Brazil und somit der ETF auf den MSCI Brazil. Aktive Fonds hingegen könnten, selbst wenn sie wollten, dies gar nicht darstellen. Denn laut Investmentgesetz dürften aktive Fondsmanager nicht mehr als 10% an einem einzelnen Titel kaufen; was auf den ersten Blick ein Vorteil für Indexfonds sei.
Allerdings nur auf den ersten Blick, denn Anleger würden mit einem Länder-ETF auf Brasilien so ja gar nicht den brasilianischen Markt kaufen, sondern größtenteils nur die Aktien von Petrobras und Vale. Und diese Einzeltitel können den ETF bei schlechter Kursentwicklung dann genauso schnell extrem abstürzen lassen, wie sie ihn zuvor nach oben katapultierten.
Frau Groth will dabei ETF keineswegs schlecht reden und weist deshalb darauf hin, dass solche “Gewichtungsprobleme” in erster Linie – bei den allerdings immer beliebter werdenden – Schwellenländer-ETF auftreten würden. Gerade hier aber hielten Branchenexperten aktiv gemanagte Fonds für die bessere Alternative – auch, aber nicht nur wegen dieser angesprochenen “Klumpenrisiken”. So würde Detlef Glow von der Fondsratingagentur Lipper für langfristige Engagements in solchen “Emerging Markets” immer einen aktiven Fonds bevorzugen, denn je ineffizienter die Märkte seien, umso eher könne ein aktiver Fondsmanager sie auch schlagen.
Darüber hinaus spreche auch das politische Risiko solcher Schwellenländer für aktiv gemanagte Fonds. Denn wenn eine Regierung plötzlich ein Gesetz ändere oder im Zuge eines Putsches entmachtet werde, so könnten von einem auf den anderen Tag ganze Branchen ins Wanken geraten. Aktiv gemanagte Fonds könnten solchen Risiken oft ausweichen, Indexfonds nicht, gibt Analyst Christian Michel von der Ratingagentur Feri Eurorating daher zu bedenken. Hinzu käme der Umstand, dass in solchen Ländern oft wenig Handel stattfinde. Fehle es an den Börsen an Handelsteilnehmern und verkauften zugleich mehrere ETF-Anleger zugleich ihre Anteile, so würden dadurch die Aktienkurse sehr schnell unter Druck geraten, so Detlef Glow von Lipper.
Analyst Christian Michel von Feri Eurorating hält ETF in Schwellenländern daher hauptsächlich für Dachfondsmanager und andere institutionelle Investoren, die diese weniger als langfristige Renditebringer und mehr als taktisches Instrument einsetzen würden, für geeignet. Privatanleger seien hingegen in diesen Fällen mit aktiv gemanagten Fonds oft besser beraten, denn “manchmal wisse ein Fondsmanager eben doch am Besten, wo man investieren sollte”, wird Michel zitiert.
Unseres Erachtens zwei sehr gute Artikel von Frau Groth von “Börse Online“, in der Sie sich durchaus kritisch mit sogenannten Schwellenländer-ETF auseinandersetzt und sowohl die Vor- als aber auch die Nachteile dieser ETF herausarbeitet. Einzig das Frau Groth die Performance der ETF auf den MSCI Brazil nur mit der Performance des DWS Brazil vergleicht und nicht weitere aktive Fonds in Ihren Vergleich mit einbezieht, fällt uns hier etwas negativ auf…
Wie Investoren Kursgewinne absichern…
In unserem heutigen Blogbeitrag soll es um einen Artikel des “Handelsblatt” mit der Überschrift “Zertifikate: Wie Investoren Kursgewinne absichern…” gehen. Bevor wir jedoch dazu kommen noch ein kleiner Hinweis an alle Leser und Leserinnen in Sachen Zeitumstellung. Da wir in Deutschland in der Nacht von Samstag auf Sonntag unsere Uhren bereits eine Stunde zurückgestellt haben, diese Anpassung aber in den USA erst noch ansteht, hat sich die Zeitverschiebung zwischen uns und New York von -6 Stunden vorübergehend auf -5 Stunden verringert. Daher eröffnet die New York Stock Exchange die nächsten 2 Wochen bereits um 14.30 Uhr deutscher Zeit anstatt wie üblich um 15.30 Uhr.
