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Archiv für 2009

Branchen ETF im Kreuzfeuer der Kritik!?

Montag, 14. Dezember 2009, 20:24
Autor: ETFSuche

Heute möchten wir einen Artikel der “Financial Times Deutschland“, FTD.de, aufgreifen, der sich kritisch mit dem Thema Branchen ETF auseinandersetzen will. Im dem Artikel von Frau Julia Groth, der die Überschrift “Indexfonds: Immer dem Trend hinterher” trägt, heißt es: “Branchen-ETFs versprechen Rendite, machen Anlegern aber auch viel Arbeit. Denn kaum ein Wirtschaftssektor gehört mehrere Jahre in Folge zu den Gewinnern. Privatanleger erkennen die Trends häufig zu spät und rennen so hinterher.”

Dann schießt sich die Autorin auf Branchen ETF ein, da “kaum ein Wirtschaftssektor mehrere Jahre in Folge zu den Gewinnern gehören würde” und “Anleger, die auf Branchen ETF setzten, ihr Portfolio ständig nachjustieren müssten.” Institutionelle Anleger nutzten Sektoren ETF in aller Regel daher nur als Beimischung, weil sich mit diesen gezielter investieren lasse als mit breit gestreuten Länder oder Regionen ETF. Da jedoch, wenn es einer Branche nicht gut gehe, fast alle Aktien dieser Branche fallen würden, sollten Privatanleger vorsichtig sein. Zumal Privatanleger oftmals dem Trend nur hinterher laufen und daher zu spät investieren würden.

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Warum der Euro gegenüber dem US$ überbewertet ist!

Donnerstag, 10. Dezember 2009, 21:13
Autor: ETFSuche

Da wollten wir voller Elan in den Dezember starten und dann spielte uns die Technik einen Streich, so dass der Blog die letzten Tage nicht erreichbar war. Nun ist das Problem aber gelöst und wir können endlich wieder bloggen! Daher wollen wir uns auch nicht mit langen Vorreden aufhalten, sondern sofort zum Thema kommen, nämlich dem Euro bzw. dem Euro-Dollar-Wechselkurs!

In den letzten Wochen und Monaten, ja eigentlich muss man sogar fast schon sagen Jahren, kannte der Euro gegenüber dem US$ nur eine Richtung, nämlich aufwärts. Insbesondere mit Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 beschleunigte sich die Talfahrt der US- und Weltleitwährung gegenüber dem Euro immer mehr und zum Teil musste man 1,60 US$ für einen Euro zahlen. Schon damals warnte kein Geringerer als Bill Gross von Pimco, dass der US$ gegenüber dem Euro unterbewertet sei und so folgte dann auch eine zwischenzeitliche Korrektur bis auf ein Euro/US$ Verhältnis von 1,25. Hier bildete sich dann Ende 2008/Anfang 2009 ein Doppelboden und seitdem gewann der Euro wieder an Stärke gegenüber dem US$.

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Dubai Krise als Zeichen eines frühen Bullenmarktes!

Dienstag, 1. Dezember 2009, 21:35
Autor: ETFSuche

Nachdem wir zuletzt leider nur wenig Zeit fanden regelmäßig zu bloggen, wollen wir dies mit Beginn des neuen Monats Dezember wieder ändern. Denn unser Ziel war, ist und bleibt es, Ihnen nicht nur interessante Investmentchancen im ETF Markt aufzuzeigen und Sie vor Fehlentwicklungen zu warnen, sondern unsere Empfehlungen aktiv zu begleiten. Wenn wir aus irgendwelchen Gründen jedoch mal nicht dazu kommen zu bloggen, so können Sie sicher sein, dass sich an unserer Einschätzung nichts geändert hat, denn würde sich an dieser Einschätzung etwas ändern, so würden wir dies umgehend an dieser Stelle mitteilen…

