Chemiekonzern BASF macht unerwarteten Gewinn
Der Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen darf sich zum Ende des ersten Quartals 2013 über ein sattes Plus von etwa zehn Prozent freuen. Grund hierfür ist das florierende Geschäft mit Agrarchemie, das heißt: Pflanzenschutzmitteln. Natürlich kam diese Nachricht auch bei den Aktionären sehr gut an, die gestern zusammenkamen.
Allerdings war es nicht nur die große Nachfrage im Bereich der Agrarchemie, sondern auch ein – in dieser Form nicht vorhergesehen – starkes Geschäft mit der Basischemie. Das Ebit konnte der Ludwigshafener Chemieriese demnach um 10 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro steigern. Dies teilte ein Konzernsprecher am Freitag noch vor dem Start der Jahreshauptversammlung in Mannheim mit. Somit konnte der Konzern die Prognose von Analysten sogar noch toppen, die von einem Ebit von 2,14 Milliarden ausgegangen waren. BASF-Chef Kurt Bock bekräftigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: Demnach will der Chemie-Gigant den Umsatz auf das gesamte Jahr bezogen erhöhen und außerdem den Betriebsbeginn noch erhöhen – dies immer angesichts eines insgesamt eher geringer ausfallenden Wachstums der weltweiten Konjunktur. Insgesamt sei zwar auch Wachstum zu erwarten, dies jedoch in der Regel nur in den ständig expandierenden Schwellenländern. Somit sei die Entwicklung nicht geradlinig und der gesamte Bereich der chemischen Industrie ein unbeständiger. An ihrer Entwicklung ließe sich jedoch barometerartig der Zustand der gesamten Konjunktur ablesen, da die chemische Industrie Zulieferer für praktisch alle anderen Branchen sei, so Bock.
Insgesamt hat der Chemiemulti in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 etwa 19,7 Milliarden Euro umgesetzt, was einem Zuwachs von fünf Prozent entspricht. Obwohl ungünstige Wechselkurse dem Konzern Probleme bereiteten, war es vor allem das Geschäft mit Agrar-Chemie, das sich im ersten Quartal 2013 positiv auf die Umsatzzahlen auswirkte. Nicht einmal die lang anhaltende Kälte hatte dem Start in die Dünge- und Pflanzenschutzmittelsaison etwas anhaben können. Am Ende stand in der Sparte ein Reingewinn von knapp 500 Millionen Euro. Mit in dieses gute Ergebnis hinein spielte auch die Übernahme des amerikanischen Saatgut-Konzerns Becker Underwood.
Vom asiatischen Immobilienboom profitieren
Hongkong ist einer der teuersten Immobilienstandorte der Welt. In knapp vier Jahren haben sich die Wohnungspreise in der chinesischen Wirtschaftssonderzone verdoppelt. Insbesondere reiche Festlandchinesen sorgen für den Preisauftrieb in der über 7,1 Millionen Einwohner zählenden Metropole. Das Angebot an Bauland ist sehr beschränkt, die Nachfrage ist groß. Das treibt die Preise. Zur Vermeidung einer Überhitzung wurde im Oktober 2012 für den Wohnungsmarkt nach britischem Vorbild eine Stempelsteuer in Höhe von 15 Prozent für alle gewerblichen Käufer und Privatleute eingeführt, die nicht aus Hongkong stammen. Damit möchte man den unkontrollierten Immobilienkauf von Festlandchinesen und ausländischen Investoren bremsen. Doch der Preisanstieg wird damit nur leicht gedämpft. Solange die Politik des billigen Geldes fortgesetzt und kein zusätzliches Bauland in Hongkong ausgewiesen wird, setzt sich der Preisauftrieb wohl allen Unkenrufen zum Trotz vor einer Überhitzung des Marktes fort. Nicht viel anders sieht es in anderen asiatischen Ländern aus. Ein Beispiel dafür ist Singapur. Auch hier sah sich die dortige Regierung gezwungen, zwecks Bekämpfung einer Immobilienspekulation eine gestaffelte Stempelsteuer von fünf bis 15 Prozent einzuführen, deren Höhe an die Haltefrist gekoppelt ist. Die Preise steigen trotzdem weiter. Auch der japanische Immobilienmarkt, der über Jahrzehnte unter dem Platzen einer großen Immobilienblase gelitten hat, wird für Anleger wieder attraktiv. Noch heute liegen die Büromietpreise rund 60 Prozent unter denen von 1991. So gelten japanische Immobilen als vergleichsweise günstig bewertet.
