Archiv für Juli 2009
BRIC is back und “Die Welt” schliesst sich uns an…
Wie wir zuletzt aus Branchenkreisen erfahren haben, ist das Thema BRIC, also Investments in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China wieder zurück. So verzeichneten Händler zuletzt eine hohe Nachfrage nach ETF auf die Emerging Markets im Allgemeinen und auf die BRIC Staaten im Besonderen. Da die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China aktuell nur eine Richtung kennen und permanent zulegen, sind ETF, die in diesen Ländern anlegen, entsprechend stark gefragt, so ein Händler. Zu den beliebtesten ETF zählen dabei der Lyxor ETF MSCI Emerging Markets mit der ISIN: FR0010429068 sowie der Lyxor ETF Brazil mit der ISIN: FR0010408799, heißt es.
Ein anderer Market Maker hingegen berichtete, dass insbesondere die Nachfrage nach BRIC ETF von institutionellen Investoren groß sei. Ferner setzten diese Anleger auch auf ETF auf Asien allgemein ohne Japan, wie z.B. den iShares MSCI Far East ex Japan mit der ISIN: DE000A0HGZS9. Allerdings sei es zuletzt auch so gewesen, dass es zu Wochenbeginn zu einer verstärkten Nachfrage nach diesen ETF gekommen sei, gegen Ende der Woche dann jedoch vor allen Dingen bei China ETF auch zunehmend Gewinnmitnahmen zu verzeichnen gewesen seien. Als typisches Beispiel für den Verlauf der Handelswoche wurde dabei der db x-trackers FTSE/XINHUA China 25 ETF mit der ISIN: LU0292109856 genannt.
Source mit erfolgreichem Start!
Am 23. April 2009 hatten wir hier in diesem Blog in dem Artikel “Großbanken entdecken ETF/ETC” über das neue Gemeinschaftsunternehmen der drei amerikanischen Großbanken Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley mit Namen Source berichtet. Damals äußerte sich Source Chef Ted Hood in einem Interview mit der Zeitung “Die Welt” zu den Plänen von Source.
Nun, ca. 3 Monate nach dem Markteintritt, nannte Source erste Geschäftszahlen. So hat Source seine Angebotspalette inzwischen auf 54 Indexfonds ausgeweitet, verwaltet 750 Mio. US$ und hat darüber hinaus mit dem Indexanbieter STOXX ein völlig neuartiges Indexkonzept entwickelt. Die 18 neuen Sektor-ETF beziehen sich zunächst einmal grundsätzlich auf Branchen des STOXX 600 Index. Um jedoch die Qualität der neuen Indizes zu erhöhen, durchlaufen alle darin enthaltenen Aktien einen Optimierungsprozess.
Der Markt will nicht korrigieren, aber er muss… und er wird!
Die Überschrift des heutigen Artikels spricht eigentlich Bände: “Der Markt will nicht korrigieren, aber er muss… und er wird!”. Wie ist das zu verstehen? Nun, wir sehen derzeit an den Aktienmärkten den ewigen Kampf Bullen (Optimisten) gegen Bären (Pessimisten) in seiner reinsten Form. Beide Seiten haben dabei gute Argumente für ihre Position. So weisen die Pessimisten, nicht zu Unrecht, auf die nach wie vor vielen ungelösten konjunkturellen Probleme hin. Denn auch wenn die Weltwirtschaft dank zahlreicher Konjunkturpakete ihren freien Fall vorerst mal gestoppt hat, so sehen wir noch längst keine Rückkehr zum Wachstum vergangener Zeiten. Und da die Arbeitslosenzahlen als nachlaufender Indikator weltweit fast überall steigen, fehlt den meisten Menschen das Geld für Neuanschaffungen, so dass auch keine rasche Rückkehr zum Wachstum zu erwarten ist. Ein Teufelskreis, würde der altehrwürdige “TV Kaiser” dazu sagen und die Bären dürften sich dem anschließen.