Und damit, sowie mit der heutigen Überschrift ist eigentlich schon klar, dass wir weiter “bullish” sind was die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten angeht. Um genau zu sein gefallen uns die aktuellen Entwicklungen sogar so gut, dass wir derzeit unseres Erachtens die “Beste aller Börsenwelten” sehen. Und dies können wir auch gerne darlegen. Denn erstens schwimmen die Märkte dank einer fast weltweiten Nullzinspolitik geradezu im Geld und dieser Zustand sollte unseres Erachtens auch noch einige Zeit lang anhalten. Dennoch droht kurzfristig noch keine Inflationsgefahr, da die Banken nach wie vor Ihre Wunden lecken und Geld zur Stopfung Ihrer Bilanzlöcher benötigen. Zweitens ist der nachlaufende Indikator “Arbeitsmarkt” zwar für die normalen Menschen ein Problem, für die Börse jedoch nicht. Denn die Börse hat mit dem Kurssturz von Mitte 2007 bis Ende 2008/Anfang 2009 diese Entwicklung längst eingepreist und sieht den schwachen Arbeitsmarkt daher nun eher positiv. Denn wenig Jobs für viele Jobsuchende bedeutet in einer Marktwirtschaft nichts anderes, als das die Löhne und Gehälter zumindest nicht steigen und es somit auch von dieser Seite keinen Inflationsdruck gibt. Den gesamten Beitrag lesen »

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Nicht prozyklisch agieren!

Donnerstag, 12. November 2009, 21:02
Autor: ETFSuche

Endlich wieder bloggen! Wie Sie, liebe Leser und Leserinnen, sicherlich gemerkt haben, ist der letzte Artikel in diesem Blog schon einige Tage alt. Hintergrund ist, dass ich wegen einer Bindehautentzündung leider kaum am Rechner arbeiten konnte und daher war es mir nicht möglich zu bloggen. Dies war jedoch nicht ganz so schlimm, da sich die Märkte allgemein und die zuletzt via ETF nochmals empfohlenen Bankaktien im Besonderen sehr gut entwickelt haben, so dass man dies nicht unbedingt täglich kommentieren musste. Dennoch bin ich froh, endlich wieder normal arbeiten zu können…

Doch genug von meinen “Wehwehchen” und zum ETF Markt. Hier sind uns zuletzt zwei Artikel aufgefallen, über die wir heute gerne berichten. Da wäre zunächst einmal “Börse Online“, die gestern ihren “Favorit des Tages” vorstellten. Dabei handelt es sich um genau jene Währungsfonds von db x-tracker, die wir Ihnen an dieser Stelle schon im August vorgestellt haben, wie Sie in den Blogbeiträgen “Vorstellung db x-trackers Currency Valuation ETF” und “Weitere Währungsfonds von db x-trackers” nochmal nachlesen können. Wir freuen uns, dass wir “Börse Online” hier einen Schritt voraus waren… ;)

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Aller Kritik zum Trotz bleiben ETF eine gute Sache!

Donnerstag, 5. November 2009, 21:17
Autor: ETFSuche

Zuletzt schiesst sich die Presse, wohl auch da Fondsgesellschaften wie ComInvest, Deka oder DWS gute Werbekunden sind, zunehmend auf Exchange Traded Funds (ETF) ein. Wir haben in diesem Blog diese zum Teil ja auch sehr berechtigte Kritik, wie Sie heute z.B. auch “Die Welt Online” in Ihrem Artikel “Katerstimmung nach der Party” äußert, immer aufgenommen, denn wir waren ja selbst die Ersten, die an dieser Stelle kritisierten, dass viele Banken die ETF als Ersatz für den nach der Lehman Pleite zusammengebrochenen Zertifikatemarkt sieht und zum Teil wirklich absurde Produkte auflegt. Doch irgendwann muss es mit dieser Kritik dann auch mal gut sein; zumal das Produkt ETF ja nichts dafür kann, dass manche Banken es “mißbrauchen”. Denn wie “Die Welt Online” in ihrem Artikel “Die ETF-Idee: Billig und leicht zu verstehen” genauso richtig schreibt, ist die Grundidee der ETF leicht zu verstehen und ETF sind aufgrund ihres passiven Charakters auch billig, im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds.

Doch damit genug zu den Artikeln der “Die Welt Online” und zu unseren Empfehlungen. Hier hatten wir Ihnen gestern nahe gelegt, den Banken ETF ComStage ETF Dow Jones STOXX® 600 Banks TR mit der ISIN LU0378435399 unter 40 Euro (nach)zukaufen und ohne uns selbst loben zu wollen war dieser Einstieg recht gut getimed. Denn heute stiegen die großen US-Leitindizes Dow Jones und NASDAQ Composite, unter anderem auch getrieben von Bankaktien wie der Aktie der Bank of America, deutlich. Und demzufolge dann auch der ComStage ETF Dow Jones STOXX® 600 Banks TR, der damit wieder über der 40 Euro Marke notiert.

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Banken ETF – die nächste (Kauf)Chance!