ETFs auf den asiatischen Immobilienmarkt
Anleger, die am asiatisch-pazifischen Immobilienboom partizipieren möchten, können dies über den iShares STOXX Asia Pacific 600 Real Estate Cap (WKN: A0H077) tun. Der Index bildet die Immobilienaktien aus dem STOXX Global 1800 ab. Die Gewichtung erfolgt anhand der Freefloat-Marktkapitalisierung, das maximale Gewicht einer Aktie beträgt 20 Prozent. Mit rund einem Drittel ist der Immobiliensektor Hongkongs gewichtet, gefolgt von Japan, Australien, Singapur und China.
Anleger, die den chinesischen Immobilienmarkt favorisieren, investieren am besten in den Lyxor ETF FTSE EPRA/NAREIT Asia ex Japan (WKN: LYX0FN). Der Index umfasst 116 Aktien. Der japanische Immobilienmarkt ist hierbei ausgeklammert. 85 Prozent des Fondsvolumens entfällt dabei auf Aktien von Festlandchina und Hongkong.
Auf dividendenstarke asiatische Immobilienunternehmen setzt der iShares FTSE EPRA/NAREIT Asia Property Yield Fund (WKN: A0LGQJ). Die prognostizierte Gewinnausschüttung der im Index aufgenommenen Aktien muss mindestens zwei Prozent betragen. Stark gewichtet sind derzeit Hongkong, Australien und Japan.
Angesichts der rasant gestiegenen Immobilienpreise in dieser Region ist eine Kurskonsolidierung allerdings nicht auszuschließen. Die ETFs eignen sich daher nur für risikobewusste Anleger.
Synthetische und physische ETF, wachsen immer weiter
Insbesondere aufgrund des Einbruchs der Finanzmärkte 2007 durfte sich das ETF-Geschäft immer größerer Beliebtheit erfreuen. Wohingegen im Jahr 2000 das weltweit verwaltete Vermögen von ETFs nur 70 Mio. Dollar betrug, stieg das verwaltete Vermögen kontinuierlich auf 2,045 Billionen Dollar an.
Anleger, die an ETFs interessiert sind, müssen sich grob für eine von zwei Varianten entscheiden. Es gibt sowohl physische wie auch synthetische ETFs. Die ursprüngliche ETF-Art, die sogenannte physische Replikation, war sehr einfach und transparent gehalten, sodass sie vor allem für unerfahrene Anleger reizvoll war. Allerdings war sie auch mit großem finanziellem und arbeitstechnischem Aufwand verbunden, denn die physische Replikation bedeutet, dass der ETF Besitzer aller Bestandteile des dazugehörigen Indexes ist.
Ein weiteres Problem der phyischen Variante ist die Tatsache, dass häufig “Tracking-Errors” entstehen, d.h. dass eine Abweichung des Fondswertes zum Basiswert vorliegt. Die synthetische Replikation eines ETFs hat verschiedene Vorteile: Die Kosten sind geringer und Tracking-Errors werden reduziert. Wer Anleger bei einem synthetisch-operierenden ETF ist, kann oft schneller mit Ausschüttungen rechnen, kann sich aber nie sicher sein, aus was genau der ETF besteht. Denn die Idee eines synthetischen ETFs ist es, einige Anteile des Kapitals als Derivate, in diesem Fall Swaps, anzulegen, um die Leistung des Benchmark-Indexes zu verbessern.
Das Einsetzen von Swaps bringt allerdings neue Probleme mit sich. Wohingegen physische ETFs sehr transparent und sicher sind, wird mit der Einsetzung von Swaps ein Kontrahentenrisiko in Kauf genommen, denn im Falle von Zahlungsunfähigkeit eines Swap-Partners (z.B. einer Partnerbank oder anderen Fondsgesellschaft) verlieren Anleger ihr ganzes oder zumindest einen Teil ihres Kapitals. Um dieses Risiko zu senken, wurde zunächst ein breitgefächerter Einsatz von Swaps vorgeschrieben, ebenso eine Begrenzung auf 10% eines ETF.