Doch auch die Bullen haben durchaus Argumente. Zum Einen hatte der Aktienmarkt nach der Pleite der Lehman Brothers Bank eine Weltwirtschaftskrise als Folge einer Bankenkrise, ähnlich wie 1929, gespielt und somit nach unten hin durchaus übertrieben. Daher, so viele Bullen, sei die zuletzt gesehene Erholung erst einmal nur die Rückkehr zur Normalität. Und weiteres Aufwärtspotenzial sei auch gegeben, da sich die Weltwirtschaft ausgehend von China sehr wohl bald wieder erholen werde. Zudem würden die Märkte derzeit von den Notenbanken in aller Welt in Liquidität ertränkt und mangels Alternativen fließe eine Menge Geld in den Aktienmarkt. Zumal die Staaten weltweit aufgrund der Bankenrettungs- und Konjunkturpakete hoch verschuldet seien und man somit den sicheren Hafen der Staatsanleihen fast gar nicht mehr als Anlagealternative habe. Und normalerweise fließt das meiste Geld immer in Staatsanleihen…
Zurück aus dem Urlaub und Zeit für Gewinnmitnahmen…
Wie vielleicht der ein oder andere gemerkt hat, war ich nun zwei Wochen in Urlaub. Nach der stressigen Börsenzeit, die wir in den letzten ein bis zwei Jahren erlebt haben, war das auch mal notwendig und sehr erholsam. Doch nun bin ich zurück und so werde ich mit dem gesamten Team von ETFSuche.de – der Sharewise ETF/ETC Blog, wieder regelmäßig über den ETF Markt berichten.
Die letzten beiden Wochen, als hätten die Märkte nur auf meinen Urlaub gewartet, sind die Märkte ja richtig durchgestartet. Und insbesondere die von uns hier in diesem Blog vorgestellten und favorisierten Biotechnologiewerte und damit natürlich auch die entsprechenden Biotech ETF gehörten zu den Hauptgewinnern. So stieg z.B. die Aktie des amerikanischen Biotechnologieunternehmens Human Genome Sciences (HGSI) nach positiven Ergebnissen in den klinischen Studien um mehrere 100 Prozent. Und schließlich folgte Ende letzter Woche dann die Übernahme des amerikanischen Biotechnologieunternehmens Medarex (MEDX) durch den Pharmariesen Bristol Myers-Squibb (BMY), was zu einer Kursexplosion von ca. 90% bei Medarex (MEDX) führte.
ETF mit 0% Management Gebühr
Wie heute im Handelsblatt berichtet, gibt es jetzt den Euro Stoxx 50 ETF von der Deutschen Bank für 0% jährliche Management Gebühr. Früher lag diese bei 0,15%. Da fragt sich der Otto Normal Verbraucher, womit verdient die Bank eigentlich ihr Geld?
Das ist relativ einfach erklärt. Die Bank erzielt die Einnahmen jetzt nicht mehr über die Gebühr aus dem Fondsvermögen, sondern aus dem Mehrertrag, den der Fonds gegenüber dem Index erzielt. Für diesen Mehrertrag von rund 0,5% pro Jahr sind Wertpapierleihegeschäfte und steuerliche Dividendeneffekte verantwortlich.
Märkte weiter unentschlossen, aber ETF auf dem Vormarsch!