Doch genug zur (unseres Erachtens übrigens sinnlosen) Zeitumstellung und zum eigentlichen Thema. Wie bereits eingangs erwähnt erklärt das “Handelsblatt” im genannten Artikel, wie Investoren derzeit Ihre Gewinne sichern. Aktienanalysten, so heißt es dort, zweifelten an der Nachhaltigkeit der jüngsten Kursgewinne und rechneten, da die Aktienindizes nahe ihrer Jahreshochs notierten, mit einer bevorstehenden Korrektur. So zitiert das “Handelsblatt” Edmund Shing, Aktienstratege der BNP Paribas mit den Worten, dass seine Bank eine kurzfristige Korrektur der Aktienmärkte um 10% bis 15% in den nächsten drei Monaten erwarte. Und auch Thomson-Reuters Experte Amitesh Kumar sieht starke Unsicherheiten an den Aktienmärkten voraus und zweifelt die Nachhaltigkeit der zuletzt gesehenen Kursgewinne an.
Vorstellung unseres neuen Co-Autors und des Törngrens Experiment!
Heute möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen neuen Co-Autor von ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog vorstellen. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als Herrn Dr. Hannes Peterreins von der Dr. Peterreins Portfolio Consulting. Herr Dr. Peterreins ist unter anderem bekannt als Autor des Buches “Grundsätze soliden Investierens: In zehn Schritten zu nachhaltigem Anlageerfolg” sowie als Gründer und Geschäftsführer der Dr. Peterreins Portfolio Consulting sowie als Betreiber des Geldanlage-Finanz-Blog. Wir freuen uns, dass wir einen derart kompetenten Co-Autor gewinnen konnten und warten gespannt auf die ersten Beiträge von Herrn Dr. Peterreins.
Beginnen möchten wir die “Zusammenarbeit” mit Herrn Dr. Peterreins dabei gleich, indem wir Ihn bei einem Experiment unterstützen. Herr Dr. Peterreins hat nämlich beschlossen, dass sogenannte “Törngren Experiment” des schwedischen Professors Törngren zu überprüfen, wofür Herr Dr. Peterreins noch Teilnehmer sucht. Als Anreiz ist auch eine Prämie in Höhe von 300,00 Euro von Herrn Dr. Peterreins ausgesetzt worden. Wenn Sie sich für eine Teilnahme an diesem Experiment interessieren, finden Sie alle notwendigen Informationen dazu in diesem Artikel des Geldanlage-Finanz-Blog.
Vorsicht vor “Steuerfalle” bei EONIA ETF!
Wie unsere Schweizer Kollegen von ETFexplorer.com bereits am 3. Oktober 2009 in ihrem Artikel “EONIA ETF werden zur Steuerfalle” berichteten, müssen Anleger, die Geld in einen der folgenden (EONIA) ETF investiert haben, höllisch aufpassen, dass sie nicht in eine “Steuerfalle” tappen:
ComStage ETF Commerzbank EONIA Index TR mit der ISIN: LU0378437684
db x-trackers EONIA Total Return Index ETF mit der ISIN: LU0290358497
db x-trackers EONIA Total Return Index ETF (Ausschüttend) mit der ISIN: LU0335044896
EasyETF EuroMTS EONIA mit der ISIN: FR0010616268
Lyxor ETF Euro Cash (EONIA) mit der ISIN: FR0010510800
2008, so ETFexplorer.com, sei die Welt der Geldmarkt ETF noch absolut in Ordnung gewesen. Damals hätten Anleger des db x-trackers EONIA Total Return Index ETF mit der ISIN: LU0290358497 eine Rendite von 3,8% erzielt, von denen nur ca. 3% als Zinseinkünfte am Tag der Thesaurierung mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden mussten. Und auch beim damals noch einzigen Konkurrenzprodukt, dem Lyxor ETF Euro Cash (EONIA) mit der ISIN: FR0010510800 habe es ähnlich ausgesehen.