Das reichte aber besonders nach dem Vertrauensverlust in Folge der Finanz- und Bankenkrise nicht mehr aus, sodass viele Anbieter dazu übergegangen sind, sowohl physische als auch synthetische ETFs für denselben Basiswert anzubieten. Heutzutage werden noch weitere Spezial- und Strategie-ETFs angeboten, die jedoch mit dem urpsprünglichen Ziel des ETF, einer transparenten Anlagemöglichkeit, nicht mehr viel zu tun hat. Daher sollte jeder potentielle Anleger sich zuerst einen Überblick verschaffen, um welche Art von ETF es sich in seinem Fall handelt.
Konstante Einnahmen durch Dividendentitel
Extra-Magazin (München) - Viele Privatanleger haben angesichts der beginnenden Dividendensaison das Thema Gewinnausschüttungen der Unternehmen im Blick. Das zeigen auch die Handelsumsätze an der Börse Stuttgart mit ETFs, die sich auf spezielle Indizes aus besonders dividendenstarken Aktien beziehen. Im Januar 2013 stieg der Orderbuchumsatz mit solchen Dividenden-ETFs den vierten Monat in Folge und erreichte rund 16 Millionen Euro – gegenüber rund 6 Millionen Euro ein Jahr zuvor.
Kein Wunder – allein deutsche DAX-Unternehmen werden jetzt im Frühjahr insgesamt 28,5 Mrd. Euro an Dividenden ausschütten, eine Milliarde mehr als noch im Vorjahr. Manches Unternehmen schütten Gewinnbeteiligungen bis zu 7,8 Prozent aus. Die Durchschnittsrendite im DAX beträgt derzeit 3,4 Prozent.
ETFs auf Dividenden-Indizes
Noch höher sind die Gewinnausschüttungen bei Indizes, die sich auf die dividendenstärksten Unternehmen fokussieren. Einer der Indizes ist der DivDAX, der die 15 dividendenstärksten Unternehmenspapiere aus dem DAX abbildet. Hier beträgt die durchschnittliche Dividende 4,10 Prozent. Investieren können Anleger in den DivDAX über den iShares DivDAX (WKN: 263527).
Auf die 20 deutschen Aktien des HDAX (DAX, MDAX, TecDAX), die innerhalb der nächsten Indexperiode laut Prognosen die höchste Dividendenrendite aufweisen, setzt dagegen der ETFlab DAXplus Maximum Dividends (WKN: ETFL23).
Dividenden-Indizes mit nachhaltiger Dividende
Anleger sollten bei Dividenden-Aktien auch darauf achten, dass die betreffenden Unternehmen auch konstant über eine lange Zeit in der Lage sind, solch hohe Dividenden zu zahlen. Der ETF-Anbieter State Street hat solche Dividenden-Nachhaltigkeits-ETFs unter anderem auf die Anlageregionen Europa, USA und Emerging Markets im Angebot.
So umfasst der SPDR S&P Euro Dividend Aristocrates (WKN: A1JT1B) die 40 Aktien aus der Eurozone mit der höchsten Dividendenrendite des S&P Europe Broad Market Index. Aufgenommen in den Index werden diejenigen Aktien, die eine kontrollierte Dividendenpolitik mit steigender oder beständiger Dividende für mindestens zehn aufeinanderfolgende Jahre aufweisen. Die durchschnittliche Dividendenrendite beträgt 4,39 Prozent.
Der SPDR S&P US Dividend Aristocrates UCITS ETF (WKN: A1JKS0) umfasst derzeit 81 Aktien. Er umfasst die Werte mit der höchsten Dividendenrendite aus dem S&P Composite 1500 Index. Aufgenommen werden hierbei diejenigen Werte, deren Dividenden in den vergangenen 20 aufeinanderfolgenden Jahren gestiegen sind. Die durchschnittliche Dividendenrendite beträgt 3,19 Prozent.
Für Renditejäger am attraktivsten ist derzeit der SPDR S&P Emerging Markets Dividend UCITS ETF (WKN: A1JKSZ), der 99 Aktien aus Schwellenländern enthält, die über einen Zeitraum von drei Jahren stabile oder steigende Dividenden aufweisen. Stark gewichtet im Index sind Aktien aus Brasilien, Taiwan, der Türkei, Polen und China. Die durchschnittliche Dividendenrendite beträgt hierbei satte 7,48 Prozent.