In den letzten Tagen haben wir die Märkte sehr aufmerksam beobachtet, da mit dem Bruch der Nackenlinien sowohl im Dow Jones wie auch im DAX, die hier in diesem Blog ja ausführlich besprochenen Schulter-Kopf-Schulter (S-K-S) Trendwendeformation regelkonform abgeschlossen wurden und daher eigentlich eine größere Abwärtsbewegung hätte folgen müssen. Aus charttechnischer Sicht jedenfalls ergab bzw. ergibt sich mit diesen Formationen ein kurzfristiges Kursziel von 7.500 Punkten für den Dow Jones und von 4.200 Punkten für den DAX. Doch erstaunlicherweise stabilisierte sich der Markt zuletzt und so machten die Leitindizes nach den gar nicht so schlechten Alcoa Quartalszahlen Anstalten, die zuvor gebrochenen charttechnischen Unterstützungen zurückzuerobern. Insgesamt bleibt es somit zwar derzeit dabei, dass das charttechnische Bild in den Leitindizes negativ zu werten ist, nach wie vor kann jedoch auch eine sogenannte “Bärenfalle” nicht ausgeschlossen werden. Allerdings bedürfte es eines Anstiegs über 8.400 Punkte im Dow Jones bzw. über 4.800 Punkte im DAX, um das charttechnisch eingetrübte Bild wieder aufzuhellen, so dass wir Ihnen weiterhin empfehlen eine hohe Cashposition vorzuhalten. Denn unseres Erachtens dürfte es in den traditionell eher umsatzschwachen Sommermonaten noch bessere Kaufchancen als zur Zeit geben.
Das wir jedoch mit diesem Blog, mit dem wir Sie auf die interessantesten ETF/ETC aufmerksam machen möchten, insgesamt aber richtig liegen, beweist ein heute auf Handelsblatt.com erschienener Artikel. Denn in dem Artikel “Höherer Anteil an ETF – Indexfonds auf Erfolgskurs” berichtet der Autor Christian Kemper ausführlich darüber, dass sowohl private als auch institutionelle Anleger immer mehr auf ETF setzen – und zugleich immer weniger auf Zertifikate. Dies sollte auch nicht verwundern, denn nachdem viele Anleger mit angeblich so sicheren Zertifikaten der inzwischen insolventen amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers gemacht haben, sehen Investoren endlich das sogenannte Emittentenrisiko und meiden daher Zertifikate. Und da die Banken zuletzt immer abenteuerliche ETF konstruiert haben, sind ETF inzwischen den Zertifikaten sehr ähnlich geworden. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Da ETF als Sondervermögen gelten, gehen sie im Falle einer Insolvenz einer Bank nicht in die Insolvenzmasse dieser ein, so dass hier nahezu kein Emittentenrisiko besteht.
Morgen schon Tag der Entscheidung? Ausgerechnet Alcoa?
In unserem letzten Artikel “Eine spannende Woche steht uns bevor!” hatten wir auf die kurzfristigen Schulter-Kopf-Schulter (S-K-S) Formationen in nahezu allen wichtigen Leitindizes hingewiesen. Vollendet wären diese S-K-S Formationen mit dem Bruch der 8.200 Punkte im Dow Jones sowie der 4.650 Punkte im DAX, schrieben wir. Und genau diese S-K-S Formationen wurden nun heute vollendet, denn der Dow Jones schloss soeben bei 8.163,60 Punkten und der DAX zuvor schon bei 4.598,19 Punkten. Doch wie weit geht die Korrektur jetzt noch?
Nun, das Kursziel für den Dow Jones ist jetzt bei kurzfristig 7.500 Punkten zu sehen, das Kursziel für den DAX bei 4.200 Punkten. Sobald der Markt diese Kursziele abgearbeitet hat, müsste man ihn neu bewerten, was wir an dieser Stelle natürlich auch tun werden. Doch eine erste Prognose, wie es weitergehen dürfte, wollen wir schon heute wagen. Und zwar gehen wir davon aus, dass der Dow Jones bei 7.500 Punkten sowie parallel dazu der DAX bei 4.200 Punkten auskorrigiert sein dürfte. Denn der Relative-Stärke Indikator RSI zeigt in beiden Leitindizes jetzt schon einen leicht überverkauften Zustand an – und dieser dürfte durch die nun anstehende neue Verkaufswelle in den stark überverkauften Zustand rutschen.
Eine spannende Woche steht uns bevor!