Neuer ETF-Boom?!
Wie das “Handelsblatt” heute in dem Artikel “ETFs – Neuer Schub für Indexfonds” berichtet, soll der europäische ETF-Markt vor einem neuen Boom stehen. Die insbesondere im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds preiswerten Produkte erobern nämlich derzeit das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, wodurch sich optimistischen Schätzungen zufolge der Markt innerhalb der nächsten 3 Jahre auf 360 Mrd. Euro verdreifachen soll. Derzeit ist der Markt ca. 140 Mrd. Euro groß.
Getrieben werde das Geschäft Experten zufolge insbesondere durch das Wealth Management/Private Banking, sprich durch das Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Denn hier liege der Anteil der eingesetzten Indexfonds (ETF) erst bei ca. 2% und solle auf bis zu 6% steigen. Die Experten der Credit Suisse schätzen den Anteil an ETF im großen schweizerischen Private-Banking-Markt auf derzeit 4% bis 5%, rechnen jedoch innerhalb von 2 Jahren mit einer Quote im zweistelligen Prozentbereich.
Berichtssaison (sehr gut) gestartet – die Kursrally wird weitergehen!
Die Berichtssaison in den USA ist in vollem Gange. Den Auftakt macht zunächst die Aluminium Corp. of America (Alcoa) und das vom Deutschen Klaus Kleinfeld geleitete Unternehmen konnte die Markterwartungen schlagen. Zuletzt folgte dann der weltgrößte Chiphersteller Intel, die Investmentbank JPMorgan und das Pharma-Unternehmen Abbott Laboratories, die ebenfalls allesamt die Markterwartungen schlagen konnten. Und heute Nachmittag folgten dann die Investmentbanken Citigroup und Goldman Sachs, die ebenfalls die Markterwartungen schlagen konnten. Heute Abend folgten Advanced Micro Devices (AMD), International Business Machines (IBM) und Google und alle Unternehmen konnten, sie werden es erraten, die Markterwartungen übertreffen. Doch wie wird es nun weitergehen?
Nun, wir gehen nicht davon aus, dass besonders viele Unternehmen die wegen der Krise stark nach unten revidierten Erwartungen verfehlen werden und jedes Unternehmen, das die Markterwartungen schlagen kann, wird für positive Impulse sorgen. Somit ist alleine von dieser Seite aus mit einer Fortsetzung der Kursrally zu rechnen. Doch dies ist ja noch längst nicht alles.
Rekord: 1 Billion US$ in Indexfonds angelegt!
Wie unsere Kollegen von DasInvestment.com heute in ihrem Artikel “Billionen-Rekord: 1.000.000.000.000 Dollar liegen in Indexfonds” berichteten, sind derzeit 1 Billion US$ (ca. 1.000 Milliarden US$), in passive Indexfonds – auch ETF genannt – und andere Index-Mitläufer investiert. Genauer gesagt waren zum Ende des 3. Quartals 1.039 Milliarden US$ (ca. 709 Milliarden Euro) weltweit in börsengehandelten Indexprodukten angelegt, womit die Branche erstmalig die Billionenmarke knacken konnte. Dies jedenfalls geht laut DasInvestment.com aus einem Bericht von Barclays Global Investors (BGI), die mit der Marke iShares Weltmarktführer in Sachen ETF sind, hervor.
Auf Indexfonds selbst (Exchange Traded Funds, ETF) entfallen dabei 933,5 Milliarden US$ oder 31,3% mehr als noch zu Jahresbeginn. Die Branche zählt derzeit weltweit 1.819 ETF von 96 verschiedenen Anbietern, die wiederum an 40 verschiedenen Börsen gelistet sind. Marktführer dabei ist immer noch, wie bereits erwähnt, Barclays Global Investors (BGI) mit der Marke iShares mit 451,9 Milliarden US$ in 403 verschiedenen ETF, gefolgt von State Street Global Advisors mit 138,3 Milliarden US$ in 106 verschiedenen ETF sowie Vanguard mit 77,2 Milliarden US$ in 40 verschiedenen ETF.