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Bald wieder Samba-Stimmung an Börse in Sao Paulo?
Extra-Magazin (München) – Analystenmeinungen zufolge ist Brasiliens Aktienmarkt reif für ein Comeback. Chinas Rohstoffhunger dürfte angesichts der wieder anspringenden Konjunktur wieder zunehmen. Brasilien als rohstoffreiches Land dürfte davon profitieren. Im größten Staat Südamerikas werden unter anderem Kohle, Nickel, Zinn und Silber abgebaut sowie Erdgas und Erdöl gefördert. Einige brasilianische Rohstoffkonzerne werden ihre Produktionskapazitäten weiter ausbauen, da sie eine gute Geschäftsentwicklung erwarten.
Regierung kurbelt Konjunktur an
Für Impulse in puncto Konjunkturentwicklung sorgen in Brasilien auch ausländische Investitionen. Dies überrascht nicht, denn die politische Situation in dem lateinamerikanischen Land ist stabil und die Regierung verschafft den Unternehmen gerne Vorteile, um dadurch die Wirtschaft anzukurbeln. Beispielsweise wurden die Lohnnebenkosten und Treibstoffpreise reduziert. Des Weiteren schwächte Brasiliens Zentralbank die Landeswährung Real, um die Auftragslage von exportorientierten Unternehmen zu verbessern. Mit einer Verschuldung von circa 64 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verfügt Brasilien über solide Staatsfinanzen. Zudem liegt die Arbeitslosenquote lediglich knapp über fünf Prozent.
Alles in allem stehen die Chancen gut, dass sich das Wirtschaftswachstum Brasiliens im laufenden Jahr deutlich beschleunigen wird. Optimistisch sind diesbezüglich die Analysten des Internationalen Währungsfonds (IWF) – sie gehen davon aus, dass die Wirtschaftsleistung 2013 um 3,9 Prozent wachsen wird.
ETFs für Investments in Brasilien
Für Anleger, die am prognostizierten Wirtschaftsaufschwung partizipieren möchten, bieten die ETF-Anbieter zahlreiche ETFs an. Einer davon ist der Lyxor ETF Brazil (WKN: LYX0BE) auf den brasilianischen Leitindex BOVESPA. Der Index repräsentiert mindestens 80 Prozent der Orders und 70 Prozent der Marktkapitalisierung des Landes. Im Index sind aktuell 66 Aktien enthalten. Am stärksten gewichtet sind die Sektoren Rohstoffgewinnung, Energie und Banken. Die größten Werte sind das Bergbauunternehmen Vale, der halbstaatliche Erdölproduzent Petrobras sowie das Finanzinstitut Itau Unibanco.
Meistgenutzter Basiswert von ETFs auf die brasilianische Wirtschaft ist jedoch der MSCI
Brazil. In den Index werden diejenigen Aktien aufgenommen, die den Kriterien von MSCI für Größe, Liquidität und Freefloat-Marktkapitalisierung entsprechen. Fondsvolumenstärkster ETF darauf ist der iShares MSCI Brazil (WKN: A0HG2M), der den Index vollständig replizierend abbildet. Im Index sind aktuell 81 Aktien enthalten. Am stärksten gewichteter Sektor ist der Finanzbereich, gefolgt von den Bereichen Rohstoffe und Energie. Die drei größten Werte sind mit dem zuvor genannten Produkt identisch, auch wenn sich die Gewichtung ein wenig davon unterscheidet.
Als Alternative bietet sich der db x-trackers MSCI Brazil (WKN: DBX1MR) an, der den gleichen Index via besicherten Swaps abbildet.