Da die amerikanischen Aktienmärkte am gestrigen Freitag, dem 3. Juli 2009, aufgrund des heutigen (4. Juli 2009) “Independence Day” geschlossen blieben, war der Wochenausklang auch am deutschen Aktienmarkt nicht der Rede wert. Unter dünnsten Handelsumsätzen handelte der DAX in einer Handelsspanne zwischen 4.685,27 Punkten auf der Unterseite und 4.748,32 Punkten auf der Oberseite, um am Handelsende ganze 10,28 Punkte auf 4.708,21 Punkte zu verlieren. Manchmal fragt man sich wirklich, ob wir den DAX eigentlich brauchen, wo er doch zumeist ohnehin nur dem Dow Jones nachläuft und ohne Vorgaben aus den USA quasi so gut wie kein Eigenleben hat.
Aber sei es drum, bisher geht unser Szenario damit voll auf. Denn erinnern Sie sich, was wir hier an dieser Stelle schon Anfang Juni geschrieben haben: “Der Dow Jones stößt im Bereich von 9.000 Punkten auf eine harte Widerstandszone, die er kaum im ersten Versuch knacken können wird, so dass kurzfristig mit einer Korrektur auf 8.200 Punkte zu rechnen ist. Und der DAX, als “Abbild” des Dow Jones, wird die 5.200 Punkte auch nicht überwinden können und daher auf 4.650 Punkte korrigieren.”, schrieben wir sinngemäß. Aktuell notiert der Dow Jones bei 8.280,74 Punkten und der DAX bei 4.708,21 Punkten und somit sind die damals genannten Korrekturziele nicht mehr fern.
Musterdepotänderungen!
Zum Handelsschluss am gestrigen 30. Juni 2009 respektive zum Handelsbeginn am heutigen 1. Juli 2009 haben wir nun erstmals Änderungen an unseren ETF Musterdepots vorgenommen. Hier wollen wir Ihnen nun erklären, warum wir welche Änderungen vorgenommen haben.
Bevor wir jedoch dazu kommen, möchten wir Ihnen erst einmal einen Überblick über die Entwicklung der von uns am 29. April 2009, zum Start der ETF Musterdepots aufgenommenen, ETF geben. Im Einzelnen waren dies in den konservativen ETF Musterdepots die folgenden ETF:
| ETF | Kaufkurs / aktueller Kurs |
Veränderung |
| iShares DJ Global Titans 50 (DE) | 13,30 € / 13,71 € | +3,08% |
| Lyxor ETF MSCI World | 67,96 € / 70,02 € | +3,03% |
| db x-trackers S&P Global Infrastructure ETF | 19,42 US$ / 22,24 US$ (14,64 €) / (15,85 €) |
+14,52% (+8,27%) |
| iShares € Corporate Bond | 116,20 € / 117,38 € | +1,02% |
| iShares eb.rexx Gov. Germany 1,5-2,5 (DE) | 98,88 € / 99,24 € | +0,36% |
| Lyxor ETF EuroMTS Covered Bond Aggregate | 108,57 € / 109,96 € | +1,28% |
| Market Access J. Rogers Int. Com. Index Fund | 18,24 € / 20,29 € | +11,24% |
Wie Sie auf den ersten Blick erkennen können, verzeichneten alle ETF der konservativen Musterdepots ein Kursplus. Bei dem iShares eb.rexx Gov. Germany 1,5-2,5 (DE) mit der ISIN: DE0006289473 war das Plus mit +0,36% jedoch nur marginal. Jedoch hatten wir diesen ETF, da wir von Staatsanleihen nicht überzeugt waren, auch nur sehr gering gewichtet. Und auch das zweite “Problem”, auf das wir schon im April hinwiesen, erwies sich nun als Problem, nämlich der Euro/US$ Wechselkurs. Denn nur wegen der schwachen Performance des US$, der seit dem 29. April 2009 rund 6% gegenüber dem Euro verlor, schrumpfte das Kursplus beim db x-trackers S&P Global Infrastructure ETF mit der ISIN: LU0322253229 von eigentlich +14,52% auf nur noch +8,27%. Zwar immer noch ansehnlich, aber dennoch ärgerlich!
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