Neuer iShares Strategie ETF auf Xetra gestartet – und wann dieser ETF geeignet scheint!
Wie die Deutsche Börse AG heute via Pressemitteilung bekanntgab, ist ein weiterer aktienbasierter Strategie-Indexfonds aus dem ETF-Angebot von iShares zum Handel auf Xetra® zugelassen worden. Dabei handelt es sich um den iShares DJ STOXX Global Select Dividend 100 (DE) mit der ISIN: DE000A0F5UH1.
Dieser iShares ETF bildet die Performance des DJ STOXX Global Select Dividend 100 Index ab, so dass Anleger die Möglichkeit erhalten, weltweit diversifiziert in Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite zu investieren. Denn der DJ STOXX Global Select Dividend 100 Index enthält 40 Unternehmen aus Nordamerika, 30 aus Europa sowie 30 aus dem Raum Asien-Pazifik, die die höchsten Dividenden in Relation zu ihrem Aktienkurs ausschütten. Der ETF ist ein ausschüttender ETF und die Managementgebühr beträgt 0,47%.
Achten Sie auf die Leitzinsen!
Wie von uns richtig vorausgesehen, hat bereits im März 2009 ein neuer “Bullenmarkt” begonnen. Viele “Experten”, die diese Kursrally komplett verpasst haben, mögen dies vielleicht nicht gerne hören, aber es ändert nichts an der Tatsache! Allerdings ist die gesamtwirtschaftliche Situation natürlich noch alles andere als “berauschend” und somit finden die Pessimisten natürlich genug Ansatzpunkte, um ihre bärischen Thesen zu vertreten. Doch analysieren wir Wirtschaft und Börse einmal etwas genauer…
Wie gesagt ist die gesamtwirtschaftliche Situation sicherlich noch längst nicht “berauschend”, keine Frage. Die Arbeitslosigkeit weltweit, egal ob in den USA, in Europa oder sonstwo in der Welt, steigt weiter und wird auch noch weiter steigen. Und natürlich könnte dies einen möglicherweise bevorstehenden Aufschwung schwierig machen. Aber erstens ist der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Indikator und zweitens hat eine erhöhte Arbeitslosigkeit auch, so zynisch das klingen mag, positive Aspekte. So stehen derzeit nämlich mehr Arbeitskräfte zur Verfügung als nachgefragt werden und damit dürfte die Lohnentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten unter Kontrolle bleiben. Da jedoch die Lohnentwicklung einer der entscheidenden Faktoren für die Inflationsrate ist, dürfte diese auf absehbare Zeit unter Kontrolle bleiben.
Aus aktuellem Anlass ein Wort zu unseren Musterdepots!
Wie wir gesehen habe, wurde/wird im Wertpapier-Forum im Thread “ETF Musterdepot” über unsere ETF Musterdepots diskutiert. Wir begrüßen jegliche Diskussion und möchten uns daher auf diesem Wege gerne daran beteiligen. Daher zunächst zum Vorwurf des Forumteilnehmers “TerracottaPie”, dass unsere Musterdepots “schwachsinnig strukturiert” seien und er den Aktienanteil von 85% zu hoch findet.
Dem müssen wir entgegnen, dass sich dieser Forumteilnehmer wohl unsere Musterdepots nicht richtig angesehen haben kann, denn der Aktienanteil in unseren Musterdepots richtet sich ja nach dem Alter des entsprechenden Anlegers. Sprich: Bei einem 20jährigen Anleger haben wir gemäß der Regel, dass man (100-Alter) in Prozent des verfügbaren Kapitals in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien investieren sollte, natürlich auch eine Aktienquote von 80%. Einem 50jährigen Anleger hingegen raten wir gemäß dieser Regel zu auch “nur” noch zu einer Aktienquote von 50%.
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