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Corporate Bonds als Alternative zu Staatsanleihen
Extra-Magazin (München) – In den vergangenen drei Jahren erzielten Anleger mit Fonds auf Unternehmensanleihen aus der Eurozone eine jährlich durchschnittliche Rendite von 5,4 Prozent. Mit Fonds auf Staatsanleihen dagegen brachte man es in diesem Zeitraum auf gerade einmal 3,5 Prozent. Anleger erwirtschafteten mit Corporate-Bonds-Fonds also eine Überrendite von rund zwei Prozent. Und dies mit einem geringeren Verlustrisiko. Während Staatsanleihefonds einen durchschnittlich maximalen Verlust von 5,7 Prozent erlitten, betrug der durchschnittlich maximale Verlust bei Fonds auf Unternehmensanleihen 4,5 Prozent. Das ergab eine Ende November 2012 veröffentlichte Studie der Ratingagentur Scope. Die Agentur geht angesichts der voraussichtlich auch weiterhin fortgesetzten Niedrigzinspolitik der Notenbanken davon aus, dass angesichts des besseren Ertrags-Risiko-Verhältnisses immer mehr Anleger auf Corporate Bonds setzen werden. Allerdings wird auch hierbei der Renditevorsprung nicht auf Dauer zu halten sein angesichts der zunehmenden Nachfrage von Anlegern. Wie auch bei anderen Investments gilt natürlich auch hierbei, über alle Anlageregionen breit zu streuen und dabei auch die für die Weltwirtschaft immer wichtiger werdenden Emerging Markets mit einzubeziehen.
ETF auf globalen Corporate Bond-Markt
Für Anleger, die breit gestreut global in Unternehmensanleihen investieren möchten, bietet sich der iShares Global Corporate Bond ETF (WKN: A1J7CK) an. Der Index bietet Zugang zu festverzinslichen Unternehmensanleihen mit Investment Grade, die von Unternehmen in Industrie- und Schwellenländern weltweit aufgelegt werden und eine Restlaufzeit von mindestens 1 Jahr aufweisen. Um sein Anlageziel zu erreichen, kann der Fonds auch in Staatsanleihen investieren, um eine ähnliche Wertentwicklung (mit entsprechendem Risikoprofil) wie bestimmte Bestandteile des Benchmark- Index zu verzeichnen. Im Index sind aktuell 1.086 Unternehmensanleihen. Überdurchschnittlich stark gewichtet sind hinsichtlich der regionalen Herkunft Corporate Bonds aus den USA, Großbritanniens, der Niederlande, Frankreichs und Kanadas. Über drei Viertel der Anleihen weisen eine Laufzeit von unter zehn Jahren auf. Die durchschnittliche Restlaufzeit beträgt rund acht Jahre. Im Schnitt erwirtschaften die Anleihen einen Durchschnittskupon von 4,50 Prozent. Der Index wird optimiert abgebildet. Das heißt, er umfasst die wichtigsten im Index vertretenen Unternehmensanleihen.
ETF auf in Euro denominierte Unternehmensanleihen
Fondsvolumenstärkster ETF im Gesamtsegment Unternehmensanleihen mit 3,26 Mrd. EUR ist ebenfalls ein iShares-ETF (WKN: 251124). Dieser bildet den iBoxx Euro Liquid Corporate Index ab, der 40 in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade weltweit abbildet. Besonders stark vertreten sind derzeit Anleihen aus den Niederlanden, Großbritannien und den USA. Die Indexabbildung erfolgt ebenso optimiert. Erträge werden ausgeschüttet.
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Die neuen Wachstumsregionen heißen SMIT
Extra-Magazin (München) – Neben den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) gibt es auch Schwellenländer aus der zweiten Reihe, die Anleger bei ihren Anlegerentscheidungen durchaus im Fokus haben sollten. Jim O‘ Neill, Investmentstratege von Goldman Sachs, der auch das Akronym BRIC kreierte, fasste diese Staaten unter dem Kürzel SMIT zusammen. Darunter versteht er die Länder Südkorea, Mexiko, Indonesien und die Türkei.
Südkorea
Südkorea ist einer der vier ostasiatischen Tigerstaaten. Mit 1723 US-Dollar pro Einwohner steckte das Land 2011 mehr in die Forschung und Entwicklung als jedes andere Land der Welt. Und während Analysten in Europa dieses Jahr mit einem Minus beim Wirtschaftswachstum ausgehen, legt Südkoreas Wirtschaft kräftig zu, auch wenn der Internationale Währungsfonds IWF infolge der Krise in Europa und der damit verbundenen Absatzprobleme das Wirtschaftswachstum von 3,6 auf nunmehr 3,0 Prozent senken musste.