Dienstag, 3. November 2009, 21:11
Autor: ETFSuche

Nachdem wir uns ja gestern ausführlich mit den Auswüchsen des ETF Marktes befasst haben, unsere Leser und Leserinnen sich aber konkrete ETF Empfehlungen wünschen, wollen wir heute seit längerer Zeit wieder einen konkreten ETF empfehlen. Allerdings ist dies kein unbekannter ETF, sondern ein ETF, den regelmäßige Leser und Leserinnen schon kennen dürften. Zuletzt hatten wir uns mit konkreten ETF Empfehlungen bewusst zurückgehalten, da wir eine Konsolidierung des Marktes erwarteten und diese ist ja dann auch eingetreten. Nachdem die Märkte zuletzt aber wie erwartet korrigiert haben, sollte sich nun der Aufwärtstrend weiter fortsetzen und einer der favorisierten Sektoren für die weitere Kursrally waren, sind und bleiben die Banken.

Bevor wir jedoch zu dem entsprechenden ETF kommen, noch kurz ein Verweis zu einer Meldung, die soeben von unseren Kollegen von DasInvestment.com verbreitet wurde. Und zwar berichten die Kollegen, dass eines der größten Brokerhäuser der Welt, Charles Schwab, ins ETF Geschäft einsteigt. Schwerpunkt der ersten vier ETF, die Charles Schwab an der New York Stock Exchange einführt, ist dabei der Heimatmarkt des Unternehmens, die USA. Ein ETF bildet dabei den breiten US-Aktienmarkt ab, einer die US-Standardwerte, einer US-Nebenwerte und der vierte investiert in globale Aktien. Im Dezember soll dann ein ETF auf Aktien aus Schwellenländern, ein ETF auf internationale Nebenwerte, ein ETF auf Standardwerte sowie je eine Growth- und Value-Variante des US-Standardaktien-ETF folgen.

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ETF werden immer undurchsichtiger!

Dienstag, 3. November 2009, 9:11
Autor: ETFSuche

Einen sehr guten Artikel zu börsengehandelten Indexfonds, auch Exchange Traded Funds oder kurz ETF genannt, findet sich aktuell in der “Rheinischen Post Online“, RP Online. Der Artikel trägt die Überschrift “Indexfonds (ETF): Anlegers Lieblinge werden immer undurchsichtiger” und beschreibt die aktuelle Situation am ETF Markt, wie auch wir sie einschätzen, sehr gut.

Zunächst einmal stellt RP Online richtig fest, dass Exchange Traded Funds als Gewinner der Finanzkrise und als neue Investmentlieblinge der Anleger gelten. Denn mit Ihnen könnten Anleger einen ganzen Index wie den Deutschen AktienindeX DAX auf einen Schlag kaufen, ohne die sonst üblichen – hohen – Gebühren zahlen zu müssen. Zwar könne man mit ETF nicht besser abschneiden als der zugrundeliegende Index, aber eben auch nicht schlechter. Sei dieses Konzept anfangs in der Finanzwelt noch belächelt worden, so wolle heute jeder damit Geschäfte machen. Daher brumme derzeit der Absatz und viele Anbieter würden Rekord-Mittelzuflüsse verzeichnen, während auf der anderen Seite immer mehr enttäuschte Anleger ihr Geld aus klassischen, aktiv gemanagten, Investmentfonds abzögen. Und diese Entwicklung berge gewisse Gefahren, denn dadurch würde der Markt von einer wahren Flut an neuen Produkten überschwemmt, so wie es vor der Finanzkrise ja auch schon im Zertifikatebereich der Fall gewesen sei, warne beispielsweise Harald Rotter von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) in München.

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Auf Anregung unseres Lesers “Frank” (vielen Dank an dieser Stelle für diese Anregung, Sie sehen wir nehmen solche Anregungen auf und würden und über mehr Feedback in Form von Kommentaren oder auch Mails freuen!) haben wir uns einmal die Mühe gemacht und alle seit Start dieses Blogs ausgesprochenen ETF Empfehlungen, mit Ausnahme der ETF aus unseren Musterdepots – da wir diese zum Jahresende separat auswerten werden – einmal ausgewertet. Hier das Ergebnis in tabellarischer Form:

Empfehlungdatum ETF (ISIN) Startkurs Aktueller Kurs Performance
16. März 2009 LU0378435399 19,5911 Euro 41,6560 Euro +112,63%
17. März 2009 LU0292109856 18,7466 US$ 30,0282 US$ +60,18%
17. März 2009 DE000A0F5UE8 24,7505 US$ 39,38 US$ +59,11%
17. März 2009 FR0010361683 5,16 Euro 9,02 Euro +74,81%
20. März 2009 FR0010524777 15,9295 Euro 21,53 Euro +35,16%
25. März 2009 LU0378435472 45,4709 Euro 72,0745 Euro +58,51%
25. März 2009 FR0010636464 6,8302 Euro 8,98 Euro +31,47%
25. März 2009 LU0328474803 12,60 AU$ 31,4427 AU$ +149,55%
26. März 2009 LU0378435043 25,2415 Euro 33,7126 Euro +33,56%
26. März 2009 FR0010344630 17,4941 Euro 22,56 Euro +28,96%
08. April 2009 LU0378437098 19,86 Euro 23,82 Euro +19,94%
08. April 2009 LU0292104469 20,4899 Euro 23,6524 Euro +15,43%
08. April 2009 FR0010344796 15,3658 Euro 17,80 Euro +15,84%
08. April 2009 DE0005933972 4,89 Euro 7,02 Euro +43,56%
14. April 2009 LU0378437502 61,18 Euro 68,01 Euro +11,16%
14. April 2009 LU0392494992 16,61 Euro 18,43 Euro +10,96%
14. April 2009 LU0392495700 14,71 Euro 16,46 Euro +11,90%
14. April 2009 LU0378449770 10,10 Euro 11,41 Euro +12,97%
14. April 2009 DE0002643889 8,3335 US$ 10,6413 US$ +27,69%
14. April 2009 DE000A0Q8ND6 18,1119 US$ 23,1515 US$ +27,82%
14. April 2009 DE000A0Q8NE4 17,2374 US$ 22,4319 US$ +30,14%
14. April 2009 LU0292103651 28,45 Euro 40,74 Euro +43,20%
14. April 2009 FR0010345371 15,4954 Euro 22,02 Euro +42,11%
14. April 2009 LU0378435712 29,8763 Euro 39,1583 Euro +31,07%
14. April 2009 FR0010345363 19,0545 Euro 22,41 Euro +17,61%
14. April 2009 LU0378436108 17,23 Euro 23,53 Euro +36,56%
14. April 2009 LU0292105193 17.5067 Euro 23,5127 Euro +34,31%
14. April 2009 FR0010344903 11,6115 Euro 14,66 Euro +26,25%
22. April 2009 DE000A0MSAE7 14,72 Euro 19,08 Euro +29,62%
11. Mai 2009 DE0006289325 19,6566 Euro 20,60 Euro +4,80%
11. Mai 2009 DE0006289366 16,3804 Euro 17,82 Euro +8,79%
18. Mai 2009 DE0002511243 117,22 Euro 120,07 Euro +2,43%
19. Mai 2009 DE0006344716 21,26 Euro 22,59 Euro +6,26%
19. Mai 2009 DE000A0D8Q56 30,20 Euro 33,59 Euro +11,23%
25. Mai 2009 DE0006289333 34,6510 Euro 38,24 Euro +10,36%
25. Mai 2009 DE0006289374 31,01 Euro 34,04 Euro +9,77%
15. Juni 2009 FR0010464446 18,2335 Euro 20,43 Euro +12,05%
31. Juli 2009 LU0269999792 36,01 Euro 39,67 Euro +10,16%
31. Juli 2009 LU0292107645 30,7852 US$ 33,7084 US$ +9,50%
06. August 2009 DE000A0H0769 7,39 Euro 7,29 Euro -1,35%
06. August 2009 DE000A0H0777 8,63 Euro 8,36 Euro -3,13%
17. August 2009 DE000A0DPMW9 6,92 Euro 6,45 Euro -6,79%
27. August 2009 LU0328474126 48,5362 Euro 51,5681 Euro +6,25%
27. August 2009 LU0328474043 37,5786 Euro 37,3166 Euro -0,70%
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In gleich zwei Artikeln vom 26. Oktober 2009 hat sich “Börse Online” zuletzt mit sogenannten Schwellenländer-ETF befasst. Dabei stellte Autorin Julia Groth in dem Artikel “Schwellenländer-ETFs: Je ferner, desto teurer” zunächst fest, dass die Gesamtkostenquoten für Exchange Traded Funds oft deutlich höher lägen als in Europa, wobei diese Abweichungen nur zum Teil gerechtfertigt seien.