Mexiko
Mexiko ist neben Brasilien das wirtschaftsstärkste Land Lateinamerikas mit kontinuierlich hohen Wachstumsraten. Geht es nach den Prognosen der OECD, wird Mexiko bis zum Jahr 2060 Deutschland als Wirtschaftsnation überholen. Im laufenden Jahr wird die Wirtschaft des Landes nach Prognosen der Uno-Wirtschaftskommission um 3,5 Prozent wachsen.
Indonesien
Eines der wachstumsstärksten Länder Asien ist Indonesien. Prognosen für 2013 gehen von einem BIP-Wachstum von 6,8 bis 7,2 Prozent aus. Damit ist das Land mit rund 240 Millionen Einwohnern eines der dynamischsten Länder Asiens. Bis zum Jahr 2030 soll Indonesien laut einem Mc Kinsey-Report zur siebtgrößten Wirtschaftsnation der Welt aufsteigen.
Türkei
Der türkische Aktienmarkt war 2012 mit einem Plus von mehr als 57 Prozent einer der renditeträchtigsten der Welt. Auch wenn das Land in diesem Jahr sicherlich dieses Ergebnis nicht wiederholen kann, stehen die Renditechancen auch 2013 gut. Laut Prognosen der Weltbank wird die Wirtschaft der Türkei im Jahr 2013 um vier Prozent wachsen.
Erster SMIT-ETF
Mit einem ETF auf die gesamte SMIT-Anlageregion legte vor kurzem der ETF-Anbieter ComStage den ersten börsengehandelten Indexfonds auf (WKN: ETF129). Der S&P SMIT 40 Net Total Return EUR Index bildet die Wertentwicklung von zehn Aktienunternehmen der vier Schwellenländer ab. Die Gewichtung innerhalb eines Landes erfolgt nach Streubesitz-Marktkapitalisierung und Handelsvolumen. Der Index ist ein Net Return Index, das heißt Dividendenzahlungen nach Abzug der Steuer werden mit berücksichtigt. Der Index wird synthetisch repliziert. Erträge werden thesauriert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,60 Prozent.
ETFs auf die vier Einzelstaaten
Darüber hinaus gibt es wie schon seit längerer Zeit auch die Möglichkeit, konkret in entsprechende ETFs auf die einzelnen Länder (siehe Tabelle) zu investieren. Anleger sollten dabei jedoch bedenken, dass mit sinkender Diversifikation der Anlageregionen das Verlustrisiko steigt.
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Erstmals mit ETFs auf Boom-Sektoren in China setzen
Extra-Magazin (München) – Chinas Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf. Der offizielle Einkaufsmanagerindex ist im Dezember 2012 von 49 auf 50,3 Punkte gestiegen. Ebenfalls einen Aufwärtstrend verzeichnete der HSBC Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der von 51,5 auf 51,9 Punkte stieg. Das ist der höchste Stand seit zwei Jahren. Die Produktion im herstellenden Gewerbe wuchs auf ein 22 Monatshoch. Auch die Neuaufträge stiegen weiter an, auch wenn der Zuwachs moderater wurde als in den Monaten davor. Leichte Erholungstendenzen gibt es auch bei den Exporten. Die Industrieproduktion legte im Dezember 10,3 Prozent zu, die Einzelhandelsumsätze steigerten sich um 15,2 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im 4. Quartal von 7,4 Prozent im Vorquartal auf 7,9 Prozent. Für 2013 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wirtschaftsplus von 8,2 Prozent und für 2014 von 8,5 Prozent.
Binnenkonsum wird neuer Wachstumsmotor
Galt das Reich der Mitte bisher insbesondere als Exportnation, setzt China künftig inzwischen verstärkt auf die Binnenkonjunktur. Bereits schon jetzt wird die Mittelschicht auf 230 Millionen Menschen geschätzt. Vor kurzem verkündete die chinesische Regierung, insbesondere Einkommen der unteren Schichten massiv zu erhöhen. Die Mittelschicht dürfte so weiterhin wachsen. Erste Handelsketten setzten bereits auf Expansion. Die Konsumgüterbranche dürfte von dieser Entwicklung profitieren. Verstärkt können sich dabei auch chinesische Produkte im Kampf um die Kunden durchsetzen. So wird China bereits im Jahr 2020 mehr Autos produzieren, als die USA.