So möge in China vieles billiger sein als in Deutschland, Investoren aber würden dort mehr bezahlen als hier, denn ETF auf chinesische Indizes zählten mit einer Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) von durchschnittlich 0,65% zu den teuersten überhaupt. ETF auf deutsche Aktienindizes hingegen seien mit einer Gesamtkostenquote von “nur” 0,21% vergleichweise günstig.

Indexfonds, die exotische Branchen oder Regionen abbildeten, seien nach Auswertung der Fondsratingagentur Lipper dabei fast immer teurer als ETF auf Standardindizes entwickelter Märkte und das obwohl bei diesen passiven Anlageverhikeln keine Fondsmanager mühsam die besten Aktien ausfindig machen müssten wie es bei aktiv gemanagten Produkten der Fall sei. Die Anbieter setzten hier wohl auf einen “Gewöhnungseffekt”, da Anleger es ja gewohnt seien für exotischere Produkte mehr zu zahlen, glaubt Detlef Glow von Lipper.

Etwas anders sieht dies der Londoner Lipper-Analyst Ed Moisson. Bei Exotenfonds seien die tatsächlichen Kosten durchaus höher als bei Standardprodukten, da es hier einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und höhere Depotgebühren gebe. So werde in manchen Ländern über eine Börsenzulassungsgebühr der Markteintritt erschwert und auch nachdem ein ETF gestartet sei fielen mitunter noch Zusatzgebühren, wie z.B. Stempelsteuern, an, welche die Anbieter auf den ETF umlegen müssten, so Alexander Mertz, Leiter Fondsmanagements bei iShares.

Auch sei bei den Exoten in der Regel der Spread zwischen An- und Verkaufskurs höher, was die Anbieter gerne mit der geringeren Liquidität erklärten. Doch dies sei nur die halbe Wahrheit, da der Spread keineswegs allein durch Angebot und Nachfrage, sondern auch durch die Preispolitik der Emittenten bestimmt werde, so Sasa Perovic vom Fondsratinghaus Scope. Jeder Anbieter können den Spread künstlich senken oder erhöhen, was bei exotischeren ETF besonders stark zum tragen käme, da hier der Konkurrenzdruck deutlich geringer sei.

In einem weiteren Artikel mit der Überschrift “Schwellenländer-ETFs: Abhängig von wenigen Aktien“beschäftigt sich Autorin Julia Groth dann mit der Zusammensetzung von Schwellenländer-ETF. So hätten bei diesen ETF einzelne Titel oft ein überproportional hohes Gewicht, was zu einer erhöhten Volatilität führe.

Exemplarisch beschreibt Autorin Julia Groth dies am brasilianischen Aktienmarkt, der derzeit alle anderen Börsenplätze in den Schatten stelle. So habe der Morgan Stanley Capital International Brazil (MSCI Brazil) in den letzten Monaten mehr als 100% zugelegt und die entsprechenden ETF so in die Höhe katapultiert. Aktiv gemanagte Produkte kämen bei dieser Kursentwicklung kaum mit. So gewann der DWS Brazil beispielsweise bis Ende September “nur” 93,3%.

Dies liege jedoch nicht daran, dass die DWS-Manager schlechte Arbeit geleistet hätten, so Frau Groth weiter, sondern daran, dass der MSCI Brazil “derartig schief gebaut” sei, dass es aktiv gemanagten Fonds nahezu unmöglich sei ihn in guten Zeiten zu schlagen. So bringe es der Ölkonzern Petrobras auf eine Gewichtung in Höhe von 25% und der Bergbaukonzern Vale (vormals Companhia Vale do Rio Doce, CVRD) immerhin noch auf eine Gewichtung in Höhe von ca. 17% im MSCI Brazil. Und diese beiden Unternehmen seien in erster Linie verantwortlich für die starke Kursrally des MSCI Brazil und somit der ETF auf den MSCI Brazil. Aktive Fonds hingegen könnten, selbst wenn sie wollten, dies gar nicht darstellen. Denn laut Investmentgesetz dürften aktive Fondsmanager nicht mehr als 10% an einem einzelnen Titel kaufen; was auf den ersten Blick ein Vorteil für Indexfonds sei.

Allerdings nur auf den ersten Blick, denn Anleger würden mit einem Länder-ETF auf Brasilien so ja gar nicht den brasilianischen Markt kaufen, sondern größtenteils nur die Aktien von Petrobras und Vale. Und diese Einzeltitel können den ETF bei schlechter Kursentwicklung dann genauso schnell extrem abstürzen lassen, wie sie ihn zuvor nach oben katapultierten.