Von dieser Entwicklung profitieren jedoch auch andere Bereiche
Mit einer wachsenden Käuferschicht wächst auch der Bedarf an Immobilien, Energie oder Investmentprodukte von Banken. Die zunehmende Umstellung auf eine westliche, kalorienreichere Ernährungsweise befördert auch zunehmend Wohlstandskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs. Das Gesundheitssystem ist noch vergleichsweise schlecht ausgebaut, die Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben betragen gerade einmal 191 US-Dollar. Zum Vergleich: in Japan liegen sie bei 3.754 US-Dollar. Doch auch China holt auf. So will die chinesische Regierung dafür in den kommenden Jahren 125 Mrd. US-Dollar ausgeben. Profitieren wird davon auch die chinesische Pharma- und Gesundheitsbranche, die bereits schon jetzt enorme Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent aufweist.
ETFs auf entsprechende Boomsektoren
Mit den von db x-trackers aufgelegten ETFs können Anleger an fünf unterschiedlichen Sektoren der Bereiche Konsumgüter (WKN: DBX0M7), Gesundheit (DBX0NA), Immobilien (DBX0M8), Energie (DBX0M9) sowie Banken (DBX0M6) partizipieren. Basiswerte sind die jeweiligen Branchen-Subindizes des CSI 300, der die wichtigsten A-Aktien der chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet. Die Indizes werden synthetisch repliziert, Erträge werden thesauriert. Die Gesamtkostenquote beträgt jeweils 0,50 Prozent.
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Italien-Bond-ETFs für Anleger mit Mut zum Risiko
Extra-Magazin (München) – Angesichts sich dramatisch verschlechternder Konjunkturdaten in Italien im vergangenen Jahr bedarf es nach wie vor schon etwas Mut, in Staatsanleihen Italiens zu investieren. Erst im Juli 2012 senkte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit des Landes von A3 auf Baa2. Der Ausblick bleibe negativ. Es sei zu erwarten, dass die Kosten für die Refinanzierung der hohen Staatsschulden steigen würden. Angesichts schlechter Wirtschaftsprognosen könne das Land schnell in die Schuldenspirale rutschen. Zwischenzeitlich stiegen deshalb die Zinsen für italienische Staatspapiere über 7 Prozent, im Zuge der Entschlossenheit der Europäischen Zentralbank, im Notfall unbegrenzt Staatsanleihen der Euro-Schuldner-Staaten aufzukaufen sowie aufgrund erster Fortschritte bei den Reformbemühungen der Regierung um Ministerpräsident Mario Monti sanken die Zinsen zehnjähriger Staatspapiere zwischenzeitlich auf unter 4,5 Prozent. Mit Bekanntgabe der Neuwahlen und der Zunahme an Unsicherheit stiegen sie jedoch wieder an. Unter dem Strich nahm der italienische Staat nach ersten Prognosen rund 18 Mrd. EUR ein, das ist ein Rekordwert. Und verstärkt setzten auch immer mehr Privatanleger auf italienische Staatsanleihen.
Mut von ETF-Anlegern wurde 2012 belohnt
Investoren mit etwas Mut, die auf italienische Staatspapiere setzten, wurden 2012 für das höhere Risiko belohnt. So erzielten sie mit diesen im Schnitt 21 Prozent. Wer als Anleger auf in Euro denominierte italienische Anleihen setzen möchte, kann dies über ETFs von db x-trackers tun. Von den vier im Angebot befindlichen börsengehandelten Indexfonds am breitesten gestreut über alle Laufzeiten ist der db x-trackers II MTS Ex-Bank of Italy BTP ETF (WKN: DBX0HG). Der fondsvolumenstarke ETF bietet den Investoren Zugang zu Festzinsanleihen über alle Laufzeiten hinweg. Im Index sind aktuell 54 italienische Anleihen enthalten. Der Durchschnittskupon liegt bei 4,4 Prozent. Rund ein Drittel der Anleihen weist eine Laufzeit von unter drei Jahren auf. Der Index wird synthetisch abgebildet. Erträge werden ausgeschüttet. Die Gesamtkostenquote des ETFs beträgt 0,20 Prozent. Auf Jahressicht erzielten Anleger damit ein Kursplus von mehr als 20 Prozent.
Alternative dazu ist der iShares Barclays Treasury Bond (WKN: A1J0BF). Er bietet Zugang zu italienischen Staatsanleihen in Euro mit Kreditratings, die dem Länderrating entsprechen. Die Mindestlaufzeit der im Index vertretenen Anleihen beträgt ein Jahr. Zudem müssen die Anleihen ein ausstehendes Volumen von mindestens 300 Mio. EUR aufweisen. Aktuell sind 42 Anleihen im Index. Dieser wird optimiert repliziert, das heißt, im Index sind die wichtigsten Anleihen des Index aufgenommen. Erträge werden ebenfalls ausgeschüttet. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,20 Prozent. Auf 6 Monatssicht erzielte der erst im Mai 2012 aufgelegte ETF ein Kursplus von 14,43 Prozent.
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Indonesien – zukünftiger Wirtschaftsriese
Extra-Magazin (München) – Bei Emerging Markets denken die meisten Anleger zunächst an große Nationen wie Brasilien, Russland, Indien oder China (BRIC). Aber auch andere, weniger im Fokus stehende Schwellenländer sind interessant – eines davon ist Indonesien. Das südostasiatische Land überzeugt mit sehr guten Wirtschaftsperspektiven: Analysten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarten 2013 in Indonesien einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent.
Goldman Sachs zählt Indonesien zu einer Gruppe von Ländern, die neben den BRIC-Staaten über das größte Potenzial verfügen, sich im Laufe des 21 Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsmacht zu entwickeln. So wird Indonesien nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) neben Staaten wie Indien oder Brasilien bis zum Jahr 2060 auf die Top 10-Liste der wirtschaftlich stärksten Volkswirtschaften vorstoßen.
Binnenkonsum als Wachstumstreiber
Indonesien ist mit rund 240 Millionen Einwohnern der viertgrößte Staat der Erde. Das Land ist sehr rohstoffreich und verfügt über große Ressourcen an Kohle, Erdgas, Zinn, Nickel, Kupfer, Bauxit und Gold. Darüber hinaus exportiert das Land zahlreiche Agrarrohstoffe, Textilien, elektronische Waren, Holzwaren, Fahrzeuge und Fahrzeugteile oder Schuhe. Rund die Hälfte der Exporte gehen nach China. Da die Wachstumsdelle in China jüngsten Konjunkturzahlen zufolge wohl ein Ende gefunden hat, dürfte dies auch in Indonesien für weitere Wachstumsimpulse sorgen. Angetrieben wird das Wachstum aber insbesondere durch den kräftigen Binnenkonsum. Immer mehr Menschen verfügen über ein entsprechendes Einkommen, dass sie sich Investitionsgüter leisten können. Steuererleichterungen und Subventionen sollen den Konsum zusätzlich steigern. Andere Subventionen für die Industrie werden abgebaut, um die Verschuldung des Landes weiter zurückzufahren. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen. Im Dezember 2011 stufte die Ratingagentur Fitch das Land auf BBB- herauf, so dass Indonesien erstmals seit dem Ausbruch der Asienkrise wieder mit Investmentgrade ausgestattet ist. Infrastrukturprogramme der Regierung sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes erhöhen.
Mit ETFs Auf Indonesien setzen
Anleger können mit dem db x-trackers MSCI Indonesia (WKN: DBX0EU) am Wirtschaftsaufschwung Indonesiens partizipieren. Im Index sind Aktien des südostasiatischen Staates mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung enthalten. Aktuell sind 26 indonesische Aktien im Index vertreten. Die stärksten Sektoren im Index sind Finanzwesen, Nicht-Basiskonsumgüter sowie Basiskonsumgüter. Die Gesamtkostenquote dieses synthetisch replizierenden ETFs beträgt 0,65 Prozent. Erträge werden thesauriert.
Alternative zu diesem Fonds ist der Lyxor ETF MSCI Indonesia (WKN: LYX0ME). Auch dieser ETF bildet MSCI Indonesia synthetisch ab. Erträge werden ebenso thesauriert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,55 Prozent.
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