Frau Groth will dabei ETF keineswegs schlecht reden und weist deshalb darauf hin, dass solche “Gewichtungsprobleme” in erster Linie – bei den allerdings immer beliebter werdenden – Schwellenländer-ETF auftreten würden. Gerade hier aber hielten Branchenexperten aktiv gemanagte Fonds für die bessere Alternative – auch, aber nicht nur wegen dieser angesprochenen “Klumpenrisiken”. So würde Detlef Glow von der Fondsratingagentur Lipper für langfristige Engagements in solchen “Emerging Markets” immer einen aktiven Fonds bevorzugen, denn je ineffizienter die Märkte seien, umso eher könne ein aktiver Fondsmanager sie auch schlagen.

Darüber hinaus spreche auch das politische Risiko solcher Schwellenländer für aktiv gemanagte Fonds. Denn wenn eine Regierung plötzlich ein Gesetz ändere oder im Zuge eines Putsches entmachtet werde, so könnten von einem auf den anderen Tag ganze Branchen ins Wanken geraten. Aktiv gemanagte Fonds könnten solchen Risiken oft ausweichen, Indexfonds nicht, gibt Analyst Christian Michel von der Ratingagentur Feri Eurorating daher zu bedenken. Hinzu käme der Umstand, dass in solchen Ländern oft wenig Handel stattfinde. Fehle es an den Börsen an Handelsteilnehmern und verkauften zugleich mehrere ETF-Anleger zugleich ihre Anteile, so würden dadurch die Aktienkurse sehr schnell unter Druck geraten, so Detlef Glow von Lipper.

Analyst Christian Michel von Feri Eurorating hält ETF in Schwellenländern daher hauptsächlich für Dachfondsmanager und andere institutionelle Investoren, die diese weniger als langfristige Renditebringer und mehr als taktisches Instrument einsetzen würden, für geeignet. Privatanleger seien hingegen in diesen Fällen mit aktiv gemanagten Fonds oft besser beraten, denn “manchmal wisse ein Fondsmanager eben doch am Besten, wo man investieren sollte”, wird Michel zitiert.

Unseres Erachtens zwei sehr gute Artikel von Frau Groth von “Börse Online“, in der Sie sich durchaus kritisch mit sogenannten Schwellenländer-ETF auseinandersetzt und sowohl die Vor- als aber auch die Nachteile dieser ETF herausarbeitet. Einzig das Frau Groth die Performance der ETF auf den MSCI Brazil nur mit der Performance des DWS Brazil vergleicht und nicht weitere aktive Fonds in Ihren Vergleich mit einbezieht, fällt uns hier etwas negativ auf…

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Wie Investoren Kursgewinne absichern…

Montag, 26. Oktober 2009, 21:15
Autor: ETFSuche

In unserem heutigen Blogbeitrag soll es um einen Artikel des “Handelsblatt” mit der Überschrift “Zertifikate: Wie Investoren Kursgewinne absichern…” gehen. Bevor wir jedoch dazu kommen noch ein kleiner Hinweis an alle Leser und Leserinnen in Sachen Zeitumstellung. Da wir in Deutschland in der Nacht von Samstag auf Sonntag unsere Uhren bereits eine Stunde zurückgestellt haben, diese Anpassung aber in den USA erst noch ansteht, hat sich die Zeitverschiebung zwischen uns und New York von -6 Stunden vorübergehend auf -5 Stunden verringert. Daher eröffnet die New York Stock Exchange die nächsten 2 Wochen bereits um 14.30 Uhr deutscher Zeit anstatt wie üblich um 15.30 Uhr.

Doch genug zur (unseres Erachtens übrigens sinnlosen) Zeitumstellung und zum eigentlichen Thema. Wie bereits eingangs erwähnt erklärt das “Handelsblatt” im genannten Artikel, wie Investoren derzeit Ihre Gewinne sichern. Aktienanalysten, so heißt es dort, zweifelten an der Nachhaltigkeit der jüngsten Kursgewinne und rechneten, da die Aktienindizes nahe ihrer Jahreshochs notierten, mit einer bevorstehenden Korrektur. So zitiert das “Handelsblatt” Edmund Shing, Aktienstratege der BNP Paribas mit den Worten, dass seine Bank eine kurzfristige Korrektur der Aktienmärkte um 10% bis 15% in den nächsten drei Monaten erwarte. Und auch Thomson-Reuters Experte Amitesh Kumar sieht starke Unsicherheiten an den Aktienmärkten voraus und zweifelt die Nachhaltigkeit der zuletzt gesehenen Kursgewinne an